The Guess Who / Running Back Thru Canada / Live / 2000

Wau! Was für ein tolles Konzert von der Band The Guess Who in ihrem Heimspiel in Winnipeg 🇨🇦. Volles Stadium, tolle Kameraführung und eine Band mit den Strategen Randy Bachman und Burton Cummings in Höchstform. Die Band ist gespickt mit hervorragenden Individualisten. Das Publikum im Stadium ist bestens aufgelegt und die Stimmung trotz teilweise Regen hervorragend! Das Wetter in Winnipeg ist leider nicht freundlich gestimmt, hält sich aber schlussendlich mit argen Gewitter zurück, vermutlich vor Ehrerbietung für die Band. Das Programm lässt wirkliche keine Wünsche offen und gewährt auch Songs die Randy Bachman in seiner tollen Zeit mit BTO geschrieben hat. Lookin‘ Out For 1 und Let It Ride ergänzen das Programm vorzüglich. Yes, das passt! Das Programm ist vorzüglich und Höhepunkte gibt es einige. The Eyes, American Woman, No Time, Share The Land, man könnte alle aufzählen. Der absolute Hammer ist natürlich ihr Welthit American WomanUS Billboard Platz 1. Die lange Einleitung ist einfach fantastisch. Der Song dann noch mit langer Überlänge gespielt ist elektrisierend und geht unter die Haut. Spätestens dann hat man das miese Wetter vergessen und nimmt den Rhythmus in sich auf. Genau so funktioniert ein toller Rocksong.

Bei diesem Konzert sieht und hört man, wie toll die Protagonisten ihr Handwerk verstehen. Randy Bachmann an der Gitarre ist bis heute ein so was von unterschätzter Gitarrist! Das gleiche gilt für ihren tollen Sänger Burt Cummings. Dieser ist definitiv einer seiner besten am Mikrofon. Und ja, Garry Peterson ist ebenfalls ein grosses Kaliber an den Drums! Es ist nicht einfach so daher gesagt von mir. Hört euch mal den Track Key an! Dieser ist zu finden auf dem Studioalbum Canned Wheat. Leider ist dieser Song nicht auf diesem Live-Album. Die Band ist richtig gut eingespielt, was man unschwer erkennen vermag. Das sitzen die Abläufe und Improvisationen vorzüglich! Auch gerissene Saiten an der🎸hindert den Spielfluss nicht. Schnell das Arbeitsgerät gewechselt und weiter geht es! Die Band spielt fantastisch. Das Publikum dankt es. Die Stimmung je länger der Abend, um so ausgelassener! Man hat schliesslich Heimspiel. Es ist die Band von ihrer Stadt. Ehre wem Ehre gebührt!

Aufgepasst: Es ist ziemlich schwierig dieses Konzert auf DVD zu bekommen. Zum Glück gibt es da YouTube! Das ganze Konzert ist da abrufbar! Musikfreunde/innen des guten Rock-Geschmack, abspielen hören und geniessen. Ihr werdet es nicht bereuen – versprochen!

Setlist:

Bandmitglieder: Burton Cummings Lead Gesang, Piano Flöte, Mundharmonika, Gitarre, Randy Bachman Lead Gitarre und Backing Vocals, Donnie McDougall Gitarre, Akustik-Gitarre und Backing Vocals, Bill Wallace Bass und Backing Vocals, Garry Peterson Schlagzeug, Percussion und Backing Vocals.

