Hinter den Kulissen / Alter schützt vor Torheit nicht – oder doch!
Juni 28, 2026 Hinter den Kulissen
Unsere Helden werden immer älter und sind sich nicht zu schade live aufzutreten. Wer körperlich noch einigermassen fit ist, lässt es sich nicht nehmen auf Tour zu gehen. Warum nur? Am lieben Geld kann es nicht liegen, denn wir sprechen da von Stars, die in der Regel schon seit 60(!) Jahren On The Road sind. Man muss nicht weit für eine Antwort suchen! Es ist die Liebe zur Musik und ein bisschen es sich selber zu Beweisen – ich kann es noch. Ab wann wird es peinlich? Wenn die körperlichen oder kognitiven Fähigkeiten massiv zu Einschränkungen führen. Und, zuerst sollte man es selber merken. Nicht erst wenn das zahlende Publikum es zuerst feststellt. Im Blues ist es fast schon Tradition im hohen Alter auf einem Barhocker zu performen, bis der letzte Gast mit dem Bourbon in der Hand unter die Tresen kippt!
Unter den bekannten Rock- und Blues-Rock-Künstlern gilt derzeit meist der Gitarrist und Sänger Buddy Guy als einer der ältesten noch regelmäßig auftretenden Musiker. Er ist Jahrgang 1936 und tritt mit fast 90 Jahren noch live auf. Bei klassischen und bekannten Rockstars finden sich ebenfalls bemerkenswerte Persönlichkeiten:
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- Ringo Starr – 85 Jahre live aktiv
- Bob Dylan – 84 Jahre live aktiv
- Paul McCartney – 83 Jahre live aktiv
- Rod Stewart – 81 Jahre live aktiv
- Mick Jagger 82 Jahre (wartet auf Keith!)
- Roger Daltrey 82 Jahre live aktiv
- Neil Young 80 Jahre live aktiv
- Roger Waters 82 Jahre live aktiv
- Lyo Lyons 82 Jahre live aktiv
- Roger Earle 80 Jahre live aktiv
- Buddy Guy 89 Jahre live aktiv
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Für eine Rockband dürfte einer der ältesten aktiven Rockmusiker derzeit David Freiberg sein, der mit 87 Jahren noch mit Jefferson Starship verbunden ist.
Kurz gesagt:
- Ältester noch regelmäßig auftretender Rock-/Blues-Rock-Star: Buddy Guy (89 Jahre).
- Älteste große Rock-Ikonen auf Tour: Ringo Starr (85), Bob Dylan (84), Paul McCartney (83).
- Absoluter Altersrekord für einen bekannten Live-Auftritt eines Musikers: mindestens 97 Jahre (Tino Contreras).
Da kann man nur sagen, Alter schützt vor Torheit nicht oder doch! Solange hohes Alter mit der qualitativ guter Musik im Gleichschritt geht, müssen wir uns keine Sorgen machen! Gut ist, wer die Töne trifft, gut ist wer sich noch natürlich bewegen kann oder? In diesem Sinn viel Spass mit euer Musik.

Hinter den Kulissen, Unterstützung ChatGBT
Allman Brothers Band / Idlewild South / 1970
Juni 27, 2026 In eigener Sache, Vinyl
Die Allman Brothers Band und ihr sehr erfolgreiches Zweitwerk Idlewild South, ist eine Perle im Genre Southern Rock. Der Cocktail aus Blues, Rock und Soul hat es in sich. Die Mischung ist wie gemacht, noch eine Zugabe dieses Gemisch zu konsumieren. Spielerisch auf höchstem Niveau agieren die 6 jungen Musiker 1970 wie aus einem Guss. Man merkte schon da, dass nur so Ausnahmekönner solche Musik wiedergeben können. Mit Revival beginnt der Tonträger drückend gut. Mehr Feeling und Authentizität in diesem Song einzubringen geht eigentlich nicht. Mit Don‘t Keep Me Wonderin‘ geht man den eingeschlagenen Weg weiter. Midnight Rider flockig gespielt und fühlt sich einfach nur gut an. Der Song entwickelte sich mit der Zeit zu ihrem Trademark Song, dieser auch vom Text her immer mehr mit ihrem Sänger und Tastenspieler Gregg Allman assoziiert worden ist. Zum Schluss der ersten LP Seite dann ein weiterer Klassiker mit Namen In Memory Of Elizabeth Reed. Der Studiosong ist schon eine Klasse für sich aber erst die live Version, diese sich gegen 20 Minuten erstrecken kann, lässt einem mit offenen Kinnladen nur staunen über die Jam mässige erhabene Version. Eine Melodie die einfach sitzt und bei all den improvisierenden Abweichungen, sich immer wieder findet!
