Ten Years After / The Friday Rockshow Sessions Live At Reading / 1983

Das ist die einzige offizielle Live Aufnahme von TYA in den 80er! Das „Ding“ ist richtig gut, kommt aber schlussendlich doch nicht an die „alten“ Live Aufnahmen von Filmore East (1970) oder an Recorded Live (1973) heran. Im Jahr 1983 kam die eigentlich aufgelöste Band für dieses Konzert in Readington (USA) zusammen. Erst einige Jahre später, nämlich 1989, war es dann endlich soweit für eine Reunion und dem neuen Tonträger About Time. Nun aber zurück ins Jahr 1983. Dieses kurze Intermezzo in Readington zeigte aber auf, wie druckvoll der Vierer ihren Sound immer noch auf „die Bretter“ brachte. Man hört die Spielfreude bei jedem Ton und sogar bei ihrem Woodstock Kracher Going Home ist kein routiniertes „runter spielen“ zu erkennen! Wenn man bedenkt, dass dieser Song gefühlt sicher schon 350 mal gespielt worden ist….. Na gut, alles hat seinen Preis, soll heissen es wird von der Band einfach erwartet ihren Erkennungssong zu spielen. Man will ja schliesslich ein bisschen Woodstock Feeling erleben!

Der bekannte Eröffner mit Love Like A Man ist toll und kann mit den anderen Live Versionen mithalten. Hingegen hört sich bei Track 2 und Good Morning Little Schoolgirl das Gitarrensolo des Meisters ein bisschen uninspiriert an, im direkten Vergleich zu ihren 2 Live Master-Alben. Slow Blues In ‚C‘ ist wie immer toll umgesetzt und lässt keine Wünsche offen. Alvin Lee kann den Blues! Der Mehrwert von dieser Scheibe ist sicher der Track Suzie Q von dem Musiker Dale Hawkins. Bekannt natürlich die Version von CCR. Ich habe den Song vorher noch nie von Alvin Lee und seinen Mannen live gehört! Die Umsetzung : Eigen mit viel Drums/Keyboard/Synth. Einen leicht psychedelischen Touch ist nicht von der Hand zu weisen! Ich finde die Version von CCR druckvoller, ohne aber diese Version von TYA als schlecht zu bezeichnen! Diese Version hat etwas hypnotisches an sich! Die restlichen gespielten Tracks kennt man zu Genüge und Bedarf eigentlich keine zusätzlichen Phrasen Erzählungen. Hobbit, I Mai Be Wrong…I Can’t Keep From… und Extension On One...haben sie natürlich im Griff, sprich ihr musikalisches Können ist unantastbar. Verteilt auf 4 LP Seiten stehen die Songs wie folgt in der Reihenfolge:

Side On

Love Like A Men, Good Morning Little Schoolgirl

Side Two

Slow Blues In ‚C‘, Suzi Q

Side Three

Hobbit, I May Be Wrong But I Won’t Be Wrong Always

Side Four

I Can‘t Keep From Cryin‘ Sometimes/Extension On One Chord, Going Home

Festzuhalten ist Folgendes: Aufnahmetechnisch kommen die Aufnahmen toll aus den Boxen. Ein bisschen Bass lastig, was ich aber so einfach toll finde. Die eingesetzten Instrumente hört man differenziert und klar. Das Zusammenspiel der Protagonisten ist einfach (wie immer) super. Nicht umsonst galten sie anfangs der 70iger zu den besten Live Bands. Ich kann diesen Tonträger nur empfehlen! Er ist eine sehr gute Ergänzung zu den oben erwähnten Tonträger. Fans und Bewunderer der Band, sollten da zugreifen! Inzwischen ist dieses Doppelalbum auf Vinyl schwer zu bekommen.

