Fleetwood Mac / LA Forum 1982 / Emotionen, Schweiss und Tränen
Jan. 4, 2026 DVD-Rezension, Hinter den Kulissen, Rezension
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a.staeuble
Es gibt Konzerte die sind sagenhaft gut, präzise und perfekt! Bei Fleetwood Mac war es im Jahr 1982 in Los Angeles überhaupt nicht so. Das Setlist mit den grandiosen Songs Sisters Of The Moon und Rhiannon war wie gemacht für die grossen Emotionen! Das Konzert hatte so ein ganz spezielles Feeling an diesem Abend. Leidenschaft „siegte“ über einen perfekten Konzertabend. Emotionen, Schweiss und Tränen offenbarten sich schonungslos dem zahlenden Publikum. Wer dabei war, konnte sich glücklich schätzen so etwas zu erleben. Wer das Konzert heute auf DVD (nach) erlebt, kann nur erahnen, wie sich die Stimmung und alles drum herum im Jahr 1982 zugetragen hat. Die Qualität der Konzertaufnahme ist ziemlich schlecht und Bedarf zwingend eine Restaurierung! Bin mir da gar nicht so sicher, ob es überhaupt eine offizielle Veröffentlichung ist!
Bei dem Song Sisters Of The Moon ist Stevie Nicks in ihrem dunkelsten, intensivsten Live Modus. Sie wirkt fast schon beschwörend, ängstlich, manisch und völlig losgelöst. Man muss wissen, dass sie in dieser Zeit ihre beste Freundin aus Jugendzeiten durch eine lange schwere Krankheit verloren hat. Somit war während der Tour ihr „Nervenkostüm“ dünn und emotional höchst empfindsam. Wenn man sich das 82er Konzert und den Song Sisters Of The Moon anschaut/hört, spürt man ab den ersten Takt diesen herzzerreissenden Vibe! Das gilt im übrigen auch für den Song Rhiannon. Die ganze Band war an diesem Abend ganz speziell drauf. Wenn man sich das Konzert ansieht, kann man sich dem Eindruck nicht erwehren, dass auch der „weisse Schnee“ seinen Teil zu diesem hypnotischen Happening beigetragen hat.
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Warum genau diese Versionen von Sisters Of The Moon und Rhiannon so unfassbar hypnotisch ist:
- 🌑 Die Stimme: rau, gehetzt, manchmal fast schreiend – nicht „schön“, sondern brutal ehrlich.
- 🥁 Das Tempo: live deutlich aggressiver als im Studio, treibend, nervös, bedrohlich.
- 🕯️ Die Bühnenpräsenz: Stevie wie in Trance, wehende schwarze Tücher, Blickkontakt ins Nichts – halb Hexe, halb Rock-Göttin. Man sieht Tränen bei ihr. Sie leidet.
- ⚡ Band am Limit: Das Bandgefüge funktioniert zwar aber alles ist auf „Messers Schneide“und Lindsey Buckingham legt seine raumfüllenden Gitarrenflächen drüber – es fühlt sich gefährlich und bedrohlich an.
- Die Stimmung ist „kochend“ und verbindet so Publikum und Band.
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Viele Fans sagen völlig zu Recht:
Das ist der Moment, in dem Fleetwood Mac am nächsten am Abgrund klingt. Das Konzert ist rau und nicht so geschmeidig, wie man es sonst von der Band kennt. Mick Fleetwood ihr Drummer und Gründungsmitglied mit „wirren“ Augen, lässt tief blicken…! Christine McVie am Keyboard und Jon McVie am Bass halten den Sound zusammen so gut wie es eben geht. In der Nachbetrachtung ist es ein besonderes Konzerterlebnis. Schweiss, Tränen und Hingabe bis zum letzten Ton, so kann man es beschreiben. Kein „Feinschliff“ Konzert für Ästeten, nein ganz bestimmt nicht. Man fühlt unweigerlich mit dem Gebotenen mit und kann sich dieser hypnotischen Darbietung nicht entziehen. Es muss nicht immer ein perfektes Konzert sein, nein vielmals berühren andere Dinge viel mehr unser Herz! Und ja, dieses Konzert tut es definitiv, zumindest bei mir!
Konzert: Fleetwood Mac
Jahr: 1982
Ort: Los Angeles
Emotionale Songs: Sisters Of Th Moon, Rhiannon

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Tags: Classic Rock
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