Die Seite zwei lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Der Sound ist weiterhin „heiss“ und mit dem Starter Hoochie Coochie Man von Willi Dixon hat man sich ein toller Song ausgesucht. Please Call Home ist ebenfalls gekonnter Southern Rock. Der Abschluss auf diesem Tonträger erschliesst sich mit Leave My Blues At Home. Wen erstaunt es, auch am Schluss ist kein Füller zu vermelden. Die Marschrichtung bleibt somit im erdigen Southern Rock. So endet leider ein viel zu kurzes Album! Unter 30 Minuten ist wirklich kurz! Na gut, wenn die Qualität stimmt, nehmen wir das gerne so an. Verteilt auf 2 LP Seiten:
Side One:
Revival, Don‘t Keep Me Wonderin‘, Midnight Rider, In Memory Of Elizabeth Reed
Side Two
Hoochie Coochie Man, Please Call Home, Leave My Blues At Home
Was sich schon da bei diesem Tonträger angedeutet hatte, bestätigte sich dann mit dem legendären live Mitschnitt At Filmore East aus dem Jahr 1971. Besser eingespielt kann eine Band nicht agieren. Technisch brillant und mit einer Leichtigkeit durch die Songs gespielt, wie nur ganz wenige Alben dieser Zeit. Die legendäre Besetzung 1970 bei Idlewild Sout muss erwähnt werden:
. Duane Allman Lead/Slide/Acoustic Guitar
. Dickey Betts lead Guitar
. Gregg Allman Organ, Piano, vocals
. Berry Oakley Bass, vocals
. Jai Johanni Johanson Drums, Percussion
. Butch Trucks drums
. Thom Doucette Harmonika (nicht Mitglied), Percussion
Album: Idlewild South
Music Expert:*****
Beste Songs: Revival, Midnight Rider, In Memory Of Elizabeh Reed, Please Call HomeLieferbar

Southern Rock
Hinter den Kulissen / Alles live oder was?
Juni 22, 2026 Hinter den Kulissen
Live Konzerte auf Tonträger, ist ein unverzichtbares Statement von jeder Rockband, ab einem gewissen Bekanntheitsgrad. Angefangen hatte alles in den 60iger und erlebte in den 70iger seine Höhepunkte. Die besten live Aufnahmen stammen aus dieser Zeit, weil in den 80er es fast schon Standard wurde mit sogenannten Overdubs zu arbeiten. Was sind eigentlich Overdubs?
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Overdubs sind nachträglich aufgenommene oder korrigierte Tonspuren, die einer bereits vorhandenen Aufnahme hinzugefügt werden.
Bei einem Livealbum kann das bedeuten:
- Der Sänger singt im Studio eine Passage neu ein, weil der Gesang beim Konzert schlecht war.
- Der Gitarrist spielt ein Solo noch einmal ein, um Fehler zu korrigieren.
- Chöre, Percussion oder sogar Publikumsgeräusche werden später ergänzt.
- Einzelne Instrumente werden lauter oder sauberer neu aufgenommen.
Das Ergebnis klingt oft perfekter, ist aber nicht mehr zu 100 % das, was das Publikum an dem Abend gehört hat. Also ein verfälschtes Hörerlebnis!
Berühmte Beispiele:
- Kiss/Alive! wurde Berichten zufolge umfangreich nachbearbeitet.
- Auch bei Thin Lizzy Live and Dangerous wird seit Jahrzehnten diskutiert, wie viel im Studio nachgebessert wurde. Es wurde ziemlich alles nachgebessert…!