Album: The Friday Rockshow Sessions Live Ar Readington 1983

Music Expert:****

Beste Songs: Love Like A Men, Slow Blues In ‚C‘, Suzie Q, Going Home

Classic Rock

Canned Heat / Finyl Vinyl / 2024

Das Beste kommt am Schluss! So oder ähnlich könnte man den Titel des Album der Woodstock-Legenden Band Canned Heat interpretieren. Die Band ist nur noch mit einem Originalmitglied vertreten: Drummer Adolfo „Fito“ De La Parra führt die Geschicke seiner Band. Die gestandenen Musiker haben nun ein Album aufgenommen, dieses auch meine volle Anerkennung findet. Einige Songs könnte man auch in frühere glanzvolle Zeiten mit der Zeitmaschine „zurückbeamen.“ Ihr bekannter Blues Rock, angereichert mit Boogie, heizt den Zuhörern bisweilen gehörig ein. Feeling kann man bekanntlich nicht erlernen, dies ist eine Gabe und wer sie hat kann sich glücklich schätzen – Canned Heat gehören dazu! Die Band ist seit 1969 aktiv, hatte aber bis heute sehr viele Personalwechsel zu verzeichnen. Bob „The Bear“ Hite, Henry „The Sunflower“ Vestine und Alan „Blind Owl“ Wilson sind natürlich bis heute unvergessliche, damals prägende Bandmitglieder!

Die gespielten 10 Tracks sind hörenswert und zum Teil spannend und abwechslungsreich. Gegen Schluss kann aber das anfangs hohe Niveau nicht mehr gehalten werden. Ein sehr starker Starter mit One Last Boogie, lässt richtig „Brennholz“ niederbrennen! Cooler Song, wo Freunde der Band Foghat ebenfalls ihre grosse Freude daran haben müssten. Blind Owl mit der Unterstützung von Gastmusiker Dave Alvin ist ebenfalls stark anzuhören. Toller Gesang und Gitarren die heizen – ganz starker Song. Ebenfalls überzeugt Goin’to Heaven (In a Pontiac). Blues Rock vorwärtstreibend, wie es die Band schon immer gekonnt hat. Mit So Sad (The World’s In A Tange, hauen sie ebenfalls eine ganz starke Nummer vom Stapel. Und wer bedient da die Leadgitarre als Gast? Ein gewisser Joe Bonamassa gibt sich da die Ehre! Auch ein Instrumental haben die Herren im Sortiment. East/West Boogie kommt zwar sehr außergewöhnlich in der Sound Ausrichtung daher, um nicht zu sagen schräg! Der Song hat aber etwas faszinierendes in der Melodieführung an sich. Er würde sich sicher für einen Quentin Tarantino Film absolut eignen! Nach diesem Song, wird das bis jetzt hohe Niveau schon ein bisschen nach unten gedrückt, ohne aber ganz abzufallen. A Hot Ole Time kann da noch mit den ersten tollen Tracks gut mithalten. Der Rest ist dann ziemlich austauschbar, immer noch hörbar, ohne aber weitere „Glanzlichter“ zu setzen! Verteilt auf 2 LP Seiten reihen sich die Songs wie folgt aneinander:

Side One

One Last Boogie, Blind Owl, Goin‘ To Heaven( In A Pontiac), So Sad (The World’s In A Tangle), East/West Boogie (Instrumental)

Side Two

Tease Me, A Hot Ole Time, You’re The One, When You’re 69, Independence Day There Goes That Train

Ob das wirklich der letzte Tonträger der Band sein wird, wir sind gespannt! Auf jeden Fall können sich die Woodstock-Legenden ihren Platz im Blues Rock Olymp sicher sein. Ihre Musik mit der Ausrichtung in Blues, Rock und Boogie, wird man u.a immer auch mit ihrem Namen in Verbindung bringen – gut so!

Album: Finyl Vinyl

Music Expert:****

Beste Songs: One Last Boogie, Blind Owl, Goin‘ To Heaven (In a Pontiac), So Sad (The World’s In a Tange), East Boogie (Instrumental), A Hot Ole Time

Blues Rock

Night Ranger / 40 Years And A Night With The Contemporary Yout Orchestra / 2022 / 2023

Eigentlich bin ich kein grosser Freund von „Beimischung“ orchestraler Begleitmusik! Bei diesem live Night Ranger Tonträger, werde ich zum Freund! Die dezent gehaltenen Einsätze, passen vorzüglich und ergänzen sich songdienlich hervorragend zu den Klasse Songs der Band. Wer hätte das gedacht…. Die Band aus Kalifornien, die sich seit Beginn ihrer tollen und erfolgreichen Karriere im „gepflegten“ 80er Hard Rock bewegt, überzeugt auf der ganzen Linie.

