Foghat / Live At The Belly Up

Foghat ohne Lonsome“ Dave Peverett und Rod „The Bottle“ Price, geht das…? Diese Frage stellt man sich immer wieder seit dem Ableben dieser beiden grossartigen Musiker. Klar, Originalmitglied, Aktivposten und Drummer Roger Earl ist das Urgestein dieser Band. In den 70er waren sie Live eine der faszinierendsten Bands ihrer Zunft! In den Staaten gefeiert, in Europa leider hemmungslos ignoriert…Inzwischen heissen die Members Charlie Huhn(ex Ted Nugent, Victory, Humble Pie), Bryan Bassett (ex Wild Cherrry, Molly Hatchet) und Craig MacGregor, dieser schon mal bei Foghat den Bass zupfte. Die oben 3 erwähnten Bandmitglieder sind hervorragende Gitarristen, wobei Charlie Huhn dazu noch ein toller Sänger ist. Bryan Bassett ist im speziellen ein ausgezeichneter Slide-Gitarren-Spieler und über Craig McGregor’s Bassspiel kann man nur ein Wort sagen – grossartig. Seit dem Jahr 2003 wurden 3 neue Studio Tonträger und und 3(!)neue Live Tonträger eingespielt. In der Qualität sind die Studio Aufnahmen recht gute Tonträger. Family Joules noch mit dem Original-Mitglied Tony Stevens am Bass eingespielt…war ein wirklich „fetter Braten“! Die neuzeitlichen Live Alben sind top, bis auf diesen 2017 Live-Mitschnitt. Das legendäre Live Album aus dem Jahr 1977, ist eh nicht zu toppen, denn es gilt in Fachkreisen als eines der besten Live Alben aller Zeiten – ja stimmt!

Das mir nun vorliegende/zugestellte Live Album Live At The Belly Up(freundliche Unterstützung Flying Dolphin Entertaiment) ist schon in meinem Foghat Archiv gelandet! Nach mehrmaligen Hören muss ich zuerst etwas dringlichst loswerden…! Die Aufnahmequalität ist ziemlich mies! Der verantwortliche Mann Bryan Bassett, hatte da wohl bei der Abmischung/Mastering Stöpsel in den Ohren – sorry Bryan. He, in dieser High-Tech Musikwelt – geht gar nicht. Beim anhören dieser Songs ist es, wie wenn der Sound hinter einem dicken Vorhang raus geschlichen kommt… Nach meinen erbrachten manuellen Pegelverschiebungen an der Musikanlage, hört es sich dann ein bisschen besser an. Das die Musiker musikalisch was drauf haben, steht ausser Frage. Die Gitarren greifen ineinander wie Zahnräder. Der berühmte Foghat Boogie mit angereicherten Blues, lässt mich nicht ruhig dasitzen. Genau, das war schon immer die kolossale Stärke dieser Band und macht sie eben nicht austauschbar! Da muss man einfach „mitwippen“, wenn da nur nicht die schlechte Sound Qualität wäre… Erwähnenswert ist noch, dass für dieses Konzert ihr Basser Craig MacGregor nicht zur Verfügung stand…für ihn zupfte an diesem Abend Rodney O’Quinn den Bass. Das Cover dieses Tonträgers ist recht witzig gestaltet worden – gefällt vermutlich nicht nur mir gut…!

Das Publikum hört man übrigens bei dieser Live Aufnahme auch nicht richtig! Ich gehe nicht weiter auf meine nachgeschobene Kritik ein! Der Mehrwert für den geneigten Foghat Liebhaber sind die Tracks aus den neueren Alben und einige Songs, die man Live nach meinen Infos, selten bis gar nie auf Tonträger zu Gehör bekommen hat. Terraplane Blues und California Blues lassen knackig grüssen! Ebenfalls stehen die neuen Tracks der Band ihr gut zu Gesicht. Klar auch, Hot Mama, Knock It Off und Under The Infulence haben ihre Berechtigung im neuen Live Repertoire von Foghat. Selbstverständlich werden auch die alten Klassiker gespielt, muss ich die erwähnen…..wer kennt sie nicht….?! Ach ja, ich möchte noch die anfangs gestellte Frage beantworten, ihr wisst schon…? Ja, Foghat legitimiert sich schon mit dieser Besetzung, aber die ultimativ beste Besetzung war ganz klar mit den oben erwähnten Masterminden! Dieser neue Live Tonträger ist „nur“ für die hartgesottenen Fans zu empfehlen – als Einstieg in das Foghat Universum nicht geeignet! Da empfehle ich gerne folgende Alben:

  • Foghat (1972)
  • Foghat Rock And Roll (1973)
  • Energized (1974)
  • Rock And Roll Outlaws (1974)
  • Fool For The City (1975)
  • Night Shift (1976)
  • Live (1977)
  • Stone Blue (1978)
  • Boogie Motel (1979)

Album: Live At The Belly Up

Erscheinungsdatum: 2017

Tracklist: Fool For The City/Eight Days On The Road, Under The Influence, Stone Blue, Drivin Wheel, Knock It Off, Terraplane Blues, Hot Mama, California Blues, I Just Wanna Make Love To You, Slow Ride

16127853_1_70

Leave a Reply

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Kürzliche Kommentare

Archiv