Mick Jagger / Wandering Spirit / 1993
März 18, 2026 CD-Rezension
Sein Solo-Studioalbum Nr.3 Wandering Spirit, ist das erfolgreichste von Mick Jagger. In künstlerischer Hinsicht ist dem Frontmann von den Rolling Stones ein hervorragendes Rockalbum gelungen, wo verschiedene Stilarten ihren Platz finden. Der Sänger ist bis heute bekannt dafür, sich den modernen und zeitgenössischen Trends nicht zu verschliessen. Wo sein Kumpel Keith Richards bei seinen Solo Ausflügen auf den traditionellen Blues und Rock setzt, ist bei Sir Mick Jagger die musikalische Vielfalt ein wichtiger Bestandteil im „Ausleben“ seiner musikalischen Ideen. So gesehen sind die 14 Titel auf dem Tonträger Compact Disc abwechslungsreich, ohne aber den berühmten roten Faden zu verlieren!
Der Starter mit Wired All Night ist ein starker Rocksong. Dieser bei jedem Stones Album ab den 90er, seinen Platz gefunden hätte. Sweet Thing ist dann phantastisch anzuhören. Der Song ist ein musikalisch süffiger Cocktail aus Funk und Rock. Der Song hat alles, um die Tanzflächen richtig voll zu machen. Toller Rhythmus und sein famoser Gesang veredeln mit dem eingeschobenen Saxophon diesen Song vollends – grandios! Out Of Focus hat dann Gospel Feeling auszuweisen. Ein sehr stimmiger Song. Mit Don‘t Tear Me Up geht es in die nächste Runde. Der Song geht in Richtung Ballade. Langsamer stimmiger Aufbau, bis dann eine Steigerung erfolgt, die dem Song so einen Spannungsbogen gibt. Es ist ein harmonischer Song mit gut eingesetzter Gitarre. Put Me In The Trasch ist ein moderner Song, dieser ordentlich rockt. Der Chorus ist aber ein bisschen banal ausgefallen. Use Me beginnt mit einprägsamen Jazz Linien. Ein raffinierter Song, wo wieder das Saxophon toll eingesetzt wird. Es ist ein ganz starker Song.
Evening Gown ist eine lockere Country Nummer im modernen Gewand. Mit Mother Of A Men rockt es dann gehörig nach vorne. Gitarren die richtig „kratzen“ und der eingesetzten Mundharmonika des Protagonisten, die diesen tollen Song veredeln. Mit Think geht es „flott“ weiter. Da ist das Gebotene dann wieder eher durchschnittlich. Wir hören da wieder viel Saxophon. Der Titelgeber des Tonträgers Wandering Spirit ist ein toller Song mit Südstaaten Flair. Hang On To The Night ist eine typische Jagger Ballade. Das konnte er schon besser, ohne aber den Song schlecht reden zu wollen. Das „zwingende“ fehlt irgendwie, trotz der eingesetzten Mundharmonika. I‘ve Been Lonley For So Long bleibt irgendwie im Startloch stecken! Ein bescheidener Song, mehr definitiv nicht. Da hat dann Angel In My Heart ein anderes Kaliber auszuweisen. Tolle Ballade mit dramatischen Touch, unterstützt von Streichern – toller Song. Der Abschluss bildet dann Handsome Molly. Ein traditionelles US-Volkslied mit Geige. Textlich geht es um einen Mann in Wehmut, da seine Geliebte in verlassen hat. Mick Jagger singt das eindrucksvoll. Es ist der einzige Song auf diesem Tonträger, der ein bisschen wie ein Fremdkörper wirkt. Die Songs nummerieren sich wie folgt auf diesem Tonträger:
CD
Wired All Night, Sweet Thing, Out Of Focus, Don’t Tear Me Up, Put Me In The Trash, Use Me, Evening Gown, Mother Of A Man, Think, Wandering Spirit, Hang On To Me Tonight, I’ve Been Lonley For So Long, Angel In My Heart, Handsome Molly
Hätte man sich auf max. 10-12 Songs beschränkt, ja dann wäre es ein aussergewöhnliches🔝Album geworden. So mit dieser Überlänge, ist es aber immer noch ein sehr gutes Album mit einigen ganz starken Songs. Hervorragende Studiomusiker unterstützten den Aufnahmeprozess. Die gespielte Mundharmonika ist dem Stones Sänger vorbehalten. Was sagte schon Keith Richards, viele wissen gar nicht wie hervorragend dieser das Blasinstrument beherrscht! Das Album produziert hat im übrigen kein geringerer als Rick Rubin mit der Unterstützung von Mick Jagger. Ja, da kann natürlich wenig schief gehen, bei so viel Kompetenz an den Regeln. Der Klang der CD ist hervorragend und tut gut für die Ohren. Der tolle Tonträger ist schwer im Format Vinyl zu bekommen. Wenn ja, dann zum „unverschämt“ hohen Preis!