Songs wie ( You Can Still) Rock In America, Sing Me Away, Call My Name und High Road überzeugen voll und haben eine Strahlkraft. Der Song Night Ranger mit der Überlänge von 10:04 „putzt“ alleine schon wegen dem tollen Drumsolo alles aus der Location. Und klar, Don‘t Tell Me You Love Me und die ultimative Band Ballade Sister Christian darf natürich auch nicht fehlen. Die Band hervorragend agierend, hat da mit ihrem Orchester einen wunderbaren Abend erwischt. Verteilt auf 4 LP Seiten, sind die 11 Songs wie folgt aufgeteilt:

Side One

Intro, (You Can Still) Rock in America, Four In The Morning, Sing My Away

Side Two

Call My Name, Sentimental Street, High Road

Side Three

Night Ranger, Goodbey

Side Four:

When You Close Your Eyes, Don‘t Tell Me You Love Me, Sister Christian

Die Aufnahmen sind aus technischer Sicht hervorragend abgemischt und glasklar auf Vinyl vertont worden. Das ist zum Glück mal wieder ein tolles Hörerlebnis. Brad Gilbert(g), Jack Blades( b,v) Kelly Keagy(d,v), Eric Levy(k) und Keri Kelli(g) überzeugen voll und können so das zahlreiche Publikum in Cleveland schnell für sich gewinnen. Das Contempotary Youth Orchestra, gespickt mit sehr jungen Musiker/innen überzeugt mit einer famosen Unterstützung, die so die Symbiose Orchestra/Hard Rock zu einem grossen Erlebnis machen. Was mir bei der Songauswahl definitiv fehlt ist aber (für mich) ihr bester Song! Eddie’s Comin‘ Out Tonight. Live eigentlich immer ein unverzichtbarer Bestandteil von Night Ranger. Bei diesem Album ist der Song leider nur auf der „Ersatzbank“ – wirklich schade! Ansonsten eine klare Kaufempfehlung!

Album: 40 Years And A Night With The Contemporary Youth Orchestra

Music Expert:****1/2

Beste Songs: (You Can Still) Rock In America, Sing Me Away, Call Me Away, High Road, Night Ranger, Don‘t Tell Me You Love Me

Hard Rock & Classic

Foghat / Permission To Jam / Live In New Orleans / 1973

Genau darum hat der Record Store Day so grosse Beliebtheit unter den Vinyl Freunden/innen! Man bekommt Aufnahmen, die bisher nicht veröffentlicht worden sind. Die Auflagen sind begrenzt und machen so den Tonträger zu einem begehrten Sammelobjekt! Wenn man da ein bisschen Glückt hat, „explodieren“ die Preise für diesen einen Tonträger ein paar Jahre später ins Unermessliche! Nun aber zum musikalischen und der Freude, dass mit Foghat eine Aufnahme aus dem Jahr 1973 zugänglich gemacht worden ist, die Freude bereitet. Dieses Live Dokument aus dem Jahr 1973, kurz vor ihrem grossen Durchbruch in🇺🇸, zeigt bestens auf, was für einen tollen Sound sie in den frühen 70er spielten. Die im Genre Rock mit Boogie angereicherten Songs, hatten richtig viel Power. Der „Vierer“war da bereits bestens eingespielt und spielte dann 2-3 Jahre später alles in „Grund und Boden“! Eigentlich unverständlich, dass die Engländer nur in den Staaten eine Relevanz darstellten! Sei es darum, als Kenner dieser Band war ich sehr gespannt auf diese Live Aufnahmen.

Vom Original Tape gezogen, ohne einer sonst „üblichen“ Nachbearbeitung, erheben die Aufnahmen natürlich keinen Anspruch audiophile zu klingen. Der Sound ist sehr ursprünglich und authentisch anzuhören. Dave Peverett ihr Sänger und Gitarrist ist in der Stimmlage ziemlich rau (kenne ihn sonst nicht so), was aber keinen störenden Faktor darstellt. Was bei diesen Aufnahmen schnell auffällt, ist die wunderbar gespielte Gitarre von Rod Price! Auch so Musiker/Gitarrist, der als „gnadenlos“ unterschätzt in die musikalische Geschichte eingehen wird. Die famose Rhythmusabteilung mit Roger Earl an den „Fellen“ und Tony Stevens an den dicken Saiten, lassen keine offenen Fragen zu! Zu Gut ist der „Vierer“ eingespielt. Ja das hört man! Zu dieser Zeit hatte die Band 2 Studio Alben im Gepäck, was sich natürlich auf die Live Darbietung in New Orleans wiederspiegelte. Zusätzlich noch tolle Fremdkompositionen, die den Auftritt so auch in der Spiellänge komfortabel abrunden konnten. Auf 4 LP Seiten verteilen sich die Songs wie folgt:

Side One

Road Fever, What A Shame, A Hole To Hide In, She‘s Gone

Side Two

I Just Want To Make Love To You, Golden Arrow, Leavin Again (Again)

Side Three

Who Do You Love? Jam: Trouble/Mellow Down Easy

Side Four

Fly By Night, Maybelline, Nedley: Dust My Boom/Standing A The Crosdroads/Bey Bey Baby ( Baby Goodbye)

Foghat war in den 70iger Live eine Macht, wo man locker die grossen Arenen abrockte! Ihr schweisstreibender Rock hatte es in sich. Leider wurden sie dann in den 80iger ziemlich poppig und austauschbar. Auch reger Personalwechsel förderte nicht gerade die uneingeschränkte Loyalität von ihren Fans.

Album: Permissiv To Jam – Live In New Orleans 1973

Music Expert:****

Beste Songs: Golden Arrow, Leaving Again (Again), Jam: Trouble Trouble / Mellow Down Easy, Medley: Dust My Broom / Standing At The Crossroads / By Bye Baby (Baby Goodbye)

Classic Rock

Chicken Shack / In The Can / 1980

Hier handelt es sich um einen Compilation Tonträger von Chicken Shack. Es wurden Songs ausgewählt, die zwischen 1968 und 1970 entstanden sind. Personell: Stan Webb Guitar & Vocals, Christine Perfect Piano & Vocals, Andy Silvester Bass, David Bidwel Drums und Paul Raymond Keyboards & Vocals. Kenner wissen, dass Christine Perfect später mit John McVie verheiratet war und unter dem neuen Namen Christine McVie mit Fleetwood Mac Musikgeschichte schreiben konnte! Paul Raymond konnte später bei der Hard Rock Band UFO ebenfalls grosse Erfolge feiern!

In den 60iger war war bekanntlich die grosse British Blues Invasion, diese u.a. Bands wie John Mayall, Cream, Alexis Korner, Savoy Brown, Taste und viele mehr den musikalischen Blues Markt bereicherten. Die Gruppe Chicken Shack blieb eigentlich immer ein Geheimtipp in der Blues Scene. Den ganz grossen Durchbruch blieb ihnen dann aber leider verwehrt. Bei diesem wunderbar zusammengestellten Tonträger hat es ausgezeichnete Tracks. When The Train Comes Back, Webbed Feet, Tears in The Wind sind tolle Songs. I‘ d Rather Go Blind im Orignal von Etta James, wird von Christine Perfect wunderbar wiedergegeben. Der „Kracher“ San -Ho-Zay haut gitarrentechnisch voll rein. Es sind wirklich tolle Blues Songs von dieser Band auf diesem Tonträger zu hören. Der Gitarrist Stan Webb versteht sein Handwerk, was sich dann auch mit rockigen Gitarrenläufe gut hören lässt! Verteilt auf 2 LP Seiten nummerieren sich die Songs wie folgt:

Side One

See See Baby, When The Train Comes Back, Webbed Feet, You Ain‘t Noo Good, The Letter, A Woman Is The Blues, The Way It Is, Tears In The Wind

Side Two

I‘D Rather Go Blind, San-Ho-Zay, Get Like You Used To Be, Fishing In Your River Pocket, I Wanna See My Baby, Andalucian Blues, Sad Clown

Bedingt auch, dass es sehr viele Besetzungswechsel innerhalb der Band gab, fehlte dann irgendwie doch das Konstante, um den Bekanntheitsgrad zu steigern. Stan Webb der Bandleader, musste immer wieder neue Musiker suchen, was die Identifikation für diese tolle Band auch nicht einfacher gestaltete! Trotzdem, toller Sound für alle die mit Blues und Rock etwas anfangen können.

