Nazareth / 1971

Das Debut Album von Nazareth ist eines der besseren im Genre Rock! Es hat 2 Klassiker auf diesem Album. Dear John und Morning Dew. Auch sonst kann das Album bestens überzeugen. Ob es das „düstere“ Fat Man ist oder das flockige Country Girl, muss jeder für sich entscheiden. Ebenfalls gehen der Starter Witchdoctor Woman und I Had A Dream gut ins Ohr. Red Light Lady ist dann wieder ein richtiger Knaller. Ein zweiteiliger Song ist es geworden – hart und zart! Auch die restlichen Songs halten ein gutes Niveau. Die schottische Band hatte einen charismatischen Sänger mit Dan McCafferty und mit Manny Charlton einen tollen Gitarristen. Die Rhythmusabteilung mit Pete Agnew am Bass und Darrell Sweet an den Drums war der Garant für ein starkes Fundament. 2 Musiker müssen noch erwähnt werden! Pete York und Dave Stewart bereichern bei 2 Tracks das Album. Klingelts bei den Namen? Die 9 Songs verteilen sich auf dem Vinyl wie folgt:

Side One

Witchdoctor Woman, Dear John, Emthy Arms, Empthy Heart, I Had A Dream, Red Light Lady (parts 1 & 2)

Side Two

Fat Man, Country Girl, Morning Dew, King Is Dead

Der Tonträger ist für die Band der Start für eine in den 70iger erfolgreiche Karriere! Obwohl man bei ihrem Erstling nur bedingt ahnen konnte, dass der weitere musikalische Weg in den Hard Rock münden würde. Das zweite Album war nämlich eher ein Rückschritt, wo man leider ein bisschen orientierungslos zu Werke ging. Weder „Fisch noch Vogel“, um es salopp auszudrücken. Aber ab dem Album Nr.3 Razamanaz, ging die Post dann aber so richtig ab! Lasst mich noch etwas zu der LP/technisches sagen. Es ist ein extrem gutes Remaster und das farbige Vinyl, wie bei allen Neuauflagen von der Band, schlicht und ergreifend fantastisch anzuhören. Da muss ein grosses Lob an Salvo/BGM ausgesprochen werden. Genau so generiert man einen Mehrwert beim Format Vinyl. Wenn der Klang dann noch so knackig und toll ist, muss man einfach die Option Vinyl ziehen!

Album: Nazareth

Music Expert:****

Beste Songs: Witchdoctor Woman, Dear John, Red Light Lady, Fat Man, Country Girl, Morning Dew

Classic Rock

Luther Allison / Let‘s Try It Again / 1989

Luther Allison, einer der Besten seines Faches Live In Berlin. Die Blues Rock Ikone mit einem tollen Blues Rock Feuerwerk. Das eingängige Eröffnungslied mit Namen Serious lässt den Meister langgezogene Gitarrenlinien in diesen „flüssigen“ Song einfügen. Backtrack ist dann ein knackiger Blues Shuffle. Was jetzt folgen sollte ist einer der Höhepunkte an diesem Abend. Let‘s Try It Again ist ein slow Blues Song für die Seele. Atmosphärisch und mit viel Gefühl gespielt, packt der Song den Zuhörer schon ab der ersten Sekunde. Wunderbar passend das Saxophon und die gelegentlich eingesetzten Keyboard Passagen. Die Gitarre „schlängelt“ sich durch den Song, bis dann zum Finale das Gaspedal durchgedrückt wird. Mit 9:27 hat der Song die „richtige“ Länge.

