Joe Bonamassa / An Acoustic Evening A The Vienna Opera House

Joe Bonamassa mit einer Acoustic Scheibe – in der Vienna Opera! Der Sound wird für diesmal nicht durch einen E-Gitarren Verstärker gejagt. Dadurch sollte man eigentlich wissen, was man sich da zulegt! Das Volumen und die „fetten“ Läufe fehlen da natürlich. Gut zuhören ist angesagt. Feinheiten müssen regelrecht erhört werden. Definitiv kein Tonträger zum abrocken oder für den Schnelldurchlauf. Geigen, Keyboard, Klavier und Percussion unterstützten Joe Bonamassa bei seinem Acoustic Konzert.Der gute Mann spielt mit den verschiedensten Acoustic Gitarren all seine Tracks. Sämtliche Orginalversionen bekommen so einen speziellen Klang und weisen ein anmutiges Flair auf. Klar erhört der Kenner von Joe Bonamassa  die Tracks auf anhieb. Im Rhythmus und der Stimme unterscheiden sich die Tracks zu seinen Stromversionen nicht so gross. Stimmlich ist der gute Mann wirklich gut und kann auf diesem Tonträger wirklich voll überzeugen. Technisch ist er im Moment eh schon ein ganz GROSSER. Ich würde sagen, es gibt im Moment keinen besseren Mann an der Gitarre im Genre Blues und Rock. Der Mann ist bekannt für seine jetzt schon legendäre „Arbeitswut“. Pro Jahr mindestens 1 Tonträger – hei da wird gearbeitet. Mit diesem Tonträger erinnert J.B auch an den phantastischen Rory Gallagher. Dieser war nämlich ebenfalls bekannt dafür, bei seinen Konzerten solche Acoustic Sets zum Besten zu geben. Im direkten Vergleich mit Joe Bonamassa, liegt der tolle Ire aber immer noch vorne!

Bei Rory Gallagher hatten auch die stromlosen Sets eine unglaubliche Intensität – da wurde gefiedelt bis der gute Ire „platschnasss“ war. Bei Joe Bonamassa wirkt das Gezeigte ab und zu ein bisschen gar  aufgesetzt – trotz Perfektion! Rory Gallagher war immer extrem authentisch, Joe Bonamassa (für mich) zu unterkühlt und bisweilen zu berechnend! Der Ire mit Hemd und Jeans – Der US Boy mit edlem Zwirn und Designer-Brille. Ja, Jammern auf extrem hohem Niveau – muss ich zugeben. Insgesamt muss ich aber anerkennen, dass der Amerikaner wirklich der Mann der Stunde ist und als Primus einer neuen Blues und Rock Generation zu bezeichnen ist. Die gespielten Tracks wurden mehrheitlich aus seinem fast schon unerschöpflichen Repertoire entnommen. Herausragend sind sicher Dust Bowl, Slow Train, The Ballad Of John Henry, Driving Towards The Daylight, Worke Up Dreaming, Sloe Gin und Seagull.

Die 21 Tracks am Stück durchzuhören erfordert wirklich Zeit, man muss sich auf diese spezielle Art Musik einfach einlassen. So ab Track 11, befällt einem eine gewisse Monotonie, denn nach einer gewissen Zeit fehlt (mir) dann schon der Bass und der „Strom„, respektive der „Druck“, der aus den Boxen kommt – trotz Genialität des Musikers. Die Begleitmusiker sind im übrigen ebenfalls top. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Anschaffung dieses Tonträgers sicher zu empfehlen ist, vorausgesetzt man mag Acoustic Tracks. Wer wirklichen Blues Rock mit „Biss“ hören will, sollte sich die anderen Werke von Joe Bonamassa zulegen. Da wird (ge) rockt und (ge)bluest! Man kann diesen vorliegenden Tonträger auch in DVD und Blue-ray kaufen!

Album: An Acoustic Evening A The Vienna Opera House

Erscheinungsdatum: 2013

Tracklist: Side One, Arrival, Palm Trees, Helicopters And Gasoline, Jelly Roll, Dust Bowl, Around The Bebnd, Slow Train, Athens To Athens, From The Valley, The Valley, The Ballad Of John Henry, Dislocated Boy, Drivin Towards The Daylight, Side B, Hig Water Everywhere, Jockey Full Of Bourbon, Richmond, Stones In My Passway, Ball Peen Hammer, Black Lung Heartache, Mountain Time, Woke Up Dreaming, Sloe Gin, Seagull

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