Time: 1:24.20

Stimmung:*****

Ort: Winnipeg

Total Tracks: 17

DVD

The Guess Who / Canned Wheat / 1969

Ein aussergewöhnliche gutes Album von der Band aus Winnipeg🇨🇦. Die Protagonisten Randy Bachmann (g), Burton Cummings (v), Garry Peterson (d) und Jim Kale (d) etspielten mit Canned Wheat ein facettenreiches Album ein, dieses trotz Stilvielfalt überzeugen kann. Der Start mit No Time geht in Richtung Hard Rock und ist ein hervorragender Song mit viel Druck und Live ein unverzichtbarer Song! Minstrel Boy und Laughing sind Folk & Pop Songs die gut ins Ohr gehen. Undun hat dann eine Leichtigkeit, die den Song im angehauchten Jazz Gewand erscheinen lassen. Diesen Stil trägt klar die Handschrift von Randy Bachman. Solche Songstrukturen lässt er dann später auch bei der Band BTO ab und zu einfliessen. Nächster Stop ist dann 6 A.M. Or Nearer. Der Song ist recht verschachtelt und hat eine psychedelische Schlagseite auszuweisen. Old Joe geht angenehm ins Ohr, ohne aber grosse Spuren zu hinterlassen. Da hat dann Of A Dropping Pin wesentlich mehr Substanz auszuweisen. Guter Rhythmus und eine tolle Gitarre zeichnen den Song aus.

Der Song Key fängt mit einem orientalischen Intro an und verfängt sich dann in einem dichten Sound, wo die Gitarre übernimmt und mit dem Schlagzeug den Sound vorantreibt! Ein unglaublich toller Song, dieser die Qualitäten aller Musiker wiedergibt. Die Stimme von Burt Cummings ist hervorragend. Gary Peterson Spiel am den Drums mit conga und percussion ist fantastisch anzuhören! Mit einer Länge von 11:24 ist der Song sehr lang aber keine Sekunde zu lang! Fair Warning schliesst dann das offizielle Album unspektakuläre ab. Der CD Silberling hat dann noch 2 Bonustracks auszuweisen. Species Hawk ist🔝und richtig treibend. Silver Bird geht als ruhiger Song gut ins Ohr. Die Songs haben folgende Reihenfolge auf der CD:

No Time, Minstrel Boy, Laughing, Undun, 6 A.M Or Nearer, Old Joe, Of A Dropping Pin, Key, Fair Warning Bonus Tracks: Species Hawk, Silver Bird

Das Nachfolgealbum hatte dann den Welthit American Woman auszuweisen. Weitere gute Alben sollten noch folgen für The Guess Wo. Randy Bachmann „machte sich vom Acker“ und gründete Bachmann Turner Overdrive! So begann dann ein neues höchst erfolgreiches Rock Kapitel! Ich empfehle unbedingt die remasterte CD mit den Bonus Tracks. Diese hat einen hervorragenden Klang auszuweisen. Klar auch die LP, da kann man auch nichts falsch machen.

Album: Canned Wheat

Music Expert:****

Beste Songs: No Time, Minstrel Boy, Undun, Of A Dropping Pin, Key, Species Hawk

Classic Rock

Ritchie Blackmore / Wie man es nicht machen sollte!

Es gibt ein gutes Sprichwort! „Die Hand die mich füttert, beisse ich nicht“. Bezogen auf Ritchie Blackmore, kann man das Zitat passend auf ihn adoptieren. Ohne all seinen Fans, die Tonträger von Deep Purple und Rainbow u.a auch wegen seinen grandiosen Gitarrenkünsten gekauft haben, wäre der Musiker nicht so weltbekannt und wohlhabend! Nur darum kann er seine neu ausgerichtete Burg und Mittelalter Musik durch seine finanzielle Unabhängigkeit ausleben. Erstaunlicherweise gibt es auch da, immer noch eine kleine aber treue Anhängerschaft, die ihm seit ca.1995 mit seiner Neuausrichtung folgen.

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Worin er den Fans gegenüber „mies“ war und sich nicht korrekt verhalten hat

🎸 

Lustlosigkeit auf der Bühne

  • Konzerte mit:
    • kaum Blickkontakt
    • Rücken zum Publikum
    • kurze, lieblos gespielte Soli
    • Ermahnung an das Publikum leiser zu sein
    • Solos extra „schludrig“ spielen
    • Keine Zugaben spielen
  • Teilweise wirkte es, als würde er dem Publikum etwas „heimzahlen“.