Album: In The Can

Music Expert:****

Beste Songs: When The Train Comes Back, Webbed Feet, Tears In The Wind, I’d Rather Go Blind, San-Ho-Zay

Blues Rock

Christine McVie / Songbird / A Solo Collection

Christine McVie „die Fleetwood Mac Schwester“ von Stevie Nicks mit einer Auswahl ihrer besten Solo Tracks. Was mich schon immer sehr gefreut hat, war ihre musikalische und menschliche Harmonie zu ihrer Partnerin in der Band. Auf der einen Seite, die eher unterkühlt wirkende Britin, neben ihr die feenhafte Stevie Nicks. Zusammen waren sie innerhalb der Band Fleetwood Mac ein musikalisches Bollwerk, die mitverantwortlich waren für ein tolles Songwriting. Die beiden konnten es wirklich gut miteinander. Es gibt keine Geschichten/Erzählungen von ihnen, wo man das Wort „Zickenkrieg“ in den Mund nehmen müsste! Die berühmten Beziehungsschlachten zu Rumours Zeiten, machten alle Bandmitglieder durch und da stärkten sich die beiden Musikerinnen fürsorglich! Christine McVie agierte innerhalb der Band als solide Spielerin am Keyboard/Piano und ihrem Gesang, dieser als Lead oder auch im Chorus eingesetzt wurde. Sie trat 1970 bei Fleetwood Mac bei, hatte aber schon vorher bei der britischen Band Chicken Shack erste Erfahrungen gesammelt. Insgesamt kann die Künstlerin 4 Tonträger (davon 1 Album mit Lindsey Buckingham) ihr Eigen nennen.


Ihr kommerzieller Solo-Erfolg ist mässig, bis auf das gemeinsame Album mit Lindsey Buckingham – dieses war ein Volltreffer. Bei dieser Zusammenstellung der Solo Collection, beschränkt man sich eigentlich fast nur auf 2 Alben, was einem vermuten lässt, dass eine rechtliche Angelegenheit die Ausweitung der Songs einschränkte! Wie schade, denn vor allem in der frühen Phase ihrer Schaffenskraft, huldigte sie dem Blues Rock in bester Manier. Die nun ausgesuchten Songs von den Tonträgern Christine McVie 1984 und In The Meantime 2004, sind eher im Stile des gepflegten Pop/Rock, wo aber die „Kanten“ fehlen. Ich erachte ihren musikalischen Beitrag in ihrer Stammband FM eh viel wichtiger! Das vorliegende Album kann man gut durchhören, denn Songs wie Friend, Nothern Star, Slow Down, Easy Come, Easy Go, All You Gotta Do gehen gut ins Ohr. Auch die restlichen Songs tun nicht „weh!“ Somit kann man dem Album ein angenehmes Hörerlebnis attestieren. Verteilt auf 2 LP Seiten erstrecken sich die Songs wie folgt:

Side One

Friend, Sweet Challenge, Northern Star, Ask Anybody

Side Two

Slow Down, Easy Come, Easy Go, Given‘ it Back, All You Gotta Do, Songbird

Als Spezial Song hat man ihren Song Songbird mit einem orchestralen Arrangement auf diesen Tonträger drauf gepackt. Dieser Song hat sie bekanntlich für das Multi-Seller Album Rumours im Jahr 1977 geschrieben. Songbird gestaltete sich bei den Konzerten von Fleetwood Mac immer als Zugabe und letzten Song eines Konzertes. Christine McVie alleine auf der Bühne an dem Tasteninstrument – einfach herrlich! Leider verstarb die Künstlerin im Jahr 2022 überraschend. So wurde dann leider auch ein grosses musikalisches Kaptitel geschlossen. Die Band Fleetwood Mac gehört seit diesem traurigen Tag der Vergangenheit an. Geblieben sind phantastische Songs, solche von der Sorte zeitlos! Danke Christine McVie, du warst eine grossartige Künstlerin. Deinen Beitrag bei Fleetwood Mac kann man nie genug würdigen.