Freedom ist gitarrentechnisch auf hohem Niveau angesiedelt und besticht mit Funk Einschlag und einer getragenen Melodie, wo wieder das Saxophon Akzente setzt. Spannende 7:35 lassen uns aufmerksam zuhören. Life Is Bitch ist Blues Rock pur. Just Memories ist dann ganz nett aber eher blass im direkten Vergleich seiner vorherigen Tracks. Fight besitzt dann ein anderes Kaliber! Frisch und knackig geht es zur Sache. Die raue Stimme von Luther Allison passt bei den knackigen gespielten Blues Rock vorzüglich. Bad News Is Coming nimmt dann Fahrt auf, um die Slow-Blues Fahrt durch die „Blues-Avenue“ im Cabriolet zu geniessen. Wunderbare Passage „mit der Sprechenden Gitarre“ bereichern den Song. Just My Guitar (And Me) schaltet dann wieder die Gänge höher. Ein schnell gespielter Blues Rocker animiert zum mitmachen…! Wer da ruhig sitzen bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen. Now You Got It ist dann richtig „lässig“ funky gespielt. Auch der Song geht in die Beine. Let‘s Have A Little Talk ist ein langsam gespielter Blues. Gediegen führt uns der Protagonist durch den Song. The Dock The Bay beendet den Tonträger, diesmal ohne grosse Aufregung! Die Songs verteilt auf dem Silberling:

Serious, Backtrack, Let‘s Try It Again, Freedom, Life Is A Bitch, Just Memories, Fight, Bad News Is Coming, Just My Guitar (And Me), Now You Got It, Let‘s Have A Little Talk, The Dook The Bay

Es ist eine sehr gute Blues Scheibe die da Luther Allison und seine Band im Jahr 1989 eingespielt haben. Mal gediegen und dem Blues gerecht „langsam“ ins Ziel führend, um dann aber auch Shuffle mässige Blues Rocker „rauszuhauen“…! Zutaten: Gitarren, Keys, Saxophon, Drums und seine raue Stimme. Zwischendurch eine Brise Funk, garantiert ein abwechslungsreiches Live Erlebnis. Leider ist der Silberling nicht remastert! Man merkt es an der geringen Lautstärke. Man muss da am Pegel zünftig drehen, um da ein Live Erlebnis ins Wohnzimmer zu bringen.

Album: Let‘s Try Again Live 89

Music Expert:****

Beste Songs: Serious, Backtrack, Freedom, Let‘s Try It Again, Freedom, Bad News Is Coming, Just My Guitar (And Me)

Blues Rock

Dire Straits / One Every Street / 1991

Das letzte Album von Dire Straits unterscheidet sich ziemlich von den 5 vorherigen Studioalben. Mastermind Mark Knopfler gibt uns da einen Vorgeschmack auf seine kommenden Solowerke. Dieser letzte Tonträger unter dem Banner der Band, ist ein feines Werk geworden. Ruhige Tracks die in Tiefe gehen und einfach grosse Klasse haben. Natürlich hat es die 2 allseits bekannte Songs, diese die „alten“ Fans bedienen. Das mysteriöse Calling Elvis ist einer der besten Songs von Mark Knopfler und seinen Jungs in ihrem Backkatalog. Dieser treibende Beat hat etwas ganz spezielles an sich. Richtig toll und faszinierend anzuhören, wie hypnotisch der Song ins Finish „galoppiert“. Es wird da ganz grosses Kino geboten! Ebenfalls reisst der Track Heavie Full alle Zäune nieder. Der härteste Song auf diesem Album. Die Gitarre treibt den Song voran und lädt ein zum abrocken.

Der Country angehauchte Track When It Comes You mit federleichten Gitarrenspiel ist herrlich. Die Songs wie One Every Street, Planet Of New Orleans und How Long sind einfach toll. Auch die restlichen atmosphärischen Songs bewegen sich alle klar über dem Durchschnitt. Das zum Teil eingesetzte Saxophon oder eine feststellbar leichte Affinität zum Jazz, tut diesem Album gut und macht es abwechslungsreich und spannend. Das Album ist definitiv anders als seine Vorgänger und ich lege mich fest, es ist ein musikalischer Geniestreich! Das Album ist auch extrem gut abgemischt. Verteilt auf 4 Seiten listen sich die Songs wie folgt:

Side One

Calling Elvis, On Every Street, When It Comes To You

Side Two

Fade To Black, The Bug, You And You Friend

Side Three

Heavy Fuel, Iron Hand, Ticket To Heaven

Side Four

My Parties, Planet Of New Orleans, How Long

Der Klang dieses Tonträger ist fantastisch anzuhören. Das Original Master Recording von Mobile Fidelity Sound Lab ist sagenhaft gut gelungen. Die Musik füllt den Raum. Das ist ein Sound zum niederknien. Jeder Ton ein Genuss für die Ohren. Jedes Instrument hat im Mix den richtigen Platz, um sich grandios zu entfalten. Die Stimme von Mark Knopfler kommt so aus den Boxen, als stehe er im Wohnzimmer! Ich kann generell die „Mofi“ Tonträger bestens empfehlen. Hörgenuss pur! Erstaunlicherweise sehen viele Kritiker und Fans dieses Album im musikalischen Ranking der Band auf dem letzten Platz! Sie anerkennen es als ein gut bis sehr gutes Album. Sehen sich aber nach den „alten“ Sound! Ja, ich gebe zu es weicht von den bisherigen Alben schon ab aber ohne Einbusse von Qualität! Die einzelnen Songs sind einfach zu gut, um sich über den leichten Stilwechsel zu beklagen. Es steckt immer noch viel Dire Straits drin! Und he, Weiterentwicklung hat noch nie geschadet! In meinem persönlichen Ranking ist dieser Tonträger auf Platz 3. Knapp vorne liegen noch Brothers in Arm und Love Over Gold.

Album: Ervery Street

Musik Expert:*****

Beste Songs: Calling Elvis, One Every Street, When It Comes To You, The Bug, Heavy Fuel, Planet Of New Orleans

Classic Rock

Fleetwood Mac / LA Forum 1982 / Emotionen, Schweiss und Tränen

Es gibt Konzerte die sind sagenhaft gut, präzise und perfekt! Bei Fleetwood Mac war es im Jahr 1982 in Los Angeles überhaupt nicht so. Das Setlist mit den grandiosen Songs Sisters Of The Moon und Rhiannon war wie gemacht für die grossen Emotionen! Das Konzert hatte so ein ganz spezielles Feeling an diesem Abend. Leidenschaft „siegte“ über einen perfekten Konzertabend. Emotionen, Schweiss und Tränen offenbarten sich schonungslos dem zahlenden Publikum. Wer dabei war, konnte sich glücklich schätzen so etwas zu erleben. Wer das Konzert heute auf DVD (nach) erlebt, kann nur erahnen, wie sich die Stimmung und alles drum herum im Jahr 1982 zugetragen hat. Die Qualität der Konzertaufnahme ist ziemlich schlecht und Bedarf zwingend eine Restaurierung! Bin mir da gar nicht so sicher, ob es überhaupt eine offizielle Veröffentlichung ist!

Bei dem Song Sisters Of The Moon ist Stevie Nicks in ihrem dunkelsten, intensivsten Live Modus. Sie wirkt fast schon beschwörend, ängstlich, manisch und völlig losgelöst. Man muss wissen, dass sie in dieser Zeit ihre beste Freundin aus Jugendzeiten durch eine lange schwere Krankheit verloren hat. Somit war während der Tour ihr „Nervenkostüm“ dünn und emotional höchst empfindsam. Wenn man sich das 82er Konzert und den Song Sisters Of The Moon anschaut/hört, spürt man ab den ersten Takt diesen herzzerreissenden Vibe! Das gilt im übrigen auch für den Song Rhiannon. Die ganze Band war an diesem Abend ganz speziell drauf. Wenn man sich das Konzert ansieht, kann man sich dem Eindruck nicht erwehren, dass auch der „weisse Schnee“ seinen Teil zu diesem hypnotischen Happening beigetragen hat.

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Warum genau diese Versionen von Sisters Of The Moon und Rhiannon so unfassbar hypnotisch ist:

  • 🌑 Die Stimme: rau, gehetzt, manchmal fast schreiend – nicht „schön“, sondern brutal ehrlich.
  • 🥁 Das Tempo: live deutlich aggressiver als im Studio, treibend, nervös, bedrohlich.
  • 🕯️ Die Bühnenpräsenz: Stevie wie in Trance, wehende schwarze Tücher, Blickkontakt ins Nichts – halb Hexe, halb Rock-Göttin. Man sieht Tränen bei ihr. Sie leidet.
  • ⚡ Band am Limit: Das Bandgefüge funktioniert zwar aber alles ist auf „Messers Schneide“und Lindsey Buckingham legt seine raumfüllenden Gitarrenflächen drüber – es fühlt sich gefährlich und bedrohlich an.
  • Die Stimmung ist „kochend“ und verbindet so Publikum und Band.