❌ 

Keine Wertschätzung

  • Kaum Ansagen
  • Keine Dankesworte
  • Zugaben verweigert – selbst bei jubelnden Hallen
    ➡️ Für Fans fühlt sich das wie Verachtung an.
  • Eigene Musiker durch „Blickkontakt“ degradieren
  • Bandkollegen mit Becher bewerfen. (Gillan)
  • Keine Autogramme geben
  • Fans sind eher „lästige“ Störenfriede

🗣️ 

Abfällige Interviews

  • Fans als „Idioten“ bezeichnen, die immer dieselben Songs hören wollen
  • Abwertung von Hard Rock- und Metal Publikum
  • Offenes Desinteresse an der eigenen Legacy
  • Überheblich durch Aussagen gegenüber Musikkollegen

Warum er trotzdem so wurde (keine Entschuldigung, nur Erklärung)

1. 

Hass auf das eigene Erbe

Blackmore wollte nie ein Nostalgie-Gitarrenheld sein. Für ihn war Smoke on the Water irgendwann eine Strafe, keine Errungenschaft. Die Fans wollten aber diesen Knaller-Song hören. Man zahlt Eintritt und erwartet zumindest Professionalität, wenn schon keine Leidenschaft zu spüren ist. Man kauft auch keine Kirschtorte ohne Kirsch…!

2. 

Zwang statt Leidenschaft

Er spielte:

  • weil (wenn überhaupt) es erwartet wurde
  • nicht, weil er es wollte
  • Vertragszwang (Tourneen), darum minimale Pflichterfüllung

3. 

Soziale Defizite

Blackmore war nie ein „People Person“:

  • konfliktscheu, aber aggressiv
  • humorlos in der Öffentlichkeit
  • unfähig, Dankbarkeit zu zeigen
  • gibt nicht gern Interviews
  • Unterhaltung mit Fans unerwünscht
  • Wertschätzung ein Fremdwort

Der bittere Punkt aus Sicht der Fans

Fans haben ihm alles gegeben – Loyalität, Geld, Geduld. Er hat ihnen oft nichts zurückgegeben außer Pflichtauftritten. An guten Abenden ging die „Rechnung für beide Seiten auf“, bei schlechten verliess das zahlende Publikum das Konzert mit einem bitteren Nachgeschmack!

Und trotzdem…

Ohne Blackmore:

  • kein Hard Rock in dieser Form
  • Keine Alben wie Machine Head, Made in Japan und Rainbow Rising
  • kein Smoke An The Water
  • kein Ronnie James Dio bei Rainbow
  • keine Gitarrensprache, die Generationen geprägt hat
  • kein genialer Track wie Stargazer
  • keine Symbiose Hard Rock➡️Klassik
  • kein Legendenstatus für Deep Purple und Rainbow
  • Das Rolling Stone listet ihn auf Rang 50 der grössten Gitarristen aller Zeiten

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Er war im Genre Hard Rock ein genialer Musiker, aber ein schlechter Gastgeber. Ein berechnender Protagonist, der nur des Geldes willen für wenige Konzerte 2016-2018 unter dem Namen Rainbow Konzerte mit einigen Deep Purple Tracks spielte! Die Band hatte keinen ehemaligen Rainbow Musiker auszuweisen, was schon sehr fragwürdig zu werten ist. Klar, die Konzerte (Freiluft) waren alle ziemlich ausverkauft und garantierten tolle Einnahmen. Für mich sehr unglaubwürdige Auftritte, die nur ein Ziel hatten, Geld zu generieren unter dem Namen Rainbow – meine Meinung! Man kann nicht jahrelang über seine alte Musik herziehen und dann einfach so, wieder grosse Lust versprühen, die alten Sachen zu spielen. Ich empfinde das als Betrug an den zahlenden Zuschauer! Ich habe mir einiges auf YouTube angeschaut und he, es war musikalisch zwar wider Erwarten recht gut aber „sein Personal“ war gewöhnungsbedürftig…!