Album: A Solo Collection

Music Expert:***1/2

Beste Songs: Friend, Nothern Star, Easy Come, Easy Co, All You Gotta Do, Songbird

Classic Rock

Ten Years After / Watt / 1970

Mal wieder mal etwas aus der Schatzkiste! Ten Years After mit ihrem Studioalbum Nr.5 aus dem Jahr 1970. Da waren die Mannen um Guitar Hero Alvin Lee bereits eine feste Grösse im Rock „n“ Roll Circus. In jedem Jahr 2 Tonträger auf den Markt zu bringen, sagt schon einiges aus über die Gruppe aus UK. Das Label dachte sich, mann muss die „die Kuh melken“ so lange Milch produziert wird. Na gut, so erging es auch vielen anderen Gruppen in der damaligen besten musikalischen Zeit, gemeint die 70er. Sei es darum, TYA lieferten mit diesem Album ein reifes Werk ab. Über 7 Tracks kommt da tolle Musik aus den Boxen. Um es vorweg zu nehmen, mit dem letzten und Track Nr. 8, lag man daneben! Sweet Little Sixteen vom Live Konzert Isle Of Wright Festival wurde auf diesen Tonträger gepresst. Dieser passt einfach nicht zu den anderen Songs. Dazu kommt noch die hörtechnisch „schwache“ Aufnahme!

Ansonsten ist es ein ganz starkes Album geworden. Von ihrem Erfolgsrezept Blues Rock, waren sie bei diesen Aufnahmen aber um Lichtjahre entfernt. Es ist ein richtig grossartiges pures Rockalbum geworden, wo eine hörbare Dichte und Verwobenheit ihres Sounds allgegenwärtig hörbar ist. Fast schon melancholisch, rauschen die 4 ersten Songs angenehm in unsere Gehörgänge. Die Gitarre vom Meister Alvin Lee ist einfach als grossartig zu bezeichnen. I‘m Coming On, My Baby Left Me, Think About The Times und I Say Yea sind alle auf der ersten Seite und zeigen die Band auf einem hohen Niveau agierend. The Band With No Name ist extrem kurz gehalten und mit einem sonderbaren Schusspunkt! Der Song wird mit einem Schuss beendet. Die beiden mit leichter Überlänge gespielten Tracks Gona Rund und She Lies In The Morning haben einen psychedelischen „Anstrich“. vorzuweisen. Auf 2 LP Seiten verteilen sich die Songs wie folgt:

Side One

I‘m Coming On, My Baby Left Me, Think About The Times, I Say Yeah

Side Two

The Band With No Name, Gonna Run, She Lies In The Morning. Sweet Little Sixteen

Die erste LP Seite ist ganz stark geraten, gegenüberstellend die zweite Seite, wo ich mich auf guten Durchschnitt festlege – mehr dann doch nicht. In der Gesamtheit sicher ein gelungenes Album, mit eben diesen ersten 4 tollen Songs. Bis ins Jahr 1974 folgten dann noch einige wirklich tolle Alben von dieser famosen Band, unter der Führung von Alvin Lee. Die wieder veröffentlichten Pressungen dieser Gruppe auf Vinyl sind hervorragend in Qualität und Ton.

Album: Watt

Music Expert:****

Beste Songs: I‘m Coming One, My Baby Keft Me, Think About The Times, I Say Yea, Gonna Run

Classic Rock

The Rolling Stones / Live At The Wiltern (Los Angeles) / 2003/2024

Immer wieder sehr erstaunlich, wieviel ungenutztes Live-Material, respektive Veröffentlichungen in regelmässigen Abständen auf Tonträgern frei gegeben werden! Klar auch, dass die „älteste“ agierende Band The Rolling Stones einen unglaublichen Fundus von Material auszuweisen hat. Inzwischen sind so viele Live Tonträger offiziell erhältlich, dass es da einem schwer fällt die Übersicht zu behalten. Für Komplettisten geht das natürlich auch „schwer“ ins Geld! Dazu kommen auch etliche Song Überschneidungen, was auch nicht unbedingt spannend ist. Bei diesem Live Konzert, aufgenommen in einem Club/Theater in L.A, hören wir aber unglaublich viele Songs, die selten bis gar nie Live vorgetragen worden sind. Ich muss es erwähnen. Zum Glück hören wir nicht zum gefühlten 200x (I Can’t Get No) Satisfaction. Da die „Glimmer Twins“ schon immer viel besser rüberkamen in Clubs als in den Mega-Stadien, kann diesen speziellen Aufnahmen ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt werden.

