Coney Hatch / Outa Hand / 1983

Das Album Nr.2 der Band aus🇹🇩ist ein astreines Hard Rock Album der 80iger. Wir hören da eingĂ€ngige Songs mit einem angenehmen HĂ€rtegrad. Die Songs gehen gut ins👂und hinterlassen ein gutes GefĂŒhl. Klar gab es in der damaligen MTV Zeit fast schon unzĂ€hlige solche Bands! Trotzdem konnten Coney Hatch einige Erfolge in Nordamerika fĂŒr sich verbuchen. In Europa Fehlanzeige. Insgesamt konnte die Band 4 Studioalben einspielen. Wie ich gesehen habe, ziert noch ein live Album den Backkatalog der Band aus Kanada. Wieso sich der ganz grosse Durchbruch nicht realisieren liess, ist vielleicht auf die Tatsache zu schliessen, dass ihnen kein Single Hit gelang. Ebenfalls kann man den Kritikern nicht absprechen, dass ihr Sound einen „Gleichstrom“ Klang anhaftet und so wenig nachhaltiges in Erinnerung bleibt!

FĂŒr Hard Rocker sind die Songs vermutlich zu Handzahm und fĂŒr „normale“ Rocker eine Brise zu hart. Ich finde die Gitarren ziehen ordentlich. Das Songwriting passt und die Themen die ĂŒblichen Geschichten ĂŒber die Liebe und das Leben. Songs wie der Eröffner Don‘t Say Make, Too Feel The Feeling Again oder Fallen Angel packen ordentlich zu. Ebenfalls ist Music Of The Night sehr gutes 80iger Futter. Es fĂ€llt kein Song unter den Raster. Das ganze wirkt kompakt. Die 3 zusĂ€tzlichen Bonus Tracks fĂŒgen sich nahtlos zu den bestehenden Songs ein. Die Aufnahmen sind gut „gealtert“ und laden fĂŒr ein nostalgisches reinhören allemal ein. Auch aus rein technischer Sicht, kann durch das🔝 Remastering ein klangtechnisch sehr guter Sound abgespielt werden. Die insgesamt 12 Songs sind wie folgt gelistet:

CD

Don‘t Stay Make Me, Shake It, First Time For Everything, Some Like It Hot, To Feel The Feeling Again, Too Far Gone, Love Games, Falken Angel, Music Of The Night, Bonus: Nobody Gives You, Your Kinda Love, Fly One

Die 3 TontrĂ€ger sind nicht ganz einfach zu bekommen. Inzwischen gibt es die Collectors Edition Remastered & Reloaded Compact Disc. Wer gut hörbaren Hard Rock hören will, ohne „OhrenlĂ€uten“, sollte diese Band unbedingt mal antesten. Auch die anderen 2 Studio TontrĂ€ger sind auf gleichem Niveau und hörenswert. Wer weiss, vielleicht habt ihr dann einen neuen Favoriten in diesem Genre! Lasst es mich wissen.

Mitglieder: Carl Dixon Lead vocals & rhythm guitar, Andy Curran, Lead Vocals & bass, Steve Shelski, Lead guitar & background vocals, Dave Ketchum, Drums & percussion

Band: Coney Hatch

Music Expert:***1/2

Beste Songs: Don‘t Say Make Me, Shake It, Too Feel The Feeling Again, Music Of The Night, Your Kinda Love

Hard Rock

Great White / Twice Shy / 1989

Mit Twice Shy waren Great White nun kommerziell in den Staaten so richtig tolle angekommen. Ihre erfolgreichste Platzierung mit Platz 23 in den Billboards – sollte auch so bleiben! Ihr Sound wurde gefestigt und zum Teil weiterentwickelt. Man denke da an Move It, was fĂŒr ein Groove Monster Song. Heart The Hunter ist dann ein schleppender Hard Rock Song, gefolgt von Hiway Nights, dieser sehr eingĂ€nglich auf sich aufmerksam macht. Ja, dann kommt das, was die Band einfach beherrscht, eine Traum Ballade. The Angel Song ist was fĂŒr Herz und Seele – Jack Russell singt einfach grossartig! Bitches And Other Woman rundet die tolle erste Seite ab.

Der Starter auf Seite zwei heisst Mista Bone und ist spannend anzuhören. Schleppend im Aufbau aber mit einem durchdachten Rhythmus. Die Gitarrenlinien ziehen richtig gut an. Der Song ist gut aber nicht herausragend. Baby‘s On Fire ist knallig und ein Hard Rocker der einprĂ€gsamen Art. Was dann mit dem kommenden Song House Of Broken Love abgeliefert wird, ist schlicht und ergreifend Weltklasse – definitiv! Was fĂŒr ein atmosphĂ€rischer Song, dieser sich fast schon episch mit gehaltvoller Gitarre in der Eröffnung anhört. Jack Russell am Mikrofon bringt eine seiner besten Gesangsleistungen aufs Parkett. Besser funktionierte das magistrale Gespann Kendall/Russell nie, wie bei diesem grandiosen Song. Einfach magisch anzuhören. Obwohl dieser Klassiker so ein Ding zwischen Rock und Ballade ist, funktioniert und funkt es ab dem ersten Ton. She Only ist dann wieder ziemlich ruhig gehalten und mit schöner Gitarre unterlegt. Der tolle Abschluss bildet dann Once Bitten Twice Shy. Es ist eine Fremdkomposition von Ian Hunter. Es wurde der grösster Single-Hit der Band. Der knackige Rocker zĂŒndete inđŸ‡ș🇾gewaltig – Platz 5! FĂŒr mich ist bis heute diese Fremdkomposition nie erste Wahl, obwohl natĂŒrlich 🔝 gemacht. Verteilt auf der LP, nummerieren sich die Songs wie folgt:

Side One

Move It, Heart The Hunter, Highway Nights, The Angel Song, Bitches And Other Woman

Side Two

Mista Bone, Baby‘s On Fire, House Of Broken Love, She Only, Once Bitten Twice Shy

Textlich bewegt man sich im Bereich der „leichten“aber gut tuenden Kost. Sehnsucht, Beziehungen und ein Haus der gebrochenen Herzen, werden textlich verarbeitet. Das sichere GespĂŒr fĂŒr einprĂ€gsame Melodien, ist auch auf diesem TontrĂ€ger ein Indiz dafĂŒr, dass im Zusammenspiel der Protagonisten die musikalischen ZahnrĂ€der ineinander greifen. Wieso die Band in Europa nie den ganz grossen Durchbruch erreichen konnte, ist eines der komplizierten Mechanismen im Musikbusiness. Na gut, so lange mit dem Verkauf von TontrĂ€ger die đŸ’” Scheine in den Staaten flossen, musste die Band sich keine Sorgen machen, um die Vorfinanzierung der anstehenden Alben. Es sei noch gesagt, dass die Band immer wieder Coversongs in ihr Repertoire einfĂŒgten. Sie nahmen sogar ein ganzes Album live gespielt von Led Zeppelin Songs auf! Man musste anerkennend feststellen, auch das gekonnte „nachspielen“ von Songs ihrer UK Helden war grossartig. Es konnte in Sachen QualitĂ€t keinen Abbruch festgestellt werden. Ich persönlich bin kein Fan von Bands, die mit Coverversionen eine andere musikalische IdentitĂ€t annehmen. Bei Great White mache ich da eine Ausnahme, denn ihre Leidenschaft ist zu jeder Zeit spĂŒrbar und gekonnt ist es allemal!

Album: Twice Shy

Music Expert:*****

Beste Songs: Move It, Hiway Nights, ThevAngel Song, House Of Broken Love, Once Bitten Twice Shy

Hard Rock

Deep Purple / 5 Alben fĂŒr die einsame Insel!

Um die kleine spezielle Berichterstattung ĂŒber die grossartige Band Deep Purple abzuschliessen, liegt es auf der Hand ihre 5 grössten Alben zu wĂŒrdigen. Meine individuelle Rangliste sieht wie folgt aus:

Platz 5

Ihr tolles Album In Rock aus dem Jahr 1970. In der Originalbesetzung eingespielt, ĂŒberragen 2 Tracks das Album! Speed King ist ein Überschall Hard Rock Song, schnell und prĂ€zise gespielt, erstaunt bis zum heutigen Tag. Child In Time dieser epische Knaller, ist der Inbegriff des 70er Hard Rock! Auf Live auf Made In Japan unerreicht! Das Cover ist ikonisch!

Platz 4

Fireball aus dem Jahr 1971. Der Titeltrack Fireball und Strange Kind of Woman sind die Stars auf diesem TontrĂ€ger. Das Album mit leichten „sphĂ€rischen“ EinflĂŒssen, ĂŒberzeugt ĂŒber alle Songs. Irgendwie geht das Album im Backkatalog von Purple fast immer vergessen, trotz tollen Songs ĂŒber das ganze Album.

Platz 3

Die🏅Medaille geht an das Album Burn. Als wollte da Ritchie Blackmore seinen neuen Kumpanen Coverdale und Hughes beweisen, wer der beste Guitar Hero auf diesem Planeten ist im Jahr 1974 – natĂŒrlich er, Ritchie Blackmore. Der Track Burn ist sprichwörtlich feurig und atemberaubend schnell gespielt. Einer der besten Hard Rock Tracks aller Zeiten. Und ja dann noch Mistreatetd! Ein Blues Rock Klassiker erster GĂŒte. Ja. Mister Blackmore kann auch den Blues.

Platz 2

DieseđŸ„ˆMedaille geht an Perfect Strangers aus dem Jahr 1984. Was fĂŒr ein geiles Comeback Album! Die Tracks Perfect Strangers und Knocking At Your Back Door sind schlicht und ergreifend genial! Die Ballade Wasted Sunset herzergreifend. Und ja, die restlichen Tracks sind ebenfalls ein „Leckerbissen!“ Ein Album ohne SchwĂ€chen. Nie knallte Hard Rock im den 80er besser aus den Boxen!

Platz 1

SiegerđŸ„‡ohne wenn und aber ist Machine Head! Besser geht es nimmer. Gespickt mit Klassiker ist dieses 72er Album. Man mag es nicht mehr hören aber Highway Star und Smoke On The Water sind im kollektiven GedĂ€chtnis aller Hard Rock JĂŒnger und Musikjournalisten dieser Welt fĂŒr immer verewigt. Das ganze Album ein Highlight, fast schon ohne Ende. Lazy, Space Truckin‘ etc… Da gibt es keine zwei MeinungenâžĄïžein Album fĂŒr die einsameđŸïž

Das ist meine individuelle Zusammenstellung von den 5 ikonischen Purple Alben. Obwohl fĂŒr viele AnhĂ€nger das schlechtestes Album in ihrem Backkatalog King Of Dreams aus dem Jahr 1990 ist, sehe ich das ganz anders! Bei meinem Ranking🔝8! Dieses AOR mĂ€ssige Album hat einfach „saugute“ Melodien auszuweisen! Es wird bis heute gnadenlos unterschĂ€tzt! Und ja, ihr neustes 2024er Werk bei mir ist🔝6! Ich bin aber ĂŒberzeugt, dieses Album wird in den nĂ€chsten Jahren noch im Ranking steigen. So, das war es nun mit der kurzen Purple-Alben Saga. Gerne wĂŒrde mich eure Meinung interessieren?

Album: Machine Head

Erscheinungsdatum: 1972

Hard Rock

Deep Purple / Ihre grossen Gitarristen, damals bis heute!

In ihrer sehr langen und spannenden Geschichte, konnte Deep Purple immer auf aussergewöhnliche Gitarristen zÀhlen. Bei einem Wechsel an der Lead Gitarre, war der Ersatzmann immer einer der Grossen an der 6 Saiten E-Gitarre! Es gibt keine andere Band im Genre Hard Rock, wo solche QualitÀt immer aufrecht erhalten worden ist. Es ist mal an der Zeit diese Gitarrenhelden zu huldigen!

Ritchie Blackmore ist bis heute ein Protagonist der Sonderklasse. Er war Mitglied von 1967 – 1975 und von 1983 – 1994. Der Gitarrist war verantwortlich fĂŒr die ikonischen Alben, In Rock, Machine Head und Perfect Strangers. Bei der live Scheibe Made In Japan von 1972, setzte er Betreff Feeling, Wucht und PrĂ€zesion mit seinen Kumpels neue MassstĂ€be. Er zĂ€hlte in den 70er sicher zu den Besten in der Branche der 🎾Helden. Mit seiner neuen Band Rainbow und dem Album Rising aus dem Jahr 1976, erspielte er (fĂŒr mich) das intensivste und beste Hard-Rock-Metal Album aller Zeiten. Der Track Stargazer ist Universum-Klasse – glaubt es mir! Was dann ab 1997 von ihm kam, ja da möchte ich „den Mantel des Schweigens“ als Sprichwort zitieren…!

Tommy Bolin (1951 -1976) der Ersatz fĂŒr Ritchie Blackmore war ein genialer Gitarrist, der bereits schon in jungen Jahren sehr bekannt war. Zephyr, Energy, Billy Cobham, James Gang und SoloTontrĂ€ger zierten schon vor dem Einstieg bei Deep Purple sein Backkatalog. Sein Problem – Heroin! Seine Mitgliedschaft beschrĂ€nkt sich auf die Jahre 1975 – 1976. Das Studioalbum daraus Come Taste The Band, ist bis heute hervorragend anzuhören – zeitlos! Kenner und Fans des Saitenzauberers, kommen noch heute im Jahr 2024 ins schwĂ€rmen, wenn sie den Namen Tommy Bolin hören!

Glenn Hughes der Basser ersetze den „geschassten“ Roger Glover. Seine Mitgliedschaft bei Deep Purple beschrĂ€nkte sich auf die Jahre 1973 – 1976. Er kann die BasslĂ€ufe sehr ĂŒberzeugend auch „funky“ zupfen! Toller Bassmann. Sein Vorteil: Er singt auch und sein Songwriting begleitet ihn schon sein ganzes musikalischen Leben lang. Angefangen hat er bei der Band Trapeze, Medusa etc. und ist mit vielen eigenen TontrĂ€ger, inklusive vieler Projekte bestĂŒckt. Bei Deep Purple mitverantwortlich fĂŒr die Studioalben Burn, Stormbringer und Come Taste The Band. Und heute? Zwischendurch mit der sackstarken Band Black Country Communion unterwegs! 5 hervorragende Alben zieren da den Backkatalog.

Stevie Morse der „studierte“ Musiker, gilt bis heute als technisch einer der besten seiner Zunft. Angefangen mit seiner Steve Morse Band, Kansas dann ĂŒber die Dixie Dregs, setzte er Standards in Sachen technische Raffinessen an seiner 6-saitigen. Bei Deep Purple war er von 1994 – 2022 als Bandmitglied aktiv. 8 Studioalben und unzĂ€hlige live TontrĂ€ger bereichern seinen Backkatalog aus dieser Zeit. Im Gegensatz zu Ritchie Blackmore, war er stets ein zugĂ€nglicher ErdenbĂŒrger, dieser fĂŒr eine wichtige StabilitĂ€t innerhalb der Band sehr geschĂ€tzt wurde.

Joe Satriani war zwar nie Mitglied der Band, half aber 1993/1994 live auf der Tournee aus, weil der „berĂŒchtigte“ Mann in Black, Mister R.B. das Weite suchte…..Den damaligen GerĂŒchten nach, verhinderte sein Plattenvertrag/Verpflichtungen eine mögliche beidseits gewĂŒnschte Mitgliedschaft. Joe Sateriani der US-Gitarren-Superstar schwĂ€rmt noch heute von der damaligen Tour…! Und ja, unzĂ€hlige Alben unter seinen Namen und das Engagement bei der sogenannten „Supergroup“ Chickenfoot, bereichern sein musikalische schaffen.

Simon McBride der Nordire ist als Ersatz von Steve Morse seit 2022 an Board von Deep Purple. Das neue 2024er Album entzĂŒckt alle Purple Fans, da es „endlich“ wieder die Tugenden einer grossen Band wiedergibt. Erdiger ausgefeilter Hard Rock mit dem gewissen Etwas. Lange musste man auf ein solches Album warten. Ziemlich sicher ist genau dieser Simon McBridge fĂŒr diesen „Knaller“ verantwortlich. Viele, wie ich auch, hatten diesen tollen Gitarristen nicht auf dem Radar. Eigene Alben und Beteiligungen bei anderen Bands/KĂŒnstler, steigerten seinen Bekanntheitsgrad immer mehr!

*Randy California (1951-1997) half der Band 1972 bei einem live Auftritt aus. Der Musiker, der fĂŒr sich in Anspruch nehmen konnte mit dem grossen Jimmi Hendrix in jungen Jahren zusammen gespielt zu haben. Wer kann/konnte das schon fĂŒr sich in Anspruch nehmen….!

Zusammenfassend ist es erstaunlich, was sich da im Lauf der Zeit bei Deep Purple alles eingefunden hat. Wahrlich grossartige Gitarristen! Aktuell sieht das BandgefĂŒge der Band wie folgt aus:

. Ian Gillan (v)

. Roger Glover (b)

. Don Airey (k)

. Ian Paice (d)

. Simon Mc Bridge (g)

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GrĂŒndung: 1969

Genre: Hard Rock

Studioalben: 23

Das live Album im Genre traditioneller Hard Rock!

Deep Purple / „=1“ / 2024

Die neue Deep Purple Vinyl Scheibe mit einem merkwĂŒrdigen Titel! Soll heissen, in einer komplexen Welt reduziert sich am Schluss alles auf eine einheitliche Essenz oder so Ă€hnlich…! Nein es ist keine Albert Einstein Formel oder gar Spruch! Nein, es sind die 5 Herren, die verantwortlich fĂŒr diesen kryptischen Albumtitel ĂŒbernehmen. Es gibt inzwischen so viele hervorragende Rezensionen von diesem neuen Werk der Hard Rock Legenden, die alle so gegen das 80 Altersjahr zu steuern. Muss da meine Bewertung auch noch sein, eigentlich nein aber ich will auch noch „meinen Senf“ dazugeben. Wieso eigentlich? Das Album ist hervorragend und ich behaupte mal frech wie ich bin, es ist ihr bestes seit The Battle Rages On vom Jahr 1993! Ja, da mache ich keinen Scherz, das meine ich so und nicht anders. Mit dem damaligen Eintritt von Stevie Morse, hatte man zwar hörbar einen technisch hervorragenden US-Gitarristen, der die Tonleiter rauf und runter spielen konnte, dennoch nie den „Miesepeter“ Ritchie Blackmore vergessen machen konnte. Wieso? Stevie Morse fehlte die „Hard Rock Seele!“ Obwohl er „10‘000 mal sympathischer ist als sein VorgĂ€nger der „Mann im Black“, ging der typische Purple Sound verloren. Alle 8 Alben, die zwischen 1996-2021 mit ihm eingespielt worden sind, entfernten sich immer mehr von dem „definierten“ Purple Sound! SpĂ€testens nach dem noch einigermassen ansprechenden 96er Album Purpenddicular, legte sich mein Interesse fĂŒr diese einst so grossartige Band, denn was nachher noch kommen sollte, wurde immer durchschnittlicher, nein bisweilen langweilig und austauschbarer nach meinem Empfinden.

Jetzt schreiben wir das Jahr 2024 und die Band erspielt so ein Weltklasse Album ein! Es ist fast schon „gemein“ zu schreiben, dass seit dem Weggang von Steve Morse, mit seinem Nachfolger Simon McBride wieder die alten Tugenden der Band zum tragen kommen. Der „Neue“ spielt eine Killer-Gitarre, die einfach mehr zum Deep Purple Sound passen. Der Nordire Simon McBride, Jahrgang 1979, ist fĂŒr die restlichen 4 Bandmitglieder wie „ein Jungbrunnen“, der wieder die DNA dieser Band hervorgebracht hat. Das neue Album groovt und strotz vor Selbstvertrauen, wie man das nie erwartet hĂ€tte. Und wichtig: Nichts wirkt albacken oder ĂŒberholt, nein, so muss der traditionelle Hard Rock im Jahr 2024 sich hören lassen. Eine Transformation des 70er Sounds ins jetzige Zeitalter! Die tolle Rhythmus Abteilung um Ian Paice und Roger Glover liefern wie gehabt auf hohem Niveau ab und werden fulminant ergĂ€nzt durch den Tasten Virtuosen Don Airey. Genau dieser auf diesem Album herrliche und dominante Keyboard-Linien vom „Stapel lĂ€sst.“ Und ja, einen haben wir ja noch….Ian Gillan! Der Kerl ist einfach immer noch gut bei Stimme. Er weiss natĂŒrlich inzwischen das die hohen Töne nicht mehr sein Ding sind und darum ist sein Gesang nicht mehr sonderlich variantenreich aber immer noch „saugut“ und gut gereift. Mit 13 Songs und einer LĂ€nge von ca. 52 Minuten hat das Album ein gute LĂ€nge. Da mĂŒssen 4 LP Seiten herhalten. FĂŒller oder schlechte Songs – nein Mangelware. FĂŒr meinen Geschmack hat es nur 3 durchschnittliche Songs mit Namen Old-Fangled Thing, I’m Saying Nothin‘ und No Money To Burn. Aber Hallo, die gehen immer noch recht gut in die GehörgĂ€nge! Die ĂŒbrigen 10 Songs bewegen sich alle zwischen sehr gut – Weltklasse! Bei If i Were You hören wir eine super MelodiefĂŒhrung. I’ll Catch You geht so toll und geschmeidig ab, wie „Butter aufs Brot“ – was fĂŒr ein Song/Melodie/Gitarre. Und ja, die drei ersten Songs sind ganz stark. Show Me, A Bit On The Side und Sharp Shooter geben den Tarif durch – grossartig! Lady Sod ein Richtiger Kracher, was fĂŒr ein Song – geht ab wie ein ZĂ€pfchen…! Auch der Abschluss ist grandios! Bleeding Obvious, was fĂŒr eine Eröffnung und bis zum Ziel „sack stark“ anzuhören. Verteilt auf 4 LP Seiten, nummerieren sich die Songs wie folgt:

Side A

Show Me, A Bit On The Side, Sharp Shooter, Portable Door

Side Two

Old-Fangled Thing, If Were You, Pictures Of You, Im Saying Nothin‘

Side Three

Lazy Sod, Now You’re Talkin‘ No Money To Burn

Side Four

I’ll Catch You, Bleeding Obvious

Ein unglaublich gutes Album hören hier da. Musikalisch wie auch textlich. Was da die Band „rausgehauen“ hat – ist sensationell gut! Dominant sind sicher Gitarre und Keyboard. Genau so muss der Purple Sound sich anhören im Jahr 2024. Die zum Teil lyrischen Texte sind altersgerecht und auch mit einem „Augenzwinkern“ versehen – toll! Lustig auch, auf einem Portal wird das Album als Metal gelistet…! Nein, dem ist dann nicht so – es ist Hard Rock erster GĂŒte! Solch ein Album „schmeckt“ nach einer Tour! He Jungs, ich bin wieder euer Fan!

Album:„=1“

Music Expert:*****

Beste Songs: Alle, bis auf die 3 erwÀhnten

Hard Rock

Night Ranger / 40 Years And A Night With The Contemporary Yout Orchestra / 2022 / 2023

Eigentlich bin ich kein grosser Freund von „Beimischung“ orchestraler Begleitmusik! Bei diesem live Night Ranger TontrĂ€ger, werde ich zum Freund! Die dezent gehaltenen EinsĂ€tze, passen vorzĂŒglich und ergĂ€nzen sich songdienlich hervorragend zu den Klasse Songs der Band. Wer hĂ€tte das gedacht
. Die Band aus Kalifornien, die sich seit Beginn ihrer tollen und erfolgreichen Karriere im „gepflegten“ 80er Hard Rock bewegt, ĂŒberzeugt auf der ganzen Linie.

Songs wie ( You Can Still) Rock In America, Sing Me Away, Call My Name und High Road ĂŒberzeugen voll und haben eine Strahlkraft. Der Song Night Ranger mit der ÜberlĂ€nge von 10:04 „putzt“ alleine schon wegen dem tollen Drumsolo alles aus der Location. Und klar, Don‘t Tell Me You Love Me und die ultimative Band Ballade Sister Christian darf natĂŒrich auch nicht fehlen. Die Band hervorragend agierend, hat da mit ihrem Orchester einen wunderbaren Abend erwischt. Verteilt auf 4 LP Seiten, sind die 11 Songs wie folgt aufgeteilt:

Side One

Intro, (You Can Still) Rock in America, Four In The Morning, Sing My Away

Side Two

Call My Name, Sentimental Street, High Road

Side Three

Night Ranger, Goodbey

Side Four:

When You Close Your Eyes, Don‘t Tell Me You Love Me, Sister Christian

Die Aufnahmen sind aus technischer Sicht hervorragend abgemischt und glasklar auf Vinyl vertont worden. Das ist zum GlĂŒck mal wieder ein tolles Hörerlebnis. Brad Gilbert(g), Jack Blades( b,v) Kelly Keagy(d,v), Eric Levy(k) und Keri Kelli(g) ĂŒberzeugen voll und können so das zahlreiche Publikum in Cleveland schnell fĂŒr sich gewinnen. Das Contempotary Youth Orchestra, gespickt mit sehr jungen Musiker/innen ĂŒberzeugt mit einer famosen UnterstĂŒtzung, die so die Symbiose Orchestra/Hard Rock zu einem grossen Erlebnis machen. Was mir bei der Songauswahl definitiv fehlt ist aber (fĂŒr mich) ihr bester Song! Eddie’s Comin‘ Out Tonight. Live eigentlich immer ein unverzichtbarer Bestandteil von Night Ranger. Bei diesem Album ist der Song leider nur auf der „Ersatzbank“ – wirklich schade! Ansonsten eine klare Kaufempfehlung!

Album: 40 Years And A Night With The Contemporary Youth Orchestra

Music Expert:****1/2

Beste Songs: (You Can Still) Rock In America, Sing Me Away, Call Me Away, High Road, Night Ranger, Don‘t Tell Me You Love Me

Hard Rock & Classic

Grand Funk / Live / 1970

Der „Urknall“ im Hard Rock! Was da Mark Farner, Mel Schacher und Den Brewer 1970 bei ihrer US-Tournee ablieferten – unglaublich! Pure Energie und eine BĂŒhnenprĂ€senz, die in den frĂŒhen 70er ihresgleichen sucht! Das Songmaterial von ihren 3 Studio TontrĂ€ger wurde Live bisweilen brachial umgesetzt. Die Instrumente am Anschlag agierend, ihr Sound leicht ĂŒbersteuert und Bass lastig, erzeugten so einen unglaublichen Druck. Grand Funk sind sozusagen die Erfinder des US-Hard Rock. Ich gehe sogar noch weiter! Es gab in UK zu dieser Zeit keine Band, die diesen HĂ€rtegrad erreichte. Das Album, die Tracks daraus, wurden aus verschiedenen Konzerten zu einem Ganzen zusammengefĂŒgt. Beim durchhören dieser Aufnahmen hört man es nicht, demzufolge kein Störfaktor. Man spĂŒrt die pure Energie der 3 Musiker und das Publikum erlebt man hautnah. 4 Tracks werden da in ÜberlĂ€nge gespielt, keine Sekunde zuviel! Ebenfalls darf auch ein langes Schlagzeugsolo nicht fehlen, was in den 70er so ĂŒblich war – gut so. Ein TontrĂ€ger der nichts fĂŒr „Feinschmecker“ des audiophilen Ton und Klangerlebnisses ist. Und ja, keine Overdubs! Das die Jungs aber auch technisch ĂŒberzeugen konnten, steht ausser Frage. Wenn man ihre Studioaufnahmen kennt, erĂŒbrigt sich ein abschĂ€tziges Hinterfragen ihrer Fertigkeiten an ihren ArbeitsgerĂ€ten. Sie waren auch definitiv nicht die Lieblinge der Musikjournalisten, nein man hatte zu dieser Zeit lieber einen Bob Dylan und Konsorten.

Es macht einfach Spass diese Doppel LP aus den Boxen knallen zu lassen und die „sackstarken“ Songs anzuhören. Diese sind wie folgt aufgeteilt auf 4 Seiten:

Side One

Introduction 2:30, Are You Ready 3.34, Paranoid 6:20, In Need 9:50

Side Two

Heartbreaker 6:58, Inside Looking Out 12:22

Side Three

Words Of Wisdom, Mean Mistreated, Mark Say’s Alright

Side Four

Into The Sun 12:10

Diese Aufnahmen sollte man sich laut anhören! Diese Musik ist wie geschaffen dafĂŒr. Grand Funk waren zu dieser Zeit (1970) vermutlich die „lauteste“ Band auf der BĂŒhne. Am besten besorgt man sich diesen TontrĂ€ger als Originalpressung in Form Vinyl! Vergisst da die CD als TontrĂ€ger. Ja, diese Live Scheibe geniesst Kultstatus, weil sie auch ein bisschen aus dem Rahmen fĂ€llt. Also, hinhocken und aufdrehen!

Album: Grand Funk Live

Music Expert:****

Beste Songs: Are You Ready, In Need, Inside Looking Out, T.N.U.C, Into The Sun

Genre: Hard Rock

Grand Funk / We’re An American Band / 1973

Eine amerikanische Band aber eine nicht sonderlich beliebte bei den Musikjournalisten! Grand Funk Railroad wurden 1969 gegrĂŒndet und hatten bis in die Mitte der 70er hinein sehr grosse Erfolge. Ihre grosse AnhĂ€ngerschaft kaufte ihre Alben „en masse“ und ihre Tourneen waren in den Staaten total ausverkauft. Es wurden die ganz grossen Stadien gebucht! Die Mischung aus Hard Rock, gespickt mit Funk und Soul, hatte etwas elektrisierendes! Sie waren eine Live Sensation, denn ihre Auftritte gingen mit einem gehörigen HĂ€rtegrad, klar in Richtung Hard Rock. Die GrĂŒndungsmitglieder Mark Farner(v,g,h) Mel Schacher(b,v) und Don Brewer(d,v), spielten bis 1972 zu dritt, bis dann Craig Frost(k,v) als vierter Musiker die Band vervollstĂ€ndigte. Ihr Sound wurde mit Keyboard-Linien dadurch gemĂ€ssigter aber nicht minder erfolgreicher. Der „Abstieg“ kam dann so ab ca. 1976, wo ihre Ausrichtung immer austauschbarer wurde und Pop/Rock Einzug hielt. Somit wurde ihr Hard Rock „Schachmatt“ gesetzt! Der mir vorliegende TontrĂ€ger Wer’e An American Band ist meiner Ansicht nach einer ihrer besten TontrĂ€ger. Kommerziell gesehen sowieso, denn Platz 2 in den Billboard/USA war ein phantastischer Erfolg. Ein herber Schlag fĂŒr die schreibenden „Hornbrillen-TrĂ€ger“ der Magazine, denn diese konnten viel mehr mit ihren intellektuellen „Musik-Götter“, wie Dylan oder anderen Folk-Helden etwas anfangen.

Nun zum besagten TontrĂ€ger. Ganz in Gold gehalten und nur mit dem Schriftzug des Albums/Bandname, suggerierte man schon eine gewisse Arroganz. Die Innenseite der Platte mit den sprichwörtlichen „halbnackten“ Wahrheiten der Band, provozierte man zusĂ€tzlich noch gehörig! Das wichtigste aber ist die Musik und die ist toll! Der Song We‘re An American Band ist ein Klassiker, geschrieben von ihrem Drummer Don Brewer. Ein toller Rocker mit hohem Wiedererkennungswert, definitiv ihr Erkennungslied! Mit einer LĂ€nge von 3:25 ist er knackig und Radio tauglich gehalten. Es folgt dann Stop Locking Back, dieser Song im Hörzentrum ebenfalls gut und schnell aufgenommen wird. Mit Creepin lĂ€sst man es sehr atmosphĂ€risch angehen. Der Song wird getragen von einer Schwere, die allgegenwĂ€rtig spĂŒrbar ist. Fast schon bedrohlich, werden die 7:01 bis zum Ende im vorhandenen Spannungsfeld fertig gespielt. Einen weiteren musikalischen Höhepunkt kann die Band mit The Railroad verbuchen. Dieser „aufgezogenen“ Balladen Ă€hnlicher Song hat es in sich! Der eindringliche Gesang „zwingt“ einem gut zuzuhören – toller Song. Gilt auch fĂŒr Walk Like A Man. Dieser Song rockt dann mĂ€chtig nach vorne! Der passende Refrain mit der treibenden Gitarre machen ihn zum „OhrenfĂ€nger! Hooray ist ebenfalls ein vorwĂ€rtstreibender Knaller voller Energie. Auch die restlichen Songs halten das sehr gute Niveau und ĂŒberzeugen durchgehend. Da kein Song als „FĂŒller“ herhalten muss, bestĂ€tigt eigentlich nur, um was es sich fĂŒr ein tolles Album handelt. Yes, die Band war da auf dem Zenit ihrer musikalischen Schaffenskraft! Ein wortwörtlich „goldenes“ Album haben sie da 1973 eingespielt! Sollte eigentlich in keiner Sammlung fehlen.

Album: We’re An American Band

Music Expert:****1/2

Beste Songs: We’re An American Band, Stop Lookin‘ Back, The Railroad, Walk Like A Man, Hooray

Genre: Classic Rock

Rainbow / On Stage / 1977

Ein Live Album mit PrĂ€dikat Weltklasse hat die Band Rainbow unter der FĂŒhrung von Ritchie Blackmore 1976 eingespielt. Das Album ist nicht fĂŒr wenige eines der besten Live Alben des traditionellen Hard Rock. Eingespielt bei ihrer Japan Tour 1976, zelebrierte die Band ihre epischen Titel in bester Manier. Ein „grosser SĂŒndenfall“ muss aber schon erwĂ€hnt werden: Stargazer und Light in Black von ihrem Master Album Rainbow Rising fehlen…! Wieso die Gegebenheit so ist, ist bis heute nicht wirklich klar. Wenigsten kann festgehalten werden, dass die tolle Besetzung der Band fĂŒr die erfolgreiche 76er Tour ihre beste war. Um Gitarrenmeister Ritchie Blackmore, vervollstĂ€ndigten die Protagonisten Ronnie James Dio(g), Cozy Powell(d), Jimmy Bain(b) und Tony Carey((k) die Band . Es ist in der Nachbetrachtung ihre beste Besetzung, bevor dann leider der grosse personelle Umbruch kam. Das Mister Blackmore zu dieser Zeit kein umgĂ€nglicher ErdenbĂŒrger abgab, können einige Musiker als Zeitzeugen mit ihren Geschichten bestens umschreiben. Als Musiker war in den tollen 70er Mister Blackmore aber unumstritten. Sein Feeling, verbunden mit seinen genialen GitarrenlĂ€ufe, hatten etwas magisches an sich. Da er bei einigen Songs auch klassische und Barock behaftete Elemente einbaute, kann er fĂŒr sich in Anspruch nehmen, zeitlose Hard Rock Songs erspielt zu haben. Wenn ich da an Stargazer denke, muss immer wieder wiederholt werden, wie dieser epochale Song, bis heute ein zeitloser und phantastischer „SeelenfĂ€nger“ der angenehmen Art ist. Nun aber zu diesem tollen Live-TontrĂ€ger:

Kill The King (kam erst spĂ€ter auf „Long Live Rock „n“ Roll 1978 heraus) und Man On The Silver Montain beginnen das Konzert fulminant und zeigen eine Band, die bestens eingespielt ist. Das gespielte Songmaterial war hauptsĂ€chlich dem ersten Album Ritchie Blackmore’s Rainbow 1975 geschuldet, verbunden mit wenigen Tracks aus anderen Alben. Da praktisch alle Songs mit einer ÜberlĂ€nge auftrumpfen können, kann da definitiv von einem Mehrwert gesprochen werden. Die Songs werden da zelebriert! Ein eingebauter Blues zeigt auf, dass Mister Blackmore allen zeigen wollte, „he ich kann auch Blues“. Klar kann er das auch! Zu dieser Zeit war er einfach genial anzuhören. Mit Starstruck und einem tollen Intro, gespielt von Tony Carey, geniessen wir da den einzigen Song vom Album Rising! Die Band war einfach phĂ€nomenal besetzt. Ronnie James Dio am Mikrofon, was soll man dazu sagen – göttlich! Cozy Powell ein Meister an der „Schießbude“! Jimmy Bain und Tony Carey halten das musikalische Fundament druckvoll zusammen, so dann der Mann in Schwarz zaubern kann, bis dann auch der letzte Zuhörer bildlich gesprochen, einen farbigen Regenbogen am Himmel sehen kann…! Catch The Rainbow mit einer LĂ€nge von 15:40 zeigt auf, wie auch „leise Töne“ vollumfĂ€nglich begeistern können. Bei dem Song Mistreated bedient sich dann RB an seine frĂŒheren Tage von Deep Purple. Mit einer LĂ€nge von 13:04 wird da gitarrentechnisch „um die Wette gezaubert“ – unglaublich gut! Ebenfalls ist da Ronnie James Dio unwiderstehlich am Mikrofon. Schon David Coverdale war schon so was von gut „mit seinem Song“. RJD topt es noch um eine „NasenlĂ€nge“.…! Sixteen Century Greensleeves und Still I’m Sad setzen dem Konzert dann eine Ende. Wobei der letztgenannte Song mich persönlich auch auf der Studioaufnahme nie wirklich ĂŒberzeugen konnte. Klar auch, Jammern auf hohem Niveau. Tolles Live Album – muss man besitzen – TonqualitĂ€t ist sehr gut! Vinyl sollte es aber schon sein meine Musikfreunde.

Album: On Stage

Music Expert:*****

Beste Songs: Kill The King, Man Of The Silver Mountain, Blues, Starstruck, Cat The Rainbow, Mistreated

Genre: Hard Rock

Waysted / The Harsh Reality / 2000

Der bekannteste Musiker dieser famosen Hard Rock Band ist Pete Way, ex Mitglied von UFO. Es wird uns da grandioser Hard Rock geboten, dieser so kompakt gespielt, nicht mehr allzuoft zu hören ist. Der Sound drĂŒckt mĂ€chtig aus den Boxen. Die Gitarren peitschen die Songs bis zum letzten Ton nach vorne! Eine grossartige Rhythmusabteilung hĂ€lt das Sound-GerĂŒst zusammen. Gespickt mit einem tollen SĂ€nger mit Namen Fin Muir, der dem ganzen noch den nötigen Glanz gibt. So werden die Songs richtig gut veredelt. Direkt, breitbeinig und richtig fett produziert, macht das Album enorm Spass anzuhören!

Sobald der Laser den ersten Ton der CD erfasst, hören wir wohin die Reise mit dem Track Propaganda lang geht! Intensiv und treibend schnell wird nach vorne gerockt. Ein unterstĂŒtzender Chorus festigt gediegen diesen tollen und vorwĂ€rtstreibenden Song. Mit Samaritan Man geht es atmosphĂ€risch weiter. Eine schöne MelodiefĂŒhrung zeichnet diesen starken Song aus. Der etwas heruntergefahrene HĂ€rtegrad passt und das Songwriting fĂŒgt sich passend ein. Wir stellen fest: 2 tolle erste Tracks – Start geglĂŒckt. Mit Rockin‘ The ClichĂš wird weiter „um die Wette“ gerockt. Was fĂŒr schneidige Gitarren fetzen da uns entgegen! ZusĂ€tzlich wird der Vollgas-Song unterstĂŒtzt von einem passenden Chorus. Ein richtig geiler Knaller-Track wird uns da geboten, nein ums Ohr gehauen! Beim Song Keepin‘ It Sweet geht man von der Dampfhammer Methode weg in Richtung unspektakulĂ€ren Rocksong – mehr nicht! Somit kann man da nur Dutzendware bescheinigen. Der nĂ€chste Track mit Namen Long Time Dead, haut dann wieder voll rein.„Bratende“ Gitarren hören wir da. Mit Out Of Control geht es gnadenlos hart und gehaltvoll weiter! Der Song knallt voll in unsere Ohren rein. It Wasn’t Me zĂŒgelt das Tempo wieder, ohne aber merklich zu schwĂ€cheln. Ein richtig geiler Mittelteil mit der tragenden Lead Gitarre macht diesen Song einzigartig. Bei dem Song For Steve, hören wir dann die sanften Töne von Waysted. Auch dieser Song versprĂŒht einen gewissen Charme. The Harsh Reality hat dann einen leichten Nu Metal Einschlag – faszinierend ist dieser Song! Handbags & Gradlags und Can’t Live Without Some Pain halten das top Niveau locker bis zum Ende des TontrĂ€gers, auch wenn sie nicht mehr an die Top-Knaller Songs herankommen.

Es ist ein richtig starker TontrĂ€ger geworden, der mir damals so richtig durch die „ Lappen“ gegangen ist. Dieser druckvolle Sound hĂ€tte auch der Stammband von Pete Way (UFO) in ihrer SpĂ€tphase mehr als nur gut getan. Eine absolute Kaufempfehlung fĂŒr diesen extrem guten Hard Rock TontrĂ€ger spreche ich aus. Eine tolle Produktion die grosse Freude macht. Nur schade, dass man das Album nicht als Vinyl erwerben kann! Im ĂŒbrigen kann ich vermelden, dass die anderen 5 Studio TontrĂ€ger dieser Band auch hörenswert sind! ZusĂ€tzlich kann man auch auf 3 Live Alben zugreifen. Also, wer Hard Rock sein „Ding“ nennt, wird grosse Freude an Waysted haben!

Album: The Harsh Reality

Music Expert:*****

Beste Songs: Propoganda, Samaritan Man, Rockin‘ The ClichĂ©, Long Time Dead, Out Of Control, Steve

Genre: Hard Rock

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