Joe Satriani / Surfing With The Aliens

Mit diesem Album kam für den Gitarrenvirtuosen Joe Satriani der grosse Durchbruch. Es ist nicht immer leicht an einem reinen instrumental orientierten Album gefallen zu finden – mir geht es jeden fall so! Vielfach mangelt es  an einer gefühlten Abwechslung, die dadurch noch erschwert wird, wenn der Protagonist sich in „Selbstverliebtheit“ an seiner 6seitigen Gitarre auslebt. Bei diesem Album von Joe Satriani, müssen diese Vorurteile definitiv über Board geworfen werden! Weiterlesen …

Deep Purple / Phoenix Rising

Mit der Band Deep Purple ist es so eine Sache, denn jeder hat da seine Lieblings- Besetzung. Der zu besprechende  Tonträger aus dem Jahr 1975 mit Namen Phoenix Rising ist Live aufgenommen in Japan/USA und lässt erahnen, was da für die Besetzung David Coverdale, Ian Paice, Jon Lord, Glenn Hughes und Tommy Bolin noch alles möglich gewesen wäre. Da zu dieser Zeit Tommy Bolin und Glenn Hughes dem Heroin verfallen waren, war es nur eine Frage der Zeit, wie lange die MK IV Besetzung die angesagten Tourneen durchstehen würden. Weiterlesen …

Deep Purple / Perfect Strangers

Gerne machen wir zusammen eine Zeitreise und gehen zurück ins Jahr 1984. Ritchie Blackmore, Ian Gillan, Roger Glover, Jon Lord und Ian Piace, die legendäre MK II Besetzung,  kam nach 10 Jahren zurück um ein neues Deep Purple Album einzuspielen. Die Presse empfand es damals als kleine Sensation, da man sich schlichtweg nicht vorstellen konnte, dass die die beiden Streithähne Ian Gillan und Ritchie Blackmore  wieder gemeinsam Sache machen wollten. Wieso kam man eigentlich wieder zusammen? Geld war sicher ein wichtiger Faktor. Ritchie Blackmore’s Rainbow hatten ihren Zenit bereits wieder überschritten, Ian Gillan konnte mit seinen Soloprojekten nicht das grosse Geld machen und hatte zu dieser Zeit bekannte Geldsorgen. Die restlichen Bandmitglieder wollten nach erfolgreichen Abstechern zu Whitesnake und Rainbow, einfach nur wieder zurück zu ihren Wurzeln. Die ganz grossen Erfolge hat man eben mit der Band Deep Purple Einfahren können!

Gemäss Aussagen von Jon Lord, waren alle Bandmitglieder beim aufeinander treffen extrem zuvorkommend und höflich zueinander. Alle wussten um das fragile Gefüge rund um den Egomanen Ritchie Blackmore.  Alle gaben sich Mühe, dass die Stimmung ja nicht kippt. Wenn man die Geschichte von der Band kennt, insbesondere den schwierigen Charakter von Mastermind Ritchie Blackmore, war einem sofort klar, dass die Frage  nur heissen konnte, wie lange kann das gut gehen…….. Für dieses Album ging es gut, sehr gut sogar. Spannungen blieben aus und so konnten alle Beteiligten einen tollen Beitrag zu diesem Werk abliefern.

Nachdem man sich in Vermont/USA so richtig beschnuppern konnte, ging es dann ab ins Studio um den neuen Tonträger  Perfect Strangers einzuspielen. Der erste Track mit Name Knocking At Your Back Door startet ausgezeichnet und wurde danach Live immer toll eingesetzt. Der Track geht richtig geil ab und ist eine Granate! Die Gitarrenarbeit ist Weltklasse! Unterstützt von  Jon Lords Keyboard-Teppich Vorlagen fegt der Track. Ian Gillan’s super Stimme, (war nie besser als zu dieser Zeit!) unterstützt von Ian Paice und Roger Glover, geben das Gerüst her, um ein solcher Track wirklich GROSS zu machen. Der Auftakt ist mit diesem Knaller mehr als geglückt. Mit geballter Ladung und gutem Niveau geht es weiter! Under The Gun, Nobody’s Home und Mean Streak wirken frisch und inspirierend, können aber dem Titelstück nie und nimmer das Wasser reichen – wie auch! Es gibt keine Verschnaufpause, denn was jetzt kommt schlägt sogr noch Knocking…

Der Titel, sprich Albumsgeber Perfect Strangers „putzt“ alles bisherige gnadenlos weg. Dieser Song ist DER Höhepunkt auf diesem tollen Album! Unglaubliches Zusammenspiel der Gruppe. Ritchie Blackmore glänzt einfach mit seinem unglaublichen Spiel um dann mit seinen Kollegen im sagenhaften Mittelteil eine musikalische Offenbarung auf uns Zuhörer los zu lassen. Live, ist Perfect Strangers mit dem Mittelteil und die einsetzenden geilen Laser einfach nur umwerfend und zwingt einem in die Knie!  Die restlichen Tracks müssen da leider fast untergehen… bei so viel ausgespielter Kompetenz! Mit Wasted Sunsets hat die Band aber noch eine Mega Ballade(!) auf Lager, die man ganz sicher nicht von ihr erwartet hätte! So schön, so gefühlvoll vorgetragen, dass dieser Song eigentlich auf  jede „Best of Love Song CD gepresst werden müsste! Dieser Tonträger ist wärmstens zu empfehlen. Hörer die anspruchsvollen Hard Rock mögen, müssen da einfach „zuschlagen“. Uebrigens, die gebuchte Welttournee mit Doppelkonzert im 2x ausverkaufen Hallenstadion war top, auch wenn der Mann an der Gitarre die Zugaben verweigerte…. Ich war 2x dabei und trotz Ritchi’s verhalten, restlos begeistert von diesem Set.. Der Sound war extrem gut im „alten“ Hallenstadion.

Die Geschichte ging dann weiter und hielt noch für 3 weitere Alben und einen Live-Mitschnitt! Keines der Alben konnte Perfect Strangers nur ansatzweise topen. Zugut war diese phantastische Vorgabe gelungen. Die Alben waren höchstens noch gutes Mittelmass, mehr leider nicht! Mir persönlich gefiel dann noch das Album Slave And Masters ziemlich gut. Die Streitigkeiten nahmen weiter extrem zu. Die Stimmung war innerhalb der Band auf dem Gefrierpunkt angelangt. So kann man als Künstler natürlich nur bedingt Höchstleistungen abliefern. Ritchie Blackmore verlies während einer laufenden Tournee einfach so die Band! Die Geschichte ging weiter….. aber ohne den genialen Gitarristen!

Album: Perfect Strangers

Erscheinungsdatum: 1984, Remaster 1999 mit Bonustrack

Tracklist: Knocking At Your Back Door, Under The Gun, Nobody’s Home, Mean Streak, Perfect Strangers, A Gypsy’s Kiss, Wastet Sunsets, Hungry Daze, Not Responsible, *Bonus, Sone Of Alerik

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Rainbow / Rising

Die Mutter aller Hard Rock Scheiben liegt nun in einer Deluxe Variante vor! Besprechen möchte ich aber das Original-Setlist, aufgenommen im Mai 1976 in den Musicland Studios zu München. Man muss es nicht behaupten, nein es ist so, es ist ein epochales Machwerk dieses Rainbow Rising! Nie wurde vorher und auch danach intensiver, epischer Hard Rock zelebriert. Die damalige Besetzung um den Egomanen Ritchie Blackmore, war für dieses Album schlicht weg genial. Wie sich da Ronnie James Dio in den Gesangs-Olymp sang, ist einfach als meisterlich zu bezeichnen und in diesem Genre bis heute unerreicht geblieben. Selbstverständlich leistet der „Top Drummer“ Cozy Powell, unterstützt von Tony Carey an den Keyboards und Jimmy Bain am Bass, entscheidendes und wichtiges mit. Nur so ist zu erklären, dass ALLE Tracks auf diesem Tonträger toll sind.

Die Stimmung im Studio muss aggressiv und aufgeheizt gewesen sein. So ist zu vermuten, denn sonst kann kaum ein solch druckvolles bis ans Limit gehende Album entstanden worden sein! Der Tonträger startet mit Tarot Woman, aah einfach nur geil nach vorne gespielt. Mit Run With The Wolf geht die Post weiter ab. Diese Gitarren und der Gesang! Die Marschrichtung stimmt und das Niveau kann locker gehalten werden. Der dritte Track Starstuck haut auch voll rein! Do You Close.Your Eyes hat mir persönlich noch nie speziell gut gefallen – ist eben Geschmackssache. Der nächste Track ist bis heute unerreicht in Sachen Hard Rock! Stargazer, wie soll ich nur anfangen…. 8:31 und keine Sekunde zu zuviel. Ein langes geniales Intro von Keyborder Tony Carey leutet die Hard Rock „Sinfonie“ ein. Was jetzt kommt ist einfach nur als genial zu bezeichnen. Der „barockische“ Gitarrenzauber des Ritchie Blackmore ist magistral und magisch! Das intensive Trommelspiel passt perfekt mit dem Bass zusammen.Stargazer  ist ein Track für die Ewigkeit. Der Track setzt sich fest in unseren Gerhörgängen und verlangt nach einer Wiederholung – gern doch!

Liebe Leser, einfach reinhören, wetten ihr werdet es nicht bereuen? Jeder der beteiligten Musiker hat bei diesem Album unglaubliches geleistet und ist unter der Regie von Ritchie  Blackmoresicher sicher ans Limit gegangen oder getrieben worden, nein darüber! Die Lyrik, überall spürbar auf diesem Album und insbesondere bei Stargazer! Eigentlich ist man nach diesem epochalen Track geschafft, emotional im schönen Strudel der Gefühle… aber es kommt fast noch „dicker“… Der Abschluss mit A Light In Th Black gibt uns noch den Rest. Intensivere, gnadenlosere nach vorne gespielte  Gitarrensolos gibt es nicht… nein! Ein Album wie aus einem Guss, ist es geworden. Das Album schaffte damals in UK 11 und US 40. Dieses Album muss man einfach besitzen. Nie war Hard Rock intensiver! Das Remastering finde ich persönlich knapp gut – mehr leider nicht! Die Zusatsztracks, eigentlich die gleichen in anderen Versionen….. finde ich fragwürdig aber was soll’s….Ich finde es ist das beste Hard Rock Album aller Zeiten!

Album: Rising Deluxe Edition

Erscheinungsdatum: 1976 Spezial Edition 2011 Polydor

Tracklist:Tarot Women, Run With The Wolf, Starstuck, Do You Close Your Eyes, Stargazer, A Light In The Black

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