Die Atmosphäre ist toll fühlbar und die Songs, die man sonst nur auf den Studioaufnahmen kennt, bieten einen Mehrwert an. Neighbours, ein Song der mir eigentlich nicht sonderlich gefällt, kann bei dieser Darbietung auch bei mir punkten. Hand Of Fate vom 76er Album Black And Blue, hört sich spannend und nostalgisch gut an. Die bluesigen Sachen wie Live With Me, No Expectations, Stray Cat Blues, Rock My Baby, Going To A Go-Go und Every Body Needs Somebody To Love, werden locker aus dem Ärmel geschüttelt. Auf die üblichen verdächtigen Songs, werde ich nicht speziell drauf eingehen, ja die gehören einfach zu den Stones – schon klar. Klanglich sind die Aufnahmen stimmig und mit der Bläser-Fraktion und dem Chorus-Personal toll ergänzt. Es wird dadurch ein erstaunlich guter Sound geboten. Die Gitarren der beiden Herren Wood/Richards, greifen wie geölte Zahnräder ineinander. Die beiden Kerle scheinen da einen guten Tag erwischt zu haben, was auch für Mick Jagger zutrifft. Einzig bei dem Song Best Of Burden „nervt“ der tolle Sänger mich, denn beim Wort Burden „verhunzt“ er das Wort für mein Empfinden. Ansonsten ist es ein toller Tonträger. Es bereitet einem Freude da zuzuhören. Die Songs teilen sich wie folgt auf 3 LP Seiten auf:

Side One

Jumpin‘ Jack Flasch, Live With Me, Neighbors, Hand Of Fate, No Expectations, Beast Of Burden, Stray Cat Blues

Side Two

Dance, Part 1, Every Needs Somebody To Love, That’s How Strong My Love Is, Going To A Go-Go, Thru And Thru, You Don’t Have To Mean It, Can’t You Hear Me Knocking

Side Three

Rock Me Baby, Bitch, Honky Tonk Women, Start Me Up, Brown Sugar, Tumbeling Dice

Erwähnenswert sicher auch noch den Dance-Floor Song Dance, Part 1. Dieser wird knallig und wirklich passend vorgetragen. Er wirkt aber gegenüber den Blues Tracks eher als „Fremdkörper.“ Auch da klar, bei diesem unglaublichen Backkatalog dieser Band, muss alles Platz haben. Das macht ja eigentlich genau den Unterschiede zu den vielen anderen Bands aus, gemeint es ist immer wieder spannend bei den Rolling Stones das Setlist anzuhören. Der Gastmusiker bei diesem Konzert ist Solomon Burke. Der gespielte Klassiker Every Needs Somebody To Love – toll vorgetragen. Ich finde ein Tonträger, der es sich durchaus lohnt zuzulegen. Es stört auch nicht wirklich, dass bei 2 Tracks Keith Richards das Mkrofon übernimmt. Ein Song kann sogar durchaus gefallen. Singen ist bekanntlich nicht die Kernkompetenz des Gitarristen. Ich bin gespannt, was noch für kommende „Live-Schätze“ in Zukunft von den „Glimmer Twins“ auf den Markt kommen! Das Cover finde ich gelungen – mal schlicht und irgendwie geheimnisvoll gehalten.

Album: Live At The Wiltern

Music Expert:****1/2

Spezielle Songs: Live With Me, Neighbors, Hand Of Fate, No Expectations, Stray Cat Blues, Everybody Needs Somebody, Going To A Go-Go, Rock Me Baby, Dance, Part 1

Classic Rock

Rare Eahrt / Ma / 1973 / 2022

Yes! Wer auf Funk Rock steht, kommt an diesem Tonträger definitiv nicht vorbei! Die US-Band ist eine der wenigen Bands, die beim Label Motown unter Vertrag stand. Motown war vor allem bekannt dafür, dass sie schwarze Künstler unter Vertrag nahmen. Die Band Rare Earth wurde 1961 gegründet und ist bis heute noch aktiv – ohne ihre Originalmitglieder. Ihre erfolgreichste und kommerziellste Zeit, können ihr Ende der 60iger bis in die Mitte der 70er zugeschrieben werden. Ihre Mischung aus Jazz und Rock und ein bisschen Soul, hatte es wahrlich in sich. Live waren sie „explosiv“ und ihre zum Teil überlangen Tracks, liessen kein andächtiges Zuhören zu…! Einige Songs wurden eigentlich für die Temptations geschrieben, bekamen aber mit ihrem „pumpenden“ Sound den richtigen „Anstrich.“ Ihr Live Mach-Werk ist sicher In Concert aus dem Jahr 1971. Mit der tollen Platzierung US-Billboard 29, ist es bis heute kommerziell ihr erfolgreichstes Album. Single Hits wie Get Ready (Platz 4) und (I Know) I’m Losing You (Platz 7), füllten ebenfalls ihren Band „Money Tresor.“