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Es gibt aber Beispiele, wo man praktisch keine Veränderungen an dem mitgeschnittenen Konzert vorgenommen hat. Die unten aufgeführten Bands / Konzerte sind extrem gut anzuhören und vermitteln tatsächlich das Gebotene an diesem besagten Konzertabend. Ohne doppelten Boden wird da der Hörerschaft aufgezeigt, was eine Band kann oder eben nicht kann!
| Album | Overdubs? | Charakter |
| Recorded Live 73 (Ten Years After) | Nein | sehr voluminös und direkt, klarer Sound |
| Irish Tour’74 (Rory Gallagher) | nein | extrem authentisch |
| At Fillmore East 71 (Allman Brothers Band) | minimal | Live-Sound erster Güte |
| Made in Japan 72 (Deep Purple) | minimal | extrem druckvoll, knallt aus den Boxen |
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Es gibt noch andere zu erwähnenden Konzerte, wo man die Authentizität ohne wesentliche Nachbearbeitung auf Tonträger festgehalten hat. Foghat, 1977 Foghat Live, Bob Seger, Live Bullet 1976, Lynyrd Skynyrd, One More From The Road 1976. Eagles, Hell Freezes Over 1994. Fleetwood Mac, The Dance 1997. Es sind alles Alben der Extraklasse, die für mein Empfinden ebenfalls in die Liste Top 10“ Live Of All Time“ gehören. Und alle haben nur geringfügige Verbesserungen nachträglich erhalten! Die Frage die sich stellt ist natürlich, wieso werden live Aufnahmen überhaupt verbessert? Zum einen weil es klangtechnisch einfach nicht stimmt und weil „Verspieler“ oder „unsaubere“ Passagen ausgebügelt werden können. So kann man dem Endverbraucher ein tolles Produkt anbieten, wo dieser dann ein uneingeschränktes Hörerlebnis hat. Nun, ist das gut oder sagen wir noch echt? Ich denke es kommt auf die Verbesserungen an. Ganze Passagen neu einspielen finde ich doch sehr fragwürdig. Bei kleineren Sachen ist es ganz okay. Ich bevorzuge für mich aber definitiv Alben mit keinen oder ganz wenigen Korrekturen.
Wenn ich mich für die 3 besten live Alben aller Zeiten entscheiden müsste, ist das Ranking wie folgt:
(Kriterien: Keine oder nur geringfügige Overdubs, Klangbild, Spielfreude und Dramaturgie!
Platz🥉Allmann Brothers Band, At Filmore East 1971
Platz🥈Rory Gallagher, Iris Tour‘74
Platz🥇Ten Years After Recorded Live 73
Alle anderen 8 Alben im Fotofinish zu den 3 Podest Alben!

Live Alben, Unterstützung ChatGBT
Stichwörter: Classic Rock
Hinter den Kulissen / Kays Plattenempfehlung / Der CD Irrtum
Juni 19, 2026 Hinter den Kulissen
Tipp für das Weekend
Wer schon immer wissen wollte, wie es zur Entstehung der Compact Disc gekommen ist, sollte sich unbedingt den Beitrag auf YouTube von Kays Plattenempfehlung anschauen. Der Titel „Der CD-Irrtum“ zeigt informativ und knackig auf, wie der Weg von der Schallplatte👉CD-👉Streaming-Dienste erfolgte.
Am Schluss entscheidet jeder für sich, welche Form von Musik ihn am besten anspricht. Ich sage es mal so: Die Schallplatte für den Geniesser, die CD für den Pragmatiker und die Streaming-Dienste für den Schnellverbraucher! In diesem Sinne viel Spass mit Musik, in welcher Form auch immer.

Hinter den Kulissen
Gregg Allman / Buch / My Cross To Baer / 2012
Juni 18, 2026 In eigener Sache
Einleitung:
Gregory „Gregg“ Lenoir Allman war ein aussergewöhnlicher Musiker. Geboren am 8.12.1947 in Nashville, Vereinigte Staaten. Er wuchs mit seinem Bruder in Daytona Beach Florida auf. Er bediente die Tasteninstrumente, spielte Gitarre und hatte eine ausdrucksstarke Stimme. Er war mit seinem Bruder Duane Allman undDickey Betts die prägende Figur bei den Allman Brothers. Abseits seiner Karriere bei den„Brothers“ wurde seine Solokarriere ein wichtiger Bestandteil in seinem musikalischen Leben. Seine Alben sind tief verwurzelt mit dem Süden der USA. Die Mischung aus Rock, Blues, Soul und Roots geben seinen Tonträger einen besonderen Anstrich.
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Das Buch / Biografie
Gregg Allmans Autobiografie ist eine sehr persönliche und schonungslose Rückschau auf sein Leben als Musiker. Der Titel („Mein Kreuz, das ich zu tragen habe“) spielt auf die vielen Verluste, Fehler und Belastungen an, die ihn sein Leben lang begleitet haben.