Album: Wandering Spirit
Music Expert:****
Beste Songs: Wird All Night, Sweet Thing, Don’t Tear Me Up, Use Me, Mother Of A Men, Wandering Spirit, Angel In My Heart

Classic Rock
Stichwörter: Classic Rock
Bachman-Turner Overdrive / Four Wheel Drive / 1975
März 9, 2026 CD-Rezension
Ihr Vorgängeralbum Not Fragile hat 1974 in den Charts wie „eine Bombe“ eingeschlagen! Nun war die Erwartungshaltung für das neue Album Four Wheel Drive riesengross. Man konnte die Erwartungen nicht erfüllen, trotz einigen starken Songs. Obwohl einige Songs dem Vorgänger ähneln, überzeugt der Tonträger nicht vollumfänglich. Ich denke die Band wollte eine „Kopie“ ihres Erfolgsalbum erstellen. Bekanntlich sind Originale meistens die bessere Variante! In dieser Angelegenheit muss man der Band attestieren, dass sie immer noch ein sehr gutes Album eingespielt haben. Der Bass von Fred Turner ist immer wieder ein Hörerlebnis. Randy Bachman der Mastermind der Band, steht wie ein Fels in der Brandung. Sein Gitarrenspiel ist exzellent und passend zu Blair Thornton, dieser ebenfalls für die Gitarrenlinien zuständig ist. Hinter der „Schiessbude“ hält Robbie Bachman (Bruder von Randy B.) alles zusammen.
Der Starter mit dem Namensgeber des Album Four Wheel Drive ist gelungen. Ein richtig knackiger Rock Song mit gutem Rhythmus und Gitarren, die so richtig ziehen – toll. Song Nr. 2 Sh‘s A Devil fängt langsam an und steigert sich vom Rhythmus her zu einem sehr harten Song.🔝Gitarren und ein Refrain der sitzen bleibt, so lässt sich der Song beschreiben. Der kommende Titel Hey You ist dann flockig gehalten mit einer guten Melodie, die in die Ohren geht. Die Single ging in🇨🇦auf Platz 1 und beim Nachbarn auf Platz 21. Somit ein grosser Erfolg mit Nachklang. Mit dem Kracher Flat Broken Love, legten die Kanadier einen richtig knackigen Song auf die Bretter. Das Gebotene erinnert stark an Not Fragile und das ist wahrlich eine fantastische Referenz! Ich muss sagen, diese ersten 4 Tracks hätten auch auf ihrem Vorgänger Album bestanden. She‘s Keepin‘ Time ist dann ebenfalls noch richtig gut. Wieder diese druckvollen Gitarren. Quik Change Artist ist ein mittelmässiger Song aber immer noch ziemlich druckvoll gespielt. Bei Lowland Fling überzeugt nur der Anfang, bis dann eine eher belanglose Songstruktur den Song definitiv ins Mittelmass absinken lässt. Da können auch die überzeugenden Gitarren nicht mehr viel retten! Der Abschluss mit Don‘t Let The Blues Get You Down zieht dann die Schraube wieder an, ohne aber das gewisse Etwas für sich in Anspruch zu nehmen. Die Songs nummerieren sich wie folgt auf der Disc:
Disc:
Four Wheel Drive, She‘s A Devil, Hey You, Flat Broken Love, She‘s Keepin‘ Time, Quik Change Artist Lowland Fling, Don‘t Let The Blues Get You Down
Es ist irgendwie schon „gemein“ dieses Album im direkten Vergleich mit Not Fragile zu bewerten. Wenn man aber so ein Hammer Album wie der Vorgänger eingespielt hat, muss man als Band mit solchen Vergleichen damit Leben. Betrachtet man Four Wheel Drive völlig „losgelöst“, ja dann kann es nur ein Fazit geben. Das vorliegende Album ist ein🔝Album. Mit dem nächsten Album Head On, waren sie noch einen Tick besser als das hiesige Album. Erst ab Freeyways wurden dann die Alben so richtig mittelmässig! Die ersten 5 Alben der Band sind Pflichtkauf, sofern man mit Classic Rock was anfangen kann.
Album: Four Wheel Drive
Music Expert:****
Beste Songs: Four Wheel Drive, She‘s A Devil, Hey You, Flat Broken Love, She‘s Keepin‘Time

Classic Rock
Stichwörter: Classic Rock
Ratt / Invasion Of Your Privacy / 1985
März 7, 2026 CD-Rezension
Die Band Ratt aus Kalifornien war in den 80iger eine feste Grösse im Bereich Glam Metal/Hard Rock. Dokken und Mötley Crüe waren ihre bekanntesten Mitstreiter in diesem Genre, wo extravagante Bekleidung und toupierte Haarpracht ein wichtiger Bestandteil bei Live Auftritten fast schon Voraussetzung waren. Die Band aber nur auf ihr Outfit zu reduzieren wäre unfair. He, es war eben diese Zeit und der bekannteste Vertreter Kiss, machten das schon seit den 70iger. Und ja, MTV war mit seinen Musikvideos ein wichtiger Bestandteil für Musikgruppen in den 80iger. Musikalisch hatte Ratt einiges vorzuweisen. Eingängiger Glam Rock war ihr Markenzeichen. Ihr Sound war druckvoll und nicht nur der Effekthascherei geschuldet. Sie wussten genau, wie man die „Kids“ in dieser Zeit abholen konnte. Textlich bediente man sich bei den üblichen Themen in diesem Genre. Keine tief gehende Texte wurden in ihrem Liedergut angepriesen. Es waren Themen was einem so als junger Mann/Frau eben so bewegte. Ihr Tonträger Invasion Of Your Privacy ging in🇺🇸auf Platz 7! Kommerziell konnte die Band grosse Erfolge verbuchen.
Ja es ist ein starkes Album. Die 10 Songs gehen geschmeidig ins Ohr. Sie sind durchgängig hörbar und einige Songs sind „sau gut“ anzuhören und das 41(!) Jahre später! Das spricht definitiv für den Sound. Man hatte den richtigen Sound zur richtigen Zeit. Die Songs nummerieren sich wie folgt auf der Compact Disc:
CD
You‘re In Love, Never Use Love, Lay It Down, Give It All, Closer To My Heart, Between The Eyes, What You Give Is What You Get, Got Me On The Line, You Should Know By Now, Dangerous But Worth The Risk
Man muss auch zugeben, dass sich bei den Songs alles ein bisschen ähnelt aber wenn es gut gemacht ist, wer stört sich daran? Sie hatten noch mindestens 2 andere🔝Alben auszuweisen. Out of The Cellar und Reace For The Sky. Auch die übrigen Tonträger sind nicht ohne und können angetestet werden.
Besetzung: Robbin Crosby (g), Stephen Pearcy (v), Warren De Martini (g), Juan Croucier (b), Bobby (Blotz) Blotzer (d)
Album: Invasion Of Your Privacy
Music Expert:****1/2
Beste Songs: You‘re In Love, Never Use Love, Give It All, Closerb To My Heart, What You Give Is What You Get

Glam Metal
Thunder / Bang / 2008
März 5, 2026 CD-Rezension, Rezension
Als die Alben von Deep Purple in den 90er immer belangloser wurden, setzten viele auf die Hard Rocker Thunder. Diese ebenfalls aus England kommend, hatten bereits in den frühen 90iger beachtliche Erfolge auf der Insel und vielen Länder in Europa. Die Amerikaner waren nur bedingt empfänglich für ihren knackigen Sound. In regelmässigen Abständen, erstellten die sympathischen Jungs durchgehend🔝Tonträger. Das schlicht betitelte Album Bang aus dem Jahr 2008 ist guter Rock „Stoff“ mit Songs, die immer mit einer feinen Melodie in Eintracht stehen. Die knallharten Hard Rocker waren die Mannen um Luke Morley und Danny Bowes eh nie. Ihre Ausrichtung kann man bei Rock bis Rock Hard zuordnen. Eine schmissige Ballade ist ihnen auch nichtDie Band hat erstklassige Alben auszuweisen. Bang ist zweifelsohne gut, kommt aber nicht unter ihre 🔝5 Alben heran.
Der Starter On The Radio ist ein eingängiger Song, dieser sofort in den Gehörgängen sitzen bleibt. Nicht spektakulär aber einfach gut gemacht. Song Nr.2 Stormwater geht im Prinzip in die gleiche Richtung ohne aber Akzente zu setzen. Da ist dann Carol Ann spannender anzuhören. Schöner Aufbau mit der akustischen Gitarre, bis dann der Chorus übernimmt. Retribution hat ein gutes Feeling und kann als Halbballade durchgehen und überzeugen. Der Song erzielt gute Stimmung. Candy Man rockt dann wieder ganz ordentlich. Nicht besonders einfallsreich aber immer noch knapp über den Durchschnitt. Mit Have Mercy geht die Band wieder auf den Pfad des atmosphärischen Sounds. Gute Struktur durch den ganzen Song mit einer Steigerung durch Tempo, machen den Song spannend. Watching Over You ist dann ein Song mit schöner Melodie, getragen von der tollen Stimme von Danny Bowes. Der Song Miracle Man fängt mit einem „Killer“ Gitarren Riff von Luke Morley an und überzeugt voll und ganz. Es ist der härteste Song auf diesem Album! Davon hätte ich mir mehr gewünscht! Turn Leeft To California ist ein geiler Song. Folkig und von einer Rockstuktur getragen, überzeugt der Song auf der ganzen Linie. Sack starkes Klangbild! Love Sucks fällt dann ab im Vergleich zum Vorgänger Track deutlich ab. Nicht schlecht gemacht aber auch nicht wirklich zwingend. One Bullet ist dann eine feine Ballade mit tollen Gitarren und einer intimen Stimmung, die einfach fantastisch rüberkommt. Honey macht dann den Abspann auf diesem Tonträger. Ganz okay der Song, mehr dann aber doch nicht, obwohl er ordentlich rockt. So endet das Album ganz passabel.
CD
One The Radio, Stormwater, Carol Ann, Retribution, Candy Man, Have Mercy, Watching Over You, Miracle Man, Turn Leeft At California, Love Sucks, One Bullet, Honey
Die Band legte immer wieder mal eine Pause ein, die letzte bedingt durch die Krankheit ihres Sängers. Ihre Tonträger sind bestens zu empfehlen. Auch wenn dieser hier nicht als Referenzalbum in ihrem Backatalog steht. Trotzdem, es ist immer noch ein hörenswertes Album. Ihr Sänger hat eine markante und unglaublich gute Stimme. Luke Morley ist ein wirklich guter Gitarrist. Die Rhythmus Abteilung spielt tight auf den Punk. Man merkt die Band ist in all den Jahren gewachsen und ist nicht nur per Zufall bis heute zusammen. Alle Tonträger der Band sind auch in Form von Vinyl erhältlich! Wertig erstellt und das Vinyl in Farbe! So macht es Spass!
Album: Bang
Music Expert:****
Beste Songs: One The Radio, Carol Ann, Have Mercy, Miracle Man, Turn Left At California, One Bullet

Classic Rock
Deep Purple / Live In Europa 1993 / Schleyer Halle / At The Nec
März 3, 2026 CD-Rezension, Rezension
Von den Hard Rock Legende Deep Purple gibt es inzwischen unzählige Live Alben! Als nicht Fan ist eigentlich nur ihr Machwerk Live In Japan aus dem Jahr 1972 zwingend. Wenn man noch spätere Live Einblicke sein Eigen nennen will, kommt es darauf an, welche Besetzung man bevorzugt. Ich empfehle die Box Live 1993, weil da 2 Konzerte an verschiedenen Orten in Europa in einer adretten CD Box zusammen gefasst sind – beide aus dem Jahr 1993. Die grossartigen Konzerte sind in der „Mkll“ Originalbesetzung eingespielt worden und können klangtechnisch bestens überzeugen. Der Sound drückt so richtig aus den Boxen. Das Zusammenspiel ist grossartig. Spannend auch, weil die Alben Perfect Strangers, House Of Blue Light und The Battles Rages On abgebildet werden. Und ja, es sind wenn ich mich nicht irre, so ziemlich die letzten Konzerte von und mit Ritchie Blackmore! An der Gitarre ein Genie, menschlich ein…….! Kenner wissen sicher, was ich da meine. Bei den zwei vollständigen Konzerte ist auf jeden Fall die Schleyerhalle in Stuttgart zu bevorzugen, obwohl natürlich auch das Birmingham-Konzert nicht zu verachten ist. Das Konzert in England gibt es im übrigen auch im Format DVD und da sind ernsthafte Spannungen schon augenfällig auszumachen! Blackmore➡️Gillan!
Musikalische Highlights bei diesen Konzerten gibt es einige! Perfect Strangers, Knocking At Your Back Door, Anyone‘s Daughter, Anya, The Battels Rage On, A Twist In The Tale und natürlich die üblichen Verdächtigen. Wenn er will der Ritchie Blackmore, dann ist er natürlich eine ganz grosse Nummer. Als Beispiel sei mal der Track Anya genannt. Bei diesem mystischen Song zaubert er auf seiner weissen Fender unglaublich schöne Gitarrenlinien – magisch! Ein wirklich genialer Song. Wenn er nicht will, kann es schon mal vorkommen, dass er auf der Bühne lieber seine Abneigung gegenüber Ian Gillan offen zeigt, als Smoke On The Water anständig zu spielen. Ja, er ist eben ein sonderbarer Zeitgenosse. Diese tollen Live Auftritte sind in der Besetzung Roger Glover (b), Ritchie Blackmore (g), Jon Lord (k), Ian Gillan (v) und Ian Paice (d) eingespielt worden. Für die meisten und auch für mich die beste Besetzung von Deep Purple. Hat schon etwas magisches, wenn die Herren störfrei ihre individuelle Klasse zum Besten geben! Verteilt auf die 2 Konzerte verteilen sich die Songs wie folgt:
CD Schleyerhalle Stuttgart, 16.10.93
Disc 1: Highway Star, Black Night, Talk About Love, A Twist In The Tale, The Mule, Beethoven‘s Ninth, Knocking At Your Back Door, Anyone‘s Dsughter, Child In Time, Anya, Disc: 2, The Battle Rages On, Lazy, In The Hall Of The Mountain King, Space Truckin‘, Woman From Tokyo, Paint It Black, Speed King, Hush, Smoke On The Water
CD Nec Birmingham, 9.11.93
Disc: 3 Highway Star, Black Night, Talk About Love, A Twist In The Tale, Prefect Strangers, Beethoven: John’s Keyboard Solo, Knocking At Your Back Door, Anyone’s Daughter, Disc 4: Child In Time, Anya, The Battle Rages On, Lazy, Drum Solo, Space Truckin‘, Woman From Tokyo, Paint It Black, Hush, Smoke On The Water
Eigentlich traurig, dass nach 1993 die Band nie mehr in dieser Besetzung existierte. Bekanntlich entfernte sich Ritchie Blackmore immer mehr der Rockmusik. Sein neues Betätigungsfeld ist bis heute eine folkloristische, mittelalterliche Musik mit Renaissance-Einflüssen! Schön, wer da Gefallen daran findet, ich finde es „gruselig“, wenn man dann noch die Verkleidungen auf der Bühne sieht…! Deep Purple verkraftete den Abgang ihres Gitarristen und macht bis heute im überschaubaren Zeitfenster Alben. Mal schlechtere, mal bessere! Ihr letzter Tonträger aus dem Jahr 2024 war grossartig! Der neue Gitarrist Simon McBridge (Ersatz für Steve Morse 1994-2022) ist eine ausgezeichnete Wahl. Er bringt wieder mehr das Element Hard Rock in das Gesamtpaket Deep Purple – gut so!
Album: Live In Europa 1993 Stuttgart/Birmingham
Music Expert:*****
Bevorzugtes Konzert: Schleyerhalle Stuttgart

Hard Rock
Victory / Don‘t Get Mad – Get Even / 1986
März 1, 2026 CD-Rezension
Es gab nicht nur die weltweit bekannten Scorpions aus Deutschland, die den Hard Rock Made in Germany in den 80iger populär machten. Ebenso konnte auch die Band Victory mit einigen Alben brillieren. Nur schafften diese leider den internationalen Durchbruch nicht! Ihr zweites Album Don‘t Get Mad Get Even aus dem Jahr 1986, bediente eigentlich alle Klischees, um so richtig durchzustarten. Toll gespielter Hard Rock, nie zu hart und immer das Gespür für eine gute👂Melodie. Das Album ist mit seinen 10 Songs durchgängig gut anzuhören.
Schon der Starter mit Namen Check‘s In The Mail ist sehr guter Stoff für die Hard Rock Fraktion. Der Song bleibt mit seinem Refrain sofort in den Gehörgängen sitzen. Are You Ready „ballert“ dann gekonnt aus den Boxen. Not Me schwächelt ein wenig und ist im Vergleich zu seinen zwei vorherigen Tracks klar hinten anzusiedeln. Arsonist Of The Heart kommt dann wieder richtig gut in die Gänge. Der Song hat einen tollen Aufbau und einen Spannungsbogen, der zu gefallen weiss. Es ist ein toller Song. Mit Hit And The Run setzt die Band dann eine Schippe Härte drauf. Passt, denn die Melodie prägt den Song und der Chorus gefällt. Die Gitarren „braten“ so richtig – toller Song. Bei She‘s Back geht es dann im ähnlich gehabten Stil weiter, nur ist es diesmal ein knapp durchschnittlicher Song. Da bleibt nichts hängen. Turn It Up ist dann wieder ein ganz anderes Kaliber. Hart und mit gutem Refrain ausgestattet. Titel Nr.8 mit Namen Seven Days Without You Make One Week ist dann ein bisschen sperrig und so ohne grossen Wiedererkennungswert. Sneaking Out ist richtig spannend anzuhören. Die Eröffnung mit der🎸ist geil. Es ist ein toller Song. Trotz angezogener Handbremse „haut“ er voll rein. Der Abschluss bildet dann Running Wild. Wieder mit viel Dampf gespielt. Eingängig und mit „ziehenden“ Gitarren beendet die Band ein starkes und kompaktes Album. Die Songs nummerieren sich wie folgt:
CD
Check‘s In The Mail, Are You Ready, Not Me, Arsonist Of The Heart, Hit And The Run, She‘s Back, Turn It Up, Seven Days Without You Make One Weak, Sneaking Out, Running Wild
Die Band beheimatet im übrigen wie ihre grossen musikalischen Brüder, ebenfalls in Hannover! Die City scheint ein richtig gutes Hard Rock Pflaster zu schein. Ihr Sänger Charlie Huhn ist in der Nachbetrachtung international ihr bekanntester Musiker. Nach der Band Victory, hatte er noch Stationen bei Ted Nugent, Humble Pie und den Boogie Rockern Foghat. Der Kerl ist nicht nur ein guter Sänger und ja, an der Gitarre kann er ebenfalls überzeugen. Bleibt noch die Frage, wieso hat die Band Victory nie den ganz grossen Durchbruch geschafft? Meiner Meinung nach waren die vielen Wechsel am🎤nicht förderlich für eine wichtige Konstanz. Auch beim übrigen Personal geizte man nicht mit Besetzungswechsel. Das „killt“ natürlich jede langfristige Identifikation mit einer Band. Und dann noch eine Binsenwahrheit! Man muss auch Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wer auf guten Hard Rock steht, sollte unbedingt mal einige Alben der Band anhören. Die Vinyl Scheiben sind zumindest für die zwei ersten Alben schwer zu erwerben. Da werden inzwischen hohe Preise verlangt!
Album: Don‘t Get Mad Get Even
Music Expert:****
Beste Songs: Check‘s In The Mail, Are You Ready, Hit And Run, Turn It Up, Sneaking Out

Hard Rock
Stichwörter: Hard Rock
David Bowie / Let‘s Dance / 1983
Feb. 17, 2026 CD-Rezension
Ich behaupte mal für alle die mit David Bowie nichts anfangen können, ist dieses Werk sein zugänglichstes! Ja, ich bekenne mich auch zu denen, die beim Meister der verschiedenartigsten Alben nur schwer den „Schlüssel“ für seine Musik findet. Let‘s Dance das 83er Album ist natürlich ein tolles Zeitdokument und eine Ausnahme. Das Album ist ein sehr gutes Pop Album. Sehr zugänglich und dem damaligen Zeitgeist geschuldet. Aus kommerzieller Sicht war der Tonträger extrem erfolgreich. Der Song Let‘s Dance war ein Nr.1 Single Hit (US-Billboard) und nicht wegzudenken bei den angesagten Tanzflächen. Der Starter mit Modern Love ist schon sehr geglückt und zeigt, wo die musikalische Reise hingeht. Synth-Pop hiess das damalige Zauberwort! Bands wie Depeche Mode, New Order, Prince und Euriythmics waren total angesagt. Disco war 1983 bereits „Schnee von gestern“, angesagt war nun der kühle Synth-Pop!
Der heimliche Star auf diesem Album ist aber China Girl. Der „pumpende“ Song mit fernöstlichen Einschlag, schafft ab der ersten Sekunde ein unglaublich tolles Klangerlebnis. Der hypnotische Rhythmus schafft Raum und Atmosphäre. Der schmachtende Gesang von David Bowie rundet den Song toll ab – Platz 10 US Billboard. Whithou You ist dann richtig „schwülstig“ anzuhören, passt aber auf diesen Tonträger und zu den anderen Songs. Das gilt auch für das heterogene Ricochet. Next Stop ist dann Criminal World – toller Song. In der Struktur ähnlichwie China Girl aufgebaut. Die eingesetzten Gitarren machen den Song richtig stark. Generell ist zu sagen, dass auch die Saxophon Passagen bei einigen Tracks songdienlich eingesetzt worden sind. Cat People (Putting Out Fire) ist richtig gut und die Gitarre unterstützt den Song vorzüglich. Shake It bildet den Abschluss ohne an die besten Songs heranzukommen.
CD
Modern Love, China Girl, Let’s Dance, Without You, Ricochet, Criminal World, Cat People (Putting Out Fire) Shake It
Mit dem bekannten Produzent Nil Rodgers (Gruppe Chic Mitglied) hat David Bowie ein „goldenes Händchen“ bewiesen! Genau der richtige Mann, zur richtigen Zeit! Es passte einfach alles zusammen im Jahr 1983. Und jetzt noch ein Knaller! Stevie Ray Vaughan der Blues Rock Gitarrist aus Texas, spielte bei diesem Album bei 6 Tracks die Lead Gitarre. In dieser Zeit noch nicht ganz so bekannt, setzte er Akzente bei Let’s Dance und China Girl. Ja das kann man auch gut hören. Eine geniale Idee von Nil Rodgers, den Gitarristen bei diesen eher kühlen Songs so einzusetzen. Insgesamt ein tolles Album, wo sich der Protagonist wieder mal selbst neu erfunden hat. Am richtigen Ort, der richtige Sound, ja dann funktioniert es wie geschmiert. Es ist bis heute das kommerziell erfolgreichste Album von David Bowie. Die 2 Singles Let’s Dance und China Girl waren natürlich der Schlüssel für den Erfolg dieses Albums.
Album: Let’s Dance
Music Expert:****1/2
Beste Songs: Modern Love, China Girl, Let’s Dance, Criminal World, Cat People (Putting Out Fire)

Pop
Stichwörter: Pop
Coney Hatch / Outa Hand / 1983
Feb. 14, 2026 CD-Rezension
Das Album Nr.2 der Band aus🇨🇦ist ein astreines Hard Rock Album der 80iger. Wir hören da eingängige Songs mit einem angenehmen Härtegrad. Die Songs gehen gut ins👂und hinterlassen ein gutes Gefühl. Klar gab es in der damaligen MTV Zeit fast schon unzählige solche Bands! Trotzdem konnten Coney Hatch einige Erfolge in Nordamerika für sich verbuchen. In Europa Fehlanzeige. Insgesamt konnte die Band 4 Studioalben einspielen. Wie ich gesehen habe, ziert noch ein live Album den Backkatalog der Band aus Kanada. Wieso sich der ganz grosse Durchbruch nicht realisieren liess, ist vielleicht auf die Tatsache zu schliessen, dass ihnen kein Single Hit gelang. Ebenfalls kann man den Kritikern nicht absprechen, dass ihr Sound einen „Gleichstrom“ Klang anhaftet und so wenig nachhaltiges in Erinnerung bleibt!
Für Hard Rocker sind die Songs vermutlich zu Handzahm und für „normale“ Rocker eine Brise zu hart. Ich finde die Gitarren ziehen ordentlich. Das Songwriting passt und die Themen die üblichen Geschichten über die Liebe und das Leben. Songs wie der Eröffner Don‘t Say Make, Too Feel The Feeling Again oder Fallen Angel packen ordentlich zu. Ebenfalls ist Music Of The Night sehr gutes 80iger Futter. Es fällt kein Song unter den Raster. Das ganze wirkt kompakt. Die 3 zusätzlichen Bonus Tracks fügen sich nahtlos zu den bestehenden Songs ein. Die Aufnahmen sind gut „gealtert“ und laden für ein nostalgisches reinhören allemal ein. Auch aus rein technischer Sicht, kann durch das🔝 Remastering ein klangtechnisch sehr guter Sound abgespielt werden. Die insgesamt 12 Songs sind wie folgt gelistet:
CD
Don‘t Stay Make Me, Shake It, First Time For Everything, Some Like It Hot, To Feel The Feeling Again, Too Far Gone, Love Games, Falken Angel, Music Of The Night, Bonus: Nobody Gives You, Your Kinda Love, Fly One
Die 3 Tonträger sind nicht ganz einfach zu bekommen. Inzwischen gibt es die Collectors Edition Remastered & Reloaded Compact Disc. Wer gut hörbaren Hard Rock hören will, ohne „Ohrenläuten“, sollte diese Band unbedingt mal antesten. Auch die anderen 2 Studio Tonträger sind auf gleichem Niveau und hörenswert. Wer weiss, vielleicht habt ihr dann einen neuen Favoriten in diesem Genre! Lasst es mich wissen.
Mitglieder: Carl Dixon Lead vocals & rhythm guitar, Andy Curran, Lead Vocals & bass, Steve Shelski, Lead guitar & background vocals, Dave Ketchum, Drums & percussion
Band: Coney Hatch
Music Expert:***1/2
Beste Songs: Don‘t Say Make Me, Shake It, Too Feel The Feeling Again, Music Of The Night, Your Kinda Love

Hard Rock
Stichwörter: Hard-Rock
Eagles / Their Greatest Hits / 1971 -1975
Feb. 6, 2026 CD-Rezension
Unglaublich aber wahr‼️Diese Album wurde weltweit über 40 Millionen mal verkauft und ist immer in den🔝5 der meist verkauften Alben aller Zeiten. Man bedenke, dass das Jahrhundert Album Hotel California von der Band noch gar nicht erschienen war. In Anbetracht dieser Tatsache, erstaunt das Ranking dieses Tonträger um so mehr. Die 10 ausgesuchten Songs sind sozusagen der Soundtrack des Lebens für ganz viele Musikliebhaber. Zweitrangig ob Eagels Fan oder nur Gelegenheitshörer. Man kennt die Songs. Jeder hat vermutliche seine ganz persönliche Geschichte dazu. Da muss man keinen Zugang zu den Songs finden, denn ab dem ersten Ton ist man in diesen lockeren, schönen und prägenden Melodien gerne ein👂Empfänger. Die Songs haben eine Leichtigkeit, die sich einfach angenehm anhören und für unsere Seele gut tun! Die Melodien sitzen und bleiben im Langzeitgedächtnis.
Take It Easy ihr erster Single Erfolg, kennen wohl alle. Der Song ist bis heute „Radiofutter“ in jedem anständigen Classic Rock Radiosender. Der Songtitel ist bis heute in der Sprachkultur ein oft verwendeter gängiger Satz. Witchy Woman ist dann ein treibender Rocksong mit tollen Gitarren. Next Stop Lyin‘ Eyes. Ein schöner Slow Song mit sitzenden Harmonien. Glenn Frey hat einfach eine wunderbare Stimme. Already Gone kann dann wieder als guter Rocksong abgebucht werden. Desperado ist ein schöner und toller Song, dieser ist ein fester Bestandteil im live Repertoire der Band bis heute! Auch da toll gesungen, diesmal von Don Henley. Der Song One Of These Nights ist einer ihrer absoluten 🔝Songs. Die 🎸Eröffnung ist einfach unglaublich prägend. Feeling pur durch den ganzen Song. Tequilia Sunrise ist ein „Schmachtfetzen“ mit einer tollen Melodie. Mit Take It To The Limit hat die Band einen weiteren🔝Song auf Lager. Die Gesangsharmonie ist grandios. Randy Meisner singt einfach unbeschreiblich schön. Die zwei abschliessenden Tracks mit Namen Peacful, Easy Feeling und Best Of My Love runden diese Greatest Hits vorzüglich ab. Beide Songs bewegen sich auf hohem Niveau. Verteilt auf der 24 KT Gold Compact Disc listen sich die Songs wie folgt:
CD
Take It Easy, Witchy Woman, Lyin Eyes, Alteady Gone, Desperado, One Of These Nights, Tequilia Sunrise, Take It To The Limit, Peaceful, Easy Feeling, Best Of My Love
Es ist eine sehr stimmige Zusammenstellung, diese die ersten 4 Alben und die Jahre 1971 – 1975 abdecken. Jeder Protagonist der Band, konnte durch seine Stimme zu💯% überzeugen. Soll heissen, jeder überzeugt, ob Solo oder im Verbund mit den anderen Stimmen. Welche Band kann das für sich in Anspruch nehmen – ganz wenige! Glenn Frey, Don Henley, Bernie Leadon und Randy Meissner haben Songs eingespielt, die einfach zeitlos schön sind und Generationen übergreifend immer wieder gehört werden. Über 40 Millionen Erdenbürger können wohl kaum irren!
Album: Their Greatest Hits
Music Expert:****
Beste Songs: Take It Easy, Witchy Woman, Lyin’ Eyse, Desperado, One Of These Nights, Take It To The Limit

Classic Rock
Stichwörter: Classic Rock
Nazareth / Best Of / 2026
Feb. 2, 2026 CD-Rezension
Bei Best Of Veröffentlichungen ist das immer so eine Sache! Je länger die Band im Geschäft ist, um so schwieriger die Auswahl. Welche Dekade will man abdecken, welche wichtigen Songs sollen es sein. Wer legt eigentlich fest, welches wirklich die besten Songs sind? Alles wichtige Fragen, die dann bei der der Zusammenstellung nicht immer befriedigend umgesetzt werden. Wer die Rechte besitzt, bestimmt eben. Bei der schottischen Band Nazareth gibt es bereits einige Best Of, wieso schon wieder eine, ist dem Geheimnis des Label geschuldet. Nimmt man die 13 Songs unter die Lupe fällt auf, die neueren Tonträger wurden nicht berücksichtigt! Also „alter Wein in neuen Schläuchen?“ Böse gemeint ja aber mit der Anerkennung, dass die bekannten und relevanten Songs ihren Platz auf diesem Tonträger gefunden haben. Na gut, es geht auch um Rechte, sprich Freigaben. Bei häufigen Wechsel der Plattenfirma, ist man bei der Zusammenstellung der Songs eben merklich eingeschränkt.
Klar auch, an gewissen Songs kommt man definitiv nicht vorbei. Songs wie Love Hurts, Dream On und This Flight To Night sind „Pflichtfutter“, auch wenn einem inzwischen vor allem Dream On gehörig „auf den Sack“ geht…! Nichts gegen Balladen aber Nazareth hatten ihre Blütezeit in den frühen 70iger im Genre Hard Rock! Mir persönlich gefällt auch ihre Rock/Pop Phase ganz gut, nur diese ist auf diesem Album praktisch ausgeblendet! Klar, die Geschmäcker sind eben verschieden. Die Songs werden wie folgt gelistet:
CD

Album: Best Of
Music Expert:****
Beste Songs: Love Hurts, This Flight To Night, Morning Dew, Razanamaz, Hair Of The Dog, Holiday, Sunshine

Classic Rock
Stichwörter: Classic Rock