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Gregg Allman / Buch / My Cross To Baer / 2012
Juni 18, 2026 In eigener Sache Hinterlasse einen Kommentar
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a.staeuble
Einleitung:
Gregory „Gregg“ Lenoir Allman war ein aussergewöhnlicher Musiker. Geboren am 8.12.1947 in Nashville, Vereinigte Staaten. Er wuchs mit seinem Bruder in Daytona Beach Florida auf. Er bediente die Tasteninstrumente, spielte Gitarre und hatte eine ausdrucksstarke Stimme. Er war mit seinem Bruder Duane Allman undDickey Betts die prägende Figur bei den Allman Brothers. Abseits seiner Karriere bei den„Brothers“ wurde seine Solokarriere ein wichtiger Bestandteil in seinem musikalischen Leben. Seine Alben sind tief verwurzelt mit dem Süden der USA. Die Mischung aus Rock, Blues, Soul und Roots geben seinen Tonträger einen besonderen Anstrich.
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Das Buch / Biografie
Gregg Allmans Autobiografie ist eine sehr persönliche und schonungslose Rückschau auf sein Leben als Musiker. Der Titel („Mein Kreuz, das ich zu tragen habe“) spielt auf die vielen Verluste, Fehler und Belastungen an, die ihn sein Leben lang begleitet haben.
Kindheit und Familie
Gregg und sein älterer Bruder Duane Allman wuchsen unter schwierigen Umständen auf. Ihr Vater wurde ermordet, als die Brüder noch Kinder waren. Die Mutter musste allein für die Familie sorgen. Schon früh entwickelte sich eine enge Bindung zwischen Gregg und Duane, vor allem durch die gemeinsame Liebe zur Musik.
Die Anfänge als Musiker
In den 1960er-Jahren spielten die Brüder in verschiedenen Bands und versuchten, sich in der Musikszene zu etablieren. Während Gregg vor allem sang und Orgel spielte, galt Duane bald als außergewöhnliches Gitarrentalent. Die Brüder zogen durch die Südstaaten und kämpften mit Geldproblemen, Misserfolgen und dem harten Musikerleben.
Die Allman Brothers Band
1969 gründeten sie The Allman Brothers Band. Die Gruppe wurde zu einer der einflussreichsten Bands des Southern Rock. Besonders die Alben At Fillmore East und Eat a Peach machten sie berühmt. Gregg beschreibt diese Zeit als Mischung aus musikalischer Magie und völliger Chaos. Die Band lebte intensiv, spielte unzählige Konzerte und konsumierte reichlich Alkohol und Drogen.
Der Tod von Duane
Der größte Einschnitt in Greggs Leben war der Tod seines Bruders 1971. Duane starb mit nur 24 Jahren bei einem Motorradunfall. Gregg schildert, wie ihn dieser Verlust bis an sein Lebensende geprägt hat. Er bezeichnet Duane mehrfach als den wichtigsten Menschen in seinem Leben.
Weitere Tragödien
Nur etwas mehr als ein Jahr nach Duanes Tod starb auch Bandmitglied Berry Oakley bei einem Motorradunfall – sogar in der Nähe der Stelle, an der Duane verunglückt war. Gregg beschreibt diese Zeit als Phase tiefer Trauer, die er zunehmend mit Drogen und Alkohol zu bewältigen versuchte.
Ehe mit Cher
Besonders bekannt wurde seine Beziehung zu Cher. Die beiden heirateten 1975 kurz nach ihrem Kennenlernen. Gregg schildert die Ehe als leidenschaftlich, aber schwierig. Die Welten eines Southern-Rock-Musikers und eines internationalen Popstars hätten kaum unterschiedlicher sein können. Die Beziehung war geprägt von Liebe, Konflikten und seinem zunehmenden Drogenproblem. Die Ehe hielt nur wenige Jahre.
Drogen, Alkohol und Abstürze
Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich mit seiner Sucht. Gregg beschreibt offen seinen Konsum von Heroin, Kokain und Alkohol sowie zahlreiche Entzüge und Rückfälle. Besonders belastend war seine Aussage gegen den ehemaligen Tourmanager der Band in einem Drogenverfahren. Viele Fans und Musiker betrachteten dies als Verrat. Gregg erklärt ausführlich, warum er damals so handelte und wie sehr ihn die Folgen belasteten.
Krankheit und spätere Jahre
In den späteren Kapiteln berichtet Gregg über gesundheitliche Probleme, darunter Hepatitis C und schließlich eine Lebertransplantation. Trotz aller Rückschläge blieb die Musik sein Lebensanker. Er reflektiert über Freundschaften, Fehler, Verluste und die Bedeutung der Familie. Gegen Ende wirkt das Buch deutlich versöhnlicher und nachdenklicher.
Solo-Studioalben
Insgesamt erstellte der Protagonist 7 Studioalben. 1 Live Album und 1 Album mit Cher. Er war das einzige Mitglied der Allman Brothers mit Beteiligung an allen 12 Studioalben und inzwischen fast schon unzähligen Live Aufnahmen. Legendär und unverzichtbar das Album Live At Filmore East aus dem Jahr 1971. Man sagt eines der besten live Alben der 70iger! Ich kann es bestätigen, man sagt es nicht nur, es ist definitiv so!
Die wichtigsten Themen
- Die tiefe Brüderliebe zwischen Gregg und Duane
- Ruhm und Erfolg im Rockgeschäft
- Verlust und Trauer
- Sucht und Selbstzerstörung
- Schuldgefühle und Vergebung
- Die heilende Kraft der Musik
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Eindruck des Buches
Das Buch ist weniger eine klassische Rock-‘n’-Roll-Erfolgsgeschichte als ein sehr ehrliches Bekenntnis. Gregg Allman beschönigt seine Fehler nicht und schreibt überraschend offen über seine Schwächen. Viele Leser empfinden besonders die Kapitel über seinen Bruder als die bewegendsten des gesamten Buches. Der Musiker ist bis heute sehr beliebt. Man konnte sich mit ihm einfach identifizieren. Nie „abgehoben“ und all den Versuchungen der Musikindustrie ausgeliefert! Seine Geschichte zeigt auf, dass Rockruhm in den 70iger eine gefährliche Lebenssituation darstellte. Drogen, Alkohol im Übermass, führten zu gesundheitlichen Belastungen. Dazu kamen toxische Beziehungen, diese mit all den Substanzen ein geregeltes Leben Abseits der Musik verunmöglichten! Leider ist dieses Buch nur in englischer Sprache erhältlich – schade.

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