Ihr Album Ma aus dem Jahr 1973, schaffte eigentlich nur auf Platz 65, was in der heutigen Nachbetrachtung eigentlich unverständlich erscheint. Das Album hat zwei Track Knaller auszuweisen. Das energetische 17:16 lange Titelstück Ma. Dieser Kurznamen-Song überzeugt auf der ganzen Länge vollumfänglich. Da wird Funk Rock mit einem pumpenden Bass und all den dazugehörenden Instrumenten kraftvoll und brillant umgesetzt. Wer da nicht unweigerlich „mitwippen“ muss, ja der ist entweder definitiv ummusikalisch oder gehört ins Altersheim…! Ebenfalls ist Big John Is My Name eine herrlich funkige Nummer! Alle anderen Tracks überzeugen ebenfalls, auch das „laszive“ Home With Me. Verteilt auf zwei LP Seiten stehen die Tracks wie folgt in der Reihenfolge:

Side One

Ma

Side Two

Big John Is My Name, Shilling Faces Sometime, Hum Along And Dance, Come With Me

Das Album Cover ist speziell! Die dicke Mama auf dem Schaukelpferd lädt zum Schmunzeln ein. Diese neue Ausgabe auf Vinyl ist als brillant zu bezeichnen. Der Sound lässt in ihrer Klarheit keine Wünsche offen. Die Instrumente sind TOP abgemischt, was so ein uneingeschränktes Hörerlebnis zulässt. Es macht einfach nur Freude dieser hochwertige Vinyl Tonträger in den Händen zu halten, um dann auf dem Plattenspieler abspielen zulassen – herrlich!

Album: Ma

Music Expert:*****

Beste Songs: Ma, Big John Is My Name, Hum Along And Dance, Come With Me

Funk Rock

Elvin Bishop / Let It Flow / 1974

Mal wieder was aus der „Schatztruhe“ liebe Musikfreunde. Elvin Bishop ist bis heute im Southern Rock und Blues Rock zu Hause. 1974 erspielte er mit seiner famosen Band ein ganz cooles Album. Let It Flow heisst der Tonträger und erschliesst in den 11 Songs in bester Manier den Southern Rock. Bisweilen richtig flockig und mit einem tollen groove ausgestattet, überzeugt der 74er Tonträger vor allem auf der ersten Seite, sprich 5 Songs. Der Sound ist anverwandt zu Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers Band und Atlanta Rhythmen Section. Interessant auch, dass kein geringerer als ein gewisser Richard Betts von der Allman Brothers Band mit seinen famosen Gitarrenlinien als Guest Artist zu hören ist.

Ebenfalls ist ein Charlie Daniels mit von der Partie, dieser im Southern Rock Lager einen grossen Namen besitzt. Der Track Travelin‘ Shoes mit einer Länge von 7:10 ist der Master Song auf diesem Album. Der könnte schlicht weg von der Allman Brothers Band stammen. Bedingt natürlich auch durch die toll gespielte Gitarre von Richards Bett. Es ist ein richtig knackiger Southern Rock Song. Oh, was für ein toll ins Ohr gehender Knaller. Verteilt auf zwei LP Seiten sind die Songs wie folgt gesetzt:

Side One

Sunshine Special, Ground Houg, Honey Babe, Stealin Watermelons, Travelin‘ Shoes

Side Two

Let It Flow, Hey Good Lookin‘, Fishin‘, Can‘t Go Back, I Can‘t Hold Myself In Line, Bourbon Street

Man muss festhalten, dass Abseits der grossen Southern Rock Bands auch Künstler ihren Platz inne haben, die zwar in Europa wenig bis gar nicht bekannt sind aber in den Staaten ihren festen Platz einnehmen. Dieser Tonträger ist für uns Europäer so zusagen ein Geheimtipp, also zulegen Freunde des guten Geschmacks!

Album: Let It Flow

Music Expert:****

Beste Songs: Sunshine Special, Ground Houg, Hobey Babe, Travelin Shoes, Let It Flow, Hey Good Looking

Southern Rock

Kürzliche Kommentare

Archiv