Kindheit und Familie
Gregg und sein älterer Bruder Duane Allman wuchsen unter schwierigen Umständen auf. Ihr Vater wurde ermordet, als die Brüder noch Kinder waren. Die Mutter musste allein für die Familie sorgen. Schon früh entwickelte sich eine enge Bindung zwischen Gregg und Duane, vor allem durch die gemeinsame Liebe zur Musik.
Die Anfänge als Musiker
In den 1960er-Jahren spielten die Brüder in verschiedenen Bands und versuchten, sich in der Musikszene zu etablieren. Während Gregg vor allem sang und Orgel spielte, galt Duane bald als außergewöhnliches Gitarrentalent. Die Brüder zogen durch die Südstaaten und kämpften mit Geldproblemen, Misserfolgen und dem harten Musikerleben.
Die Allman Brothers Band
1969 gründeten sie The Allman Brothers Band. Die Gruppe wurde zu einer der einflussreichsten Bands des Southern Rock. Besonders die Alben At Fillmore East und Eat a Peach machten sie berühmt. Gregg beschreibt diese Zeit als Mischung aus musikalischer Magie und völliger Chaos. Die Band lebte intensiv, spielte unzählige Konzerte und konsumierte reichlich Alkohol und Drogen.
Der Tod von Duane
Der größte Einschnitt in Greggs Leben war der Tod seines Bruders 1971. Duane starb mit nur 24 Jahren bei einem Motorradunfall. Gregg schildert, wie ihn dieser Verlust bis an sein Lebensende geprägt hat. Er bezeichnet Duane mehrfach als den wichtigsten Menschen in seinem Leben.
Weitere Tragödien
Nur etwas mehr als ein Jahr nach Duanes Tod starb auch Bandmitglied Berry Oakley bei einem Motorradunfall – sogar in der Nähe der Stelle, an der Duane verunglückt war. Gregg beschreibt diese Zeit als Phase tiefer Trauer, die er zunehmend mit Drogen und Alkohol zu bewältigen versuchte.
Ehe mit Cher
Besonders bekannt wurde seine Beziehung zu Cher. Die beiden heirateten 1975 kurz nach ihrem Kennenlernen. Gregg schildert die Ehe als leidenschaftlich, aber schwierig. Die Welten eines Southern-Rock-Musikers und eines internationalen Popstars hätten kaum unterschiedlicher sein können. Die Beziehung war geprägt von Liebe, Konflikten und seinem zunehmenden Drogenproblem. Die Ehe hielt nur wenige Jahre.
Drogen, Alkohol und Abstürze
Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich mit seiner Sucht. Gregg beschreibt offen seinen Konsum von Heroin, Kokain und Alkohol sowie zahlreiche Entzüge und Rückfälle. Besonders belastend war seine Aussage gegen den ehemaligen Tourmanager der Band in einem Drogenverfahren. Viele Fans und Musiker betrachteten dies als Verrat. Gregg erklärt ausführlich, warum er damals so handelte und wie sehr ihn die Folgen belasteten.
Krankheit und spätere Jahre
In den späteren Kapiteln berichtet Gregg über gesundheitliche Probleme, darunter Hepatitis C und schließlich eine Lebertransplantation. Trotz aller Rückschläge blieb die Musik sein Lebensanker. Er reflektiert über Freundschaften, Fehler, Verluste und die Bedeutung der Familie. Gegen Ende wirkt das Buch deutlich versöhnlicher und nachdenklicher.
Solo-Studioalben
Insgesamt erstellte der Protagonist 7 Studioalben. 1 Live Album und 1 Album mit Cher. Er war das einzige Mitglied der Allman Brothers mit Beteiligung an allen 12 Studioalben und inzwischen fast schon unzähligen Live Aufnahmen. Legendär und unverzichtbar das Album Live At Filmore East aus dem Jahr 1971. Man sagt eines der besten live Alben der 70iger! Ich kann es bestätigen, man sagt es nicht nur, es ist definitiv so!
Die wichtigsten Themen
- Die tiefe Brüderliebe zwischen Gregg und Duane
- Ruhm und Erfolg im Rockgeschäft
- Verlust und Trauer
- Sucht und Selbstzerstörung
- Schuldgefühle und Vergebung
- Die heilende Kraft der Musik
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Eindruck des Buches
Das Buch ist weