Buckingham / Nicks / Die Geschichte um dieses Kult Album und die Auswirkungen danach!
Juli 21, 2025 Hinter den Kulissen, Vinyl
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a.staeuble
Aus heutiger Sicht betrachtet, kann man das gemeinsame Album von Lindsey Buckingham und Stevie Nicks als ein wertvolles Album bezeichnen. Bevor es zu diesem Album kam, spielten die beiden gemeinsam in der mässig erfolgreichen Band Fritz, diese in der Frisco Bay u.a. für die Stars Janis Joplin und Jimy Hendrix Konzerte im Vorprogramm eröffneten. Die beiden waren ein Paar und man erkannte da schon früh ihre musikalischen Fähigkeiten. Dazu kam noch das adrette Erscheinungsbild der beiden, was natürlich das gemeinsame Gesamtbild noch zusätzlich aufwertete. Um ihren gemeinsamen Lebensunterhalt sicher zu stellen, musste Stevie Nicks noch zusätzlich „Kellnern“ gehen! Über das vorhandene musikalische Talent der beiden wurde in Musikkreisen gesprochen und so bekamen sie über das Label Polydor die Chance, gemeinsam ein Album aufzunehmen.
Das Album „Buckingham Nicks“ (1973) gilt heute als Kultklassiker, war aber zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung kommerziell erfolglos. Musikalisch zeigt es die frühen Wurzeln von Stevie Nicks und Lindsey Buckingham – noch vor ihrem Einstieg bei Fleetwood Mac – und bietet einen faszinierenden Einblick in das, was später zu Welterfolg wurde.
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„Buckingham Nicks“ – Albumübersicht
- 📅 Erscheinungsjahr: 1973
- 🏷️ Label: Polydor Records (später fallen gelassen)
- 🎛️ Produzent: Keith Olsen
- 🎧 Genre: Folk Rock, Soft Rock, Westcoast
- 📍 Aufgenommen in: Sound City Studios, Los Angeles
🎙️
Musikalischer Stil & Atmosphäre
- Das Album ist eine Mischung aus akustischem Folk, kalifornischem Soft-Rock und emotionalem Singer-Songwriter-Sound.
- Die Songs sind sehr persönlich, ehrlich und harmonisch arrangiert, mit einem klaren Fokus auf Gitarrenarbeit von Buckingham und Stevies unverkennbare Stimme.
- Man hört hier bereits die melancholisch-poetische Tiefe von Nicks und Buckinghams Innovationsdrang an der Gitarre.
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Highlights des Albums:
Das Highlight ist ganz klar der Song Frozen Love! Die in etwa 7:10 haben es wahrlich in sich. Sehr atmosphärisch gehalten und mit einzeln und gemeinsamen Gesang so strukturiert das immer ein Immenser Spannungsboden spürbar ist. Mit dem Gitarrenteil, respektiv dem langem Solo, ergibt sich so ein wunderbarer fast schon epischer Track! Die Dichte und Tiefe dieses Song, machen es zu etwas ganz besonderem. Alle anderen Titel ergänzen sich gut, da die Ausrichtung im Genre Folk/Rock, sich durch das ganze Album zieht. Ob es Songperlen wie Long Distance Winner, Stepanie, Crystal oder auch Lola sind, immer wieder findet man einen „neuen“ Song, der einem berührt und mitnimmt in Zeiten, wo Kalifornien noch den Ruf für seine Leichtigkeit und Unbeschwertheit hatte. 9 Lieder wurden von Buckingham/Nicks verfasst, was da schon eine grosse Fähigkeit der beiden jungen Künstler aufzeigen sollte. Einzig das Instrumental Django ist eine Fremdkompostion – John Lewis. Das Album wurde im Bundesstaat Alabama bei einigen Konzerten live präsentiert. Eine grössere Reichweite konnte nicht angestrebt werden, da schlicht weg die nötige Unterstützung fehlte! Es kursieren Bootleg Aufnahmen, die ein Teil der gespielten Songs wiedergeben. Ich kenne/habe diese Mitschnitte und attestiere den Aufnahmen musikalisch historischen Wert.
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Plattenvover:
Über das gewagte Plattencover muss natürlich auch noch was gesagt werden. Erstellt hat das „Blickfang-Cover“ der Photograph Jimmy Wachtel, dieser bekannt war für gewagte und ikonische Rockcover. Der Geschichte nach wollte sich Stevie Nicks mit weisser Bluse ablichten lassen! Sie fühlte sich unwohl bei dieser Aufnahme. Die junge Künstlerin beugte sich dem Druck und so entstand ein ikonisches Plattencover von einem schönen musikalischen Paar!
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Kurz vor den Aus und dann kam das Angebot von Mick Fleetwood
Eigentlich hatte man eine Vereinbarung mit dem Label für einen zweiten Tonträger. Da das Album Marketing mässig nicht „gepusht“ worden ist, blieb es ein „Ladenhüter“ und so verlor das Label das Interesse des jungen Paares! Man „schmiss“ das Duo wortwörtlich vor die Türe und stellte die Produktion für dieses Album ein. Zum Glück war ihr damaliger Produzent Keith Olson so von den beiden beeindruckt, was zur Folge hatte, dass auf Empfehlung von ihm Mick Fleetwood von der Band Fleetwood Mac ein Hörtest👂im Aufnahmestudio vornahm, wo die beiden gerade an ihren Songs „bastelten“. Mick Fleetwood war so beeindruckt, was dann zur einer Einladung für ein Gespräch führte. Zu dieser Zeit suchte der Drummer einen neuen Gitarristen für Fleetwood Mac, da ihr US-Gitarrist Bob Welch seine Mitgliedschaft kündigte, um seine Sololarriere zu starten. Das Problem war, Mick Fleetwood suchte einen Gitarristen und keine zweite Sängerin! Mit Christine McVie war der🎤🎹Posten schon exzellent besetzt! Nun Lindsey Buckingham beharrte auf „mich gibt es nur zu zweit“ und so eangagierte der Bandleader eben beide! Der Rest ist Geschichte! Auf jeden Fall war es die beste Karriereentscheidung, die Mick Fleetwood gefällt hatte!
Das Album Buckingham/Nicks ist in der Zwischenzeit auf Vinyl nur schwer zu bekommen und auch nicht offiziell auf CD oder Streaming Dienste! Wenn doch, dann nicht autorisiert! Somit empfiehlt sich das Vinyl auf jeden Fall. Obwohl die Preise inzwischen über 100 Dollar sind, so ein Exemplar zu bekommen, lohnt es sich! Die Aufnahmen der Songs sind richtig toll.
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Album: 1973, Buckingham/Nicks
Time: 35.58
Songs: Side One, Crying In The Night, Stephanie, Without A Leg To Stand On, Crystal, Long Distance Winner, Side Two, Don’t Let me Down Again, Django, Races Are Run, Koala (My Love), Frozen Love

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Tags: Classic Rock
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