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Viele Fans sagen völlig zu Recht:

Das ist der Moment, in dem Fleetwood Mac am nächsten am Abgrund klingt. Das Konzert ist rau und nicht so geschmeidig, wie man es sonst von der Band kennt. Mick Fleetwood ihr Drummer und Gründungsmitglied mit „wirren“ Augen, lässt tief blicken…! Christine McVie am Keyboard und Jon McVie am Bass halten den Sound zusammen so gut wie es eben geht. In der Nachbetrachtung ist es ein besonderes Konzerterlebnis. Schweiss, Tränen und Hingabe bis zum letzten Ton, so kann man es beschreiben. Kein „Feinschliff“ Konzert für Ästeten, nein ganz bestimmt nicht. Man fühlt unweigerlich mit dem Gebotenen mit und kann sich dieser hypnotischen Darbietung nicht entziehen. Es muss nicht immer ein perfektes Konzert sein, nein vielmals berühren andere Dinge viel mehr unser Herz! Und ja, dieses Konzert tut es definitiv, zumindest bei mir!

Konzert: Fleetwood Mac

Jahr: 1982

Ort: Los Angeles

Emotionale Songs: Sisters Of Th Moon, Rhiannon

Classic Rock, Unterstützung ChatGBT

Lindsey Buckingham / Law & Order / 1981

Lindsey Buckingham ist bis heute ein „grausam“ unterschätzter Gitarrist! Der Mastermind von Fleetwood Mac erstellte im Jahr 1981 sein erstes Solowerk. Ich nehme es vorweg. Im Backkatalog von dem genialen Gitarristen ist sein erstes Soloalbum zusammen mit seinem Zweitwerk Go Insane ein spezieller Tonträger.

Einige Spielarten die nicht unterschiedlicher sein könnten, vereinen sich bei diesen 11 Tracks. Es ist ein abwechslungsreiches Album geworden. Rock, Pop, Country und Folk Sound, verzahnen sich in Sound-Collagen. Ein Album dieses sich erst nach mehrmaligen Hören erschliesst. Der Starter mit dem „sonderbaren“ Namen Bwana hat durchaus seine Reize. Es hat natürlich Song-Perlen auf diesem Album. Trouble ist ein „kleiner“ Single Hit und geht geschmeidig ins Ohr. Mary Lee Jones ist dann doch ein sehr seichter und knapp durchschnittlicher Song. Anderes Kaliber ist dann I’Tell You Now! Viel Charme versprüht dieser Song. It Was I ist dann richtig anmutig und schön. September Song, Shadow Yof The West und Thst‘s How We Do It In L.A. sind ganz 🆗 mehr aber dann doch nicht. Johnny Stew ist der „härteste“ Song auf dem Setlist und wird mit viel Drive gespielt. Love From Here, Love From Where mit leichtem Country Einfluss hat etwas anmutiges an sich. Der Abschluss mit A Satisfied Mind ist locker folkiger/Country Stoff. Der CD Tonträger und seine Songs wird wie folgt gelistet:

CD

Bwana, Trouble, Mary Lee Jones, I‘ll Tell You Now, It was I, September Song, Schadow Of The West, That‘s How We Do It In L.A., Johnny Stew, Love From Here, Love From There, A Satisfield Mind

Lindsey Buckingham zeichnete sich auch bei weiteren Solotonträger als begabter Musiker aus, wo sein Songwriting und seine 🎸Passagen höchsten Anforderungen gerecht werden. Seine Musik abseits von seiner Stammband Fleetwood Mac, bleibt stets komplex und erfordert meistens mehrere Durchläufe! Er kann aber auch die weniger „kopflastigen“ Sachen spielen! Das Gespür für eine feine Melodie ist ihm nie abhanden gekommen – gut so! Vielschichtig und anspruchsvoll, so kann man seine Songs erklären. Sein Gitarrenspiel ist einzigartig und toll anzuhören. Stimmlich hört er sich angenehm an. Sein Songwriting ist Klasse und nimmt auch ernsthafte Themen an. Definitiv ein unterschätzter Musiker, dieser viel Substanz auszuweisen hat.