Nun, schon seit wieder längere Zeit widmet er sich seiner „neuen“ Musik mit seiner Frau Candice Night. Wem es gefällt – mir definitiv nicht! Ich behalte den genialen aber menschlich unsympathischen Gitarristen in Erinnerung mit u.a Tracks wie Child In Time, Highway Star, Burn, Perfect Strangers, Stargazer und Light In Black! Alles ab ca.1995 ist für meinen Geschmack mit „billigen Wein“ zu vergleichen. Die Farbe ist zwar rot, schmeckt aber nach Zuckerwasser! In diesem Sinne sei ihm seine Musik gegönnt! Bitte einfach keine Zuschauer „Verarsche“ mehr, wenn der der Geldbeutel wieder gefüllt werden muss – danke!

Musiker: Ritchie Blackmore, Gitarrist, Songwriter

Band: Deep Purple, Rainbow, Blackmore’s Night

Welthit: Smoke On The Water

Classic Rock, Unterstützung ChatGBT

Luther Allison / Let‘s Try It Again / 1989

Luther Allison, einer der Besten seines Faches Live In Berlin. Die Blues Rock Ikone mit einem tollen Blues Rock Feuerwerk. Das eingängige Eröffnungslied mit Namen Serious lässt den Meister langgezogene Gitarrenlinien in diesen „flüssigen“ Song einfügen. Backtrack ist dann ein knackiger Blues Shuffle. Was jetzt folgen sollte ist einer der Höhepunkte an diesem Abend. Let‘s Try It Again ist ein slow Blues Song für die Seele. Atmosphärisch und mit viel Gefühl gespielt, packt der Song den Zuhörer schon ab der ersten Sekunde. Wunderbar passend das Saxophon und die gelegentlich eingesetzten Keyboard Passagen. Die Gitarre „schlängelt“ sich durch den Song, bis dann zum Finale das Gaspedal durchgedrückt wird. Mit 9:27 hat der Song die „richtige“ Länge.

Freedom ist gitarrentechnisch auf hohem Niveau angesiedelt und besticht mit Funk Einschlag und einer getragenen Melodie, wo wieder das Saxophon Akzente setzt. Spannende 7:35 lassen uns aufmerksam zuhören. Life Is Bitch ist Blues Rock pur. Just Memories ist dann ganz nett aber eher blass im direkten Vergleich seiner vorherigen Tracks. Fight besitzt dann ein anderes Kaliber! Frisch und knackig geht es zur Sache. Die raue Stimme von Luther Allison passt bei den knackigen gespielten Blues Rock vorzüglich. Bad News Is Coming nimmt dann Fahrt auf, um die Slow-Blues Fahrt durch die „Blues-Avenue“ im Cabriolet zu geniessen. Wunderbare Passage „mit der Sprechenden Gitarre“ bereichern den Song. Just My Guitar (And Me) schaltet dann wieder die Gänge höher. Ein schnell gespielter Blues Rocker animiert zum mitmachen…! Wer da ruhig sitzen bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen. Now You Got It ist dann richtig „lässig“ funky gespielt. Auch der Song geht in die Beine. Let‘s Have A Little Talk ist ein langsam gespielter Blues. Gediegen führt uns der Protagonist durch den Song. The Dock The Bay beendet den Tonträger, diesmal ohne grosse Aufregung! Die Songs verteilt auf dem Silberling:

Serious, Backtrack, Let‘s Try It Again, Freedom, Life Is A Bitch, Just Memories, Fight, Bad News Is Coming, Just My Guitar (And Me), Now You Got It, Let‘s Have A Little Talk, The Dook The Bay

Es ist eine sehr gute Blues Scheibe die da Luther Allison und seine Band im Jahr 1989 eingespielt haben. Mal gediegen und dem Blues gerecht „langsam“ ins Ziel führend, um dann aber auch Shuffle mässige Blues Rocker „rauszuhauen“…! Zutaten: Gitarren, Keys, Saxophon, Drums und seine raue Stimme. Zwischendurch eine Brise Funk, garantiert ein abwechslungsreiches Live Erlebnis. Leider ist der Silberling nicht remastert! Man merkt es an der geringen Lautstärke. Man muss da am Pegel zünftig drehen, um da ein Live Erlebnis ins Wohnzimmer zu bringen.

Album: Let‘s Try Again Live 89

Music Expert:****

Beste Songs: Serious, Backtrack, Freedom, Let‘s Try It Again, Freedom, Bad News Is Coming, Just My Guitar (And Me)

Blues Rock

Jerry And The Lifted Live 2026 / Record Store Day / Save The Date!

Sichert euch das Konzert von Jerry And The Liftet. 60 Minuten Power sind garantiert. Die Location atmet die Luft der Vinyl Platte. Classic Rock And More lebt auch im Jahr 2026. Mehr Infos zur Location https://www.rille.ch/ Achtung Zeit kann noch angepasst werden.

Datum: 18.4.2026

Capitol Of Rock: Rille,

Konzert Live, Event, Record Store Day 2026

Stevie Nicks / Zitat

Die Künstlerin Stevie Nicks ist bekannt für ihre mystischen Texte. Zweimal als einzige Frau ist sie in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen worden, als Fleetwood Mac Frontfrau und Solokünstlerin. Ein schönes Zitat von ihr ist folgendes:

“ Liebe ist nicht etwas was man besitzt. Liebe ist etwas was man zulässt“

Das sagt die Sängerin die die🎢des Lebens kennt. Erfolg, Glamour und Reichtum schützen nicht vor Tiefpunkten und Verdruss. Im Gegenteil: Es tun sich andere „Abgründe“ auf, die „Normalsterbliche“ nicht kennen!

Zitat

Musikzeitschriften / Stellenwert / Finanzierung

Die Zeiten wo man seine Informationen in Form von gedruckten Papier einholt, sind schon lange passé. Das gilt für die uns bekannten klassischen Tageszeitungen und umso mehr für die von uns geliebten Musikzeitschriften. Der Abstieg begann eigentlich mit dem weltumspannenden Internet in den späten 90er Jahre. Die gedruckte Form von Informationen und Bilder im Bereich Musik hat inzwischen fast schon nostalgischen Wert, ähnlich dem Medium Schallplatte. Wobei diese seit über 10 Jahren einen grossen Aufschwung zu verzeichnen hat. Die Musikzeitschriften haben aber eine Berechtigung, weil aktuelle Interviews, Storys und Vorstellungen von Tonträgern einfach angenehmer und „lässig“ zu lesen sind. Im deutschsprachigen Raum gibt es immer noch eine Vielzahl von Genre bestimmten Musikzeitschriften. Hier ein Liste von wichtigen Ausgaben:

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Pop/Rock/Metal

  • Rolling Stone (DE)
  • Musikexpress
  • Visions
  • GoodTimes
  • Stereo (musiklastig, HiFi-nah)
  • Eclipsed (Classic Rock, Prog)
  • Classic Rock (deutsche Ausgabe)
  • Uncut (teilweise deutsch vertrieben, UK-Ursprung)
  • Mtalhammer
  • Rockhard
  • Rocks
  • Mint (spezialisiert Vinyl)
  • Bass

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Lässt sich das noch finanzieren? Nehmen wir mal Deutschland als Benchmarkt in Europa!

Bei Musikmagazinen ist der Heftpreis zwar relativ hoch (z. B. 6–10 €), aber:

  • Druck, Papier, Vertrieb und Handelsspanne fressen einen großen Teil davon auf
  • Von einem verkauften Heft bleiben oft nur 1–2 € netto beim Verlag
  • Damit lässt sich keine größere Redaktion finanzieren

Wie solche Magazine trotzdem überleben➡️Beispiel:

Titel wie Metal Hammer, Rolling Stone oder GoodTimes funktionieren meist so:

1. 

Abos statt Kiosk

  • Abos sind planbar, günstiger im Vertrieb
  • Viele Titel haben 50–70 % Aboanteil
  • Auflagen in Plattenladen
  • Abo Aktionen

2. 

Werbung & Spezialanzeigen

  • Labels, Konzertveranstalter, Festivals
  • Besonders wichtig: Themen-Sonderhefte und „Advertorials“
  • Werbeträger bei Veranstaltungen
  • Interviews bei verataltungen
  • Vip Lounge etc.

3. 

Marke statt Magazin

Erfolgreiche Titel sind heute Medienmarken:

  • Events & Festivals (z. B. Metal Hammer Paradise)
  • Sonderausgaben, Sammlerboxen
  • Merchandise
  • Online-Content, Videos, Podcasts

4. 

Kleine, flexible Redaktionen

  • Feste Redaktion oft nur 3–8 Personen
  • Viele Autor:innen arbeiten frei
  • Redaktionsräume oft minimal oder ganz remote

5. 

Leidenschaft statt Reichtum

Realistisch gesagt:

  • Redakteur:innen verdienen meist unter Branchendurchschnitt
  • Hohe Idealismus-Quote
  • Kaum jemand wird dort „reich“
  • Nostalgie Faktor schwingt mit

Ein Musikmagazin stirbt meist, wenn:

  • die Auflage unter ~15.000 fällt
  • Anzeigenmarkt wegbricht
  • keine Events / Zusatzgeschäfte existieren
  • die Marke keine klare Zielgruppe mehr hat

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Fazit:

👉 Ja, Redaktionen können mit solchen Auflagen überleben – aber nur schlank, diversifiziert und mit starker Marke. Ein reines Printgeschäft wäre heute nicht mehr überlebensfähig. Auch bei Musikzeitschriften gilt anfassen und blättern. Bilder sehen weckt aber mehr Emotionen als das durchstöbern im Netz. Obwohl Infos/Bilder aus dem Netz schneller und jederzeit verfügbar sind, muss eine „Lanze für die Musikzeitschrift“ gebrochen werden! Auch der Sammelwert/Ablage darf nicht unterschätzt werden.

Print Medien, Unterstützung ChatGBT

UFO / Ain‘t Misbehavin‘ / 1988

Die 80er waren für traditionelle 70er Hard Rock Bands schwierige Jahre! Bekanntlich dominierte immer noch der AOR Sound, sprich es musste alles irgendwie sehr melodiös daher kommen. Die Band UFO befand sich im Umbruch und Betreff Personal gab es nur eine Konstanz! Phil Moog am🎤. Alle anderen Musiker waren mehr oder weniger neu. Paul Grey Bass, Atomik Tommy „M“ Gitarre und Jim Simpson am Schlagzeug. Kenner der Band vermissen da die „alten“ Helden wie, Michael Schenker, Pete Way, Paul Raymond oder Paul Chapman! Der Tonträger beinhaltet nur 7 Tracks! Keiner mit Überlänge. Somit ist die Spieldauer sehr mässig und eine bescheidene Sache. Musikalisch? In Anbetracht der Unstände ist das Album gar nicht mal so schlecht. Natürlich ist das Gebotene weit weg von ihren Klassikern. Die Band bekam es aber mit den ausgelegten Pop/Rock Songs einigermaßen hin!

Die 7 kurzen Songs versuchen offensichtlich die geforderte Radiofreundlichkeit zu erzeugen. UFO war in dieser Zeit musikalisch sozusagen auf Diät. Einige Songs können aber durchaus gefallen. Ich denke da an Another Saturday Night, At War With The World Hungry In The Night und Easy Money. Es tönt eben alles ohne Ecken und Kanten, geht aber gut ins Ohr. Die stärksten Songs auf diesem Tonträger, können durchaus mit den damaligen AOR Grössen wie Toto, Survivor, Foreigner, Styx oder Journey mithalten. Nur eben, so richtig nahm man die Neuausrichtung der Band nicht ab! Die Songs verteilen sich wie folgt auf den CD Tonträger:

CD

Beteen A Rock & A Hard Place, Another Saturday Night, At War With The World, Hungry Yin The Night, Easy Money, Rock Boyz Rock, Lonley Cities (Of The Hearth)

Eigentlich ein unterschätztes Werk der Band aber wenig beliebt bei den Hardcore Fans. Bei aller Kritik muss aber gesagt werden ein Album das zum überleben der Band half. Es war nicht das letzte Album in dieser Ausrichtung! Erst viel später konzentrierte man sich wieder auf seine alten Tugenden, wo dann das Flair der 70iger wieder richtig aufblühte! Michael Schenker, Paul Reymond und Pete Way waren da wieder an Board, was natürlich der Band und dem Sound sehr geholfen hat.

Album: Ain‘t Misbehavin‘

Music Expert:***1/2

Beste Songs: Another Saturday Night, A War With The World, Hungry Yin The Night, Easy Money

Classic Rock, AOR

Lindsey Buckingham / 1 neuer Gitarrist mal 2!

Wer in die Geschichte von Fleetwood Mac eintaucht, stellt folgendes fest: Mastermind Lindsey Buckingham verliess seine Stammband zweimal! Das erste mal 1987 freiwillig, weil er sich mehr auf seine Solokarriere fokussieren wollte und 2018 wurde er wegen Differenzen aus der Band rausgeworfen, obwohl das Mick Fleetwood so bis heute dementiert! Das erstaunliche daran, man schloss die grosse Lücke innerhalb der Band immer mit 2 Gitarristen…! Das zeigt eigentlich den enormen Stellenwert von Lindsey Buckingham innerhalb der Band auf.

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Lindsey Buckingham war faktisch zwei Musiker in einem:

  1. Lead-Gitarrist mit sehr eigenem, perkussivem Fingerpicking-Stil
  2. Arrangeur & musikalischer Regisseur, der Songs formte, zerlegte und wieder zusammensetzte
  3. Er war ganz klar der musikalische Boss
  4. Songwriter zusammen mit Stevie und Christine

Darum hat ein Ersatz nie gereicht.

Nach seinem ersten Ausstieg 1987/88:

  • Rick Vito → Bluesiger, singender Lead-Sound
  • Billy Burnette → Rhythmus, Country-Rock, Gesang
    Zusammen konnten sie Teile von Lindsey abdecken – aber nicht seine Handschrift.

2018 dann dasselbe Muster:

  • Mike Campbell → souveräner, klassischer Lead (aber sehr „Tom Petty-mäßig“)
  • Neil Finn → starker Sänger & Songwriter, um die vokale und strukturelle Lücke zu füllen

Technisch top, musikalisch respektabel – aber wieder: keine Buckingham-DNA.Lindsey war eben kein „Gitarrist“, sondern ein System. Er war der Dirigent für die Tracks. Er ist der Besitzer der Gitarren-DNA Fleetwood Mac! Man denke nur an die akustischen Songs!Sein Spiel war Rhythmus, Harmonie, Lead und Arrangement zugleich. Deshalb wirkt es fast symbolisch, dass man ihn nur durch zwei Hochkaräter gleichzeitig ersetzen konnte – und selbst dann blieb es etwas anderes.Wenn man das einmal erkannt hat, wirkt die Entscheidung, ohne ihn zu touren, noch befremdlicher.

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Fazit:

Fast so, als hätte man gewusst, dass etwas fehlt – aber gehofft, man könne es verteilen. Verteilen schon aber das gewisse Etwas fehlte halt. Und dann die Zweisamkeit auf der Bühne mit Stevie Nicks, bei schlechten wie auch bei guten Zeiten. Die zwei trieben sich an und erzeugten ein kollektives Glücksgefühl beim Publikum. Kann man sich vorstellen ein anderer Gitarrist spielt den „Seelentröster“ Song Landslide zusammen mit der „Fee“ Stevie, nein und nochmals nein! Was zusammengehört, gehört zusammen! Fleetwood Mac ohne Lindsey Buckingham ist wie Wein trinken mit Korkgeschmack. Man kann den Wein zwar trinken aber der Genuss ist ziemlich eingeschränkt.

Band: Fleetwood Mac

Musiker: Lindsey Buckingham

Rolle: Gitarrist, Sänger, Songwriter, Produzent

Lindsey Buckingham - Live at the Bass Performance Hall (W/Dvd ...

Classic Rock, Unterstützung ChatGBT

Billy Preston / Unterschätzter Einfluss bei den Rolling Stones und anderen Protagonisten

Billy Preston war zuerst für die Beatles, dann für die Rolling Stones enorm wichtig. Bevor er für die 2 erfolgreichsten englischen Bands arbeitete, war er bereits in den Staaten ein erfolgreicher Musiker mit🔝Platzierungen – er war ein Star. Zuerst dem Gospel, später dann vom Soul und Funk inspiriert, erreichte er ein neues Zielpublikum. Er spielte virtuos und rhythmisch auf seinen Tasteninstrumenten. Seine Stimme war „warm“ und angenehm. Als er sich den Rolling Stones anschloss, ging er dann später mit ihnen und dem neuen Album Black And Blue 1976 auch auf Welttournee! Er war ein wichtiger Bestandteil für die grossen Shows. Er konnte eine Show mittragen. Zusammen mit Mick Jagger, verwandelte er die Bühne bisweilen zu einem sprühenden Vulkan! Glitzer-Fummel-Klamotten steuerten die richtige Zugabe dazu! Die Band erfand sich dank Billy Preston neu und war vorher und nachher nie mehr so Funk und Soul lastig wie in dieser Zeit. Ihr Programm war nun breit aufgestellt. Rock-Blues-Funk Abende bescherte den Fans spannende Konzerte. Ebenfalls begleitete er Eric Clapton anfangs der 2000er bei seiner Welttournee. Leider verstarb Billy Preston im Jahr 2006. Er wurde 59 Jahre alt.

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Wo der Musiker den Stones Sound erweiterte🫵:

Studioaufnahmen (Auswahl):

  1. Gimme Shelter – subtiler, spannungsreicher Orgelteppich
  2. You Can’t Always Get What You Want – Gospel-Feeling pur
  3. Let It Bleed – treibendes E-Piano
  4. Monkey Man – aggressive, funky Orgel
  5. Can’t You Hear Me Knocking – legendärer Groove im langen Jam
  6. Sticky Fingers (Album, 1971) – fast komplett mit Billy Preston
  7. Black And Blue das 76er Album mit Memory Motel und Melodie – grandios

1. Er festigte sie als Live-Band. Billy Preston war für die Rolling Stones wichtig!

1969 waren die Stones:

  • technisch nicht immer tight
  • rhythmisch zum Teil wackelig
  • Soul noch ein Fremdwort

🎹 Preston stabilisierte alles:

  • klarer Groove
  • präzise Einsätze
  • musikalische Führung ohne Ego

2. Er brachte Soul & Funk hinein

Vor Preston:

  • Blues & Rock
  • Rock „n“ Roll
  • Country (Einflüsse)

Mit Preston:

  • Gospel
  • Funk
  • Disco

➡️ Ohne ihn wären Sticky Fingers/Black And Blue und spätere Funk/Disco Einflüsse kaum denkbar. Er half mit die „Glimmer Twins“ weiter zu entwickeln! Ende der 70iger ging man wieder eigene Wege. Es war auch nie ein Thema ihn als festes Mitglied aufzunehmen. Billy Preston wandte sich in den 80iger immer mehr dem „seichten“ Pop/ Soul zu und die Rolling Stones erfanden quasi den Stadion Rock, wo man mehr auf Effekthascherei und Kommerz setzte! Neben den Musikern waren noch gefühlt mindestens 4-6 Begleitmusiker auf der Bühne. Ich glaube in dieser Zeit erfand man für sie den Slogan „die grösste Rock „n“ Roll Band auf der Welt“. Das gilt im übrigen bis heute!

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Musiker: Billy Preston, Songwriter und 🎤

Instrument: Tastenspieler

Hat Unterstützt: Beatles, Rolling Stones, Eric Clapton

Studio Tonträger (eigene): 21

Tonträger Live: 2

Billboard USA: 2 Songs Nr.1 Hits

Classic Rock, Soul, Funk, Unterstützung ChatGBT

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