Album: Law And Order

Music Expert:***1/2

Beste Songs: Bawana, Trouble, I‘ll Tell You Now, I Was I, Johnny Stew,

Classic Rock

Fleetwood Mac / Mirage / Original Master Recording 2024 / 2 unterschätzte Tracks

Aufgepasst Suchtgefahr! Wie bereits bei dem Fleetwood Mac Album Tango in The Night ausführlich beschrieben. Das Klangerlebnis ist auch bei dieser nummerierte LP Mirage ein hochgradiger Ohrenschmaus. Auch da, eine hochwertige Verarbeitung. Das Cover ist wie ein Buch und „hart wie Stahl“. Klanglich ist der Tonträger in diesem Format eine Offenbarung und ein Sammelstück der besonderen Art!

Musikalisch habe ich dieses Album früher eher „stiefmütterlich“ behandelt, denn es war mir immer zu wenig Rock Anteil dabei ! Nun, inzwischen weiss ich dieses 82er Album zu schätzen. Die Hits wie Gipsy und Hold Me lassen wir mal aussen vor! Es sind 2 andere sagenhaft tolle Songs, die eine eigene Stahlkraft erzeugen! Diese sind:

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Straight Back

Unglaublich intensiv von Stevie Nicks gesungen. Fast schon dramatisch aber nie kitschig. Sie nimmt uns mit auf ihrer Achterbahn der Gefühle – grossartig! Intensiv, lasziv, mystisch hat einen Namen – Stevie Nicks! Ein „grausam“ unterschätzter Song!

Oh Diane

Was für ein Track von Lindsey Buckingham. Der „Nostalgie“ Song erinnert stark an die späten 50er Jahre. Der Song hat eine starke Melodie und geht sofort in die Gehörgange. Mister Buckingham singt vorzüglich. Der Song wurde später dann doch ein kleiner Single Hit!

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Alle Songs gehen gut ins Ohr. Man könnte auch noch gut Eye In The World als unterschätzter Song aufführen, denn auch dieser ist ausgezeichneter Stoff. Klar, Pop hat bei diesem Album die Überhand gegenüber dem Anteil Rock! Dieser Drahtseilakt der Stilvielfalt kann die Band hervorragend. Nach dem eher experimentellen aber genialen Album Tusk, musste Fleetwood Mac liefern. Das Label hatte immer noch die Dollarzeichen vom Multiseller Album Rumours in den Augen…! Man hat kommerziell geliefert! Die wichtigsten Absatzkanäle: US Billboard Platz 1 und UK Platz 4.

Album: Mirage

Unterschätzte Songs: Straight Back, Oh Diane, Eye Of The World

Veröffentlichung: 18.6.1982

Classic Rock

Rory Gallagher / Photofinish / 1978

Auch wieder so ein „grausam“ gutes Ende 70er Album! Rory Gallagher der geniale Blues Rock Gitarrist mit einem seiner härtesten Alben. Zum Teil schnell und wuchtig gespielt, ohne aber sein Gespür für Blues/Folk Linien einfliessen zu lassen. Das Album erzeugt eine ungeheure intensive Wahrnehmung. Zusammen mit seinem Album Top Priority ist die Grenzlinie zum Hard Rock (zumindest bei einigen Titeln) sehr nahe! Ich finde seine zwischenzeitlich begrenzte „Neuausrichtung“ bis heute 🔝und essentiell im Backkatalog des Iren.

Das Album Photofinisch startet mit dem Track Shin Kicker stark. Fast schon „stampfend“ gibt der Song die Marschrichtung für diesen Tonträger vor. Einfach guter Gitarrenrock der zupackt. Brute Force & Ignorance mit diesem knackigen Eröffnungsriff muss man einfach beklatschen. Die Geschwindigkeit ist dosiert auf mehr Rhythmus. Der tolle Song überzeugt uneingeschränkt. Song Nr. 3 mit Namen Cruise On Out geht in die Vollen. Schnell und präzise vorgetragen, lassen die Gitarrenläufe von Rory Gallagher keine Wünsche offen. Mit Coak & Dagger schaltet der Ire in ein atmosphärisch ausgerichteten Modus. Die Gitarrenarbeit ist einfach unglaublich gut anzuhören. Overnight Bag ist eine Perle in Sachen Gesang und Melodieführung. Mit dem Song Shadow Play bekommen wir den ultimativen Stoff. Vermutlich der intensivste und kraftvollste Song des Gitarristen. An Konzerten musste er den immer bringen! Auf der Bühne „drückt“ dieser🎸Gitarrenkracher ohne Ende. Der geniale Song lässt sich live fast schon unendlich dehnen. Melodie, Songwriting und seine Fender werden zu einem ganz grossen Song zusammengeführt. The Mississippi Sheiks ist ein Blues Rock Knaller erster Güte. Der Ire kann es einfach! Ob schnell, langsam oder in der Schnittmenge alles von beiden, er spielt es einfach wunderbar. Mit The Last Independants wird gepowert bis sich die Balken biegen. Wuchtig und schnell bis zum Anschlag gespielt, kann man da einfach nicht ruhig dasitzen. Das verbietet sich schlicht und ergreifend. Da muss die Rhythmusabteilung richtig schuften. Der Abschluss bildet Fuel To The Fire. Ein Track zum geniessen. Sehr intensiv gespielt und in Tradition eines schweren Blues mit einer feinen Melodieführung. Dieser CD Tonträger kann mit 2 Bonustracks aufwarten! Early Warning und Juke Box Annie. Beide sind nicht spektakulär, ergänzen aber den Tonträger auf jeden Fall, ohne im Verdacht „füllen“ des Album zu stehen. Nie und nimmer bei diesem Musiker, denn für das ist sein Song Repertoire einfach zu gut.

CD

Shin Kicker, Brute Force & Ignorance, Cruise On Out, Cloak & Dagger, Overnight Bag, Shadow Play, The Mississippi Sheiks, The Last Of The Independants, Fuel To The Fire, Bonus Tracks: Early Warning, Juke Box Annie

Das „verrückte“ an den Tonträgern von Rory Gallager ist, es gibt keine schlechten im Backkatalog des Iren! Alle bewegen sich auf sehr hohem Niveau. Ausnahme: Seine 2 letzten Studioalben! Die kann man als durchschnittlich bezeichnen. Ansonsten alle🔝. Live war er sowieso einer der besten seiner Zunft. Da entwickelten sich seine Songs zu „Monstern. Ein Künstler der für sein zahlendes Publikum einfach alles gab – sogar ein bisschen mehr! 11 offizielle Studioalben und fast schon unzählige Live Dokumente machen Rory Gallagher zur Legende.

Album: Photo Finisch

Music Expert:******

Beste Songs: Shine Kicker, Cruise On Out, Cloak & Dagger, Shadow Play, The Mississippi Sheiks, The Last Of The Independants

Blues Rock

Great White / Let It Rock / 1996

Das 96er Werk der Kalifornier ist ein wunderbarer Tonträger. Die Grunge Welle war immer noch im Gange, was die Band aber nicht zurückhielt, ein weiteres Hard Rock Album zu erstellen. In der Tradition ihres bekannten Sounds, spielte man 11 Songs ein, wo auch (Power) Balladen ihren festen Platz gefunden haben. Where Is This Love und Man in The Sky sind stellvertretend dafür. Es sind wunderbare Tracks, die sich zu den Knallern My World, Hand On The Trigger, Pain Overload und Ain‘t No Way To Treat A Lady bestens als Kontrast einfügen. Diese eingängigen Songs mit Nivaeu sind einfach grosse Klasse und ohne Verfallsdatum! Der lockere Track Easy mit leichtem Folk Einschlag ist ebenfalls eine feine Sache. Das gilt such für Miles Away. Jack Russell🎤ist einfach ein toller Sänger und zusammen mit Mark Kendall an der🎸prägen sie den typischen Great White Sound. Die Band hatte musikalisch einen guten Lauf, was sich dann auch noch für 2 weitere Alben halten sollte. Obwohl der Abstand bis zum letzten🔝Album sich knapp über 10 Jahre erstrecken sollte. Auflösung, Tragödien und Comeback reihten sich in dieser Zeit aneinander. Die 80/90er waren definitiv die musikalische beste Zeit von Great White. Das Album Let It Rock ist im Backkatalog Betreff Qualität in den vorderen Rängen anzusiedeln.

Es hat einfach keine schwachen Songs auf diesem Tonträger. Man könnte sie alle einzeln aufzählen und besprechen. Hätte da nicht die (depressive) Grunge Bewegung den alt bewährten traditionellen Hard Rock fast zum erliegen gebracht, wäre Let It Rock bestimmt ein kommerzieller Knaller geworden! So ist dieses fantastische Werk von der Band nur noch eine Randnotiz – ungerecht ist die Musikwelt! So bleibt es ein Album mit enormer Strahlkraft und jeder der es kennt, ein glückliches Lächeln ins Gesicht zaubert! Verteilt auf 2 Tonträger, nummerieren sich die Songs wie folgt:

Side One

My World, Lil Mama, Where Is The Love

Side Two

Hand Of The Trigger, Easy, Pain Overload, Lives In Chains

Side Three

Anyway I Can, Man In The Sky, Ain No Way To Treat A Lady, Miles Away

Ich kann jedem das Album bestens empfehlen, wenn man Hard Rock mit Tiefgang und gutem Songwriting mag. Hört euch mal den wunderbar und nachdenklichen Song Man In The Sky an….einfach wunderbar! Diesen Tonträger bekommt man in Form Vinyl (farbig) sehr selten. Ich hatte das Glück ein Exemplar über Australien zu erwerben! In Format Compact Disc auch nicht ganz einfach. Also Beeilung Musikfreunde/innen.

Album: Let I Rock

Music Expert:*****

Beste Songs: My World, Lil Mama, Where Is The Love, Hand Of The Tigger

Hard Rock

The Rolling Stones / Black And Blue / 1976 / 2025 Remaster

Da ist sie nun – Black And Blue aus dem Jahr 1976. Neu aufgelegt und nach den optimalsten technischen Möglichkeiten neu abgemischt. Im Backkatalog der Stones, ist dieser Tonträger der „schwärzeste“ all ihrer Alben. Vielleicht lag es daran, dass der Tastenmann Billy Preston in dieser Zeit zum Welt-Tour-Personal gehörte und an diesem Album mitbeteiligt war. Dieser war bereits anfangs der 70iger eine feste Grösse in den Staaten. Nun, auf Black And Blue hat es eigentlich nur „Granaten-Songs“. Um einen herauszupicken nehme ich Melody. Der jazzig angehauchte Track ist Weltklasse. Er zeigt uns auf, dass die Band das „Spiel ohne Grenzen“ beherrscht, wie keine zweite Band. Nehme ich noch Memory Motel zu Gehör, dann stelle ich fest, dass diese Weltklasse Ballade enorm stark und zeitlos ist. Die übrigen Songs sind ebenfalls🔝. Über die muss man nicht mehr reden, denn die sind allseits bekannt und sprechen für sich.

Der Mehrwert dieser neuen Auflage liegt bei den zusätzlichen Bonus Tracks. I Love Lady hätte durchaus auch auf dem regulären Album seinen Platz verdient. Obwohl der Song ziemlich „schwülstig“ daher kommt, hat er etwas cooles an sich. Ein fast schon hypnotischer Rhythmus verleiht dem Song ein spezielles Etwas. Der nächste Song Shame Shame Shame (Cover) ist gelungen und geht ins Ohr. Was bei beiden Titeln sofort auffällt, ist die hohe Tonlage dieser Mick Jagger sich da bedient. Macht er dann später gern mal wieder, wie bei Emotional Rescue (1980)! Neu bereichern auch noch 4 tolle Jam Songs diese Bonus LP Seite. Jammen mit Jeff Beck 3x und Harvey Mandel 1x zeigen 🫵 auf, dass die Protagonisten den Blues und Funk auch im spontanen Rahmen bestens beherrschen. Die Stones sind im Ursprung bekanntlich eine Blues Band. Hätten sie sich in den all Jahrzehnten nicht die verschiedenen Spielarten zu eigen gemacht, wären sie vermutlich nie so berühmt geworden und könnten sich nicht „Greatest Rock And Roll Band In The World“ nennen..!

Bonus Tracks:

I‘Love Ladies, Shame, Shame, Shame, Chuck Berry Styl Jam (Jeff Beck), Blues Jam (Jeff Beck), Rotterdam Jam (Jeff Beck), Freeway Jam (Harvey Mandel)

Da das reguläre Album schon bewertet worden ist, ist unschwer zu erkennen, dass der Fokus auf die Bonus Tracks gelegt wird. Ich finde es macht durchaus Sinn, sich diese 2er LP Variante zuzulegen. 2 „neue“ Studio und 4 Jam-Session Songs, sind für Stones Liebhaber unverzichtbar und für Neueinsteiger ein sehr guter Anfang und absolut empfehlenswert. Wer alles von der Band haben muss, gebe es noch eine Box, wo zusätzlich noch 76er Live Aufnahmen drauf gepackt sind. Gute Aufnahmen aus London! Insgesamt 6 LP bereichern diese hochwertige Box. Preislich gegen Fr.180.— sind natürlich starker Tabak! Man kann auch die „normale“ LP mit diesem neuen Mix/Remaster erwerben, mit oder ohne Bonus Tracks. Klar auch, man bekommt alles auch in Format Compact Disc. Klanglich höre ich da keinen zusätzlich epochalen Ohrenschmaus! Zu gut ist da schon die Aufnahmequalität der letzten Neuauflage, ohne Bonus! Ein famoses Album ist Black And Blue auf jeden Fall. In welcher Form muss jeder für sich entscheiden. Und ja, es ist das erste Album mit Ronnie Wood, dieser Mick Taylor ersetzte!

Album: Black And Blue

Beste Bonus Tracks: I‘ Love Ladies, Shame, Shame, Shame, Blues Jam, Freeway Jam

Empfehlung: Doppel LP mit Bonus

Classic Rock

Buckingham Nicks / Song Frozen Love / 1973 / Remaster 2025

Bekanntlich ist die (endlich) Neuauflage dieses Album von 1973 im neuen Klangbild erhältlich. Erstmals auch im Format Compact Disc. Die „neue“ Vinyl Ausgabe kann man in den Farben gelb, blau, rosa und im traditionellen schwarz erwerben. Die Original LP Ausgabe, hatte schon einen tollen Klang. Die Neuausgabe setzt da noch einen oben drauf! Es ist unschwer zu erahnen, dass es sich bei diesem Liebeslied um Stevie Nicks und Lindsey Buckingham handelt!

Wie schon in ähnlichen Artikeln erwähnt, ist der Song Frozen Love der überragende Song auf diesem Album. Textlich ist Herz & Schmerz das grosse Thema. Die Verliebtheit eines Paares, unterschiedliche Meinungen und die Erhaltung ihrer Liebe für eine ganz bestimmte Zeit. Der Song zieht sich durch 7:15! Der Gesang ist aufgeteilt und in bestimmten Abschnitten zusammenführend, ist einfach schön anzuhören. Zusammen gehen dann die beiden ins Finale. Stevie Nicks singt einfach toll. Ihre Stimme ist so „unverbraucht“ und fast schon herrlich „kindlich“.. . Die dezenten Streicher bereichern diesen Song. Wie Lindsey Buckingham dann im Mittelteil den Song mit seiner🎸übernimmt und über die Ziellinie führt, ist fantastisch anzuhören. Der Geschichte zur Folge war das der Song, dieser Mick Fleetwood zu👂bekam, um dann die beiden Protagonisten für Fleetwood Mac zu verpflichten. Der Rest ist Musikgeschichte! Frozen Love ist ein wunderbarer Track, dieser auch im Jahr 2025 viel Charme versprüht!

Album: Buckingham Nicks 1973

Song: Frozen Love, 7:15

Tonträger: CD, Vinyl, Streaming

Buckingham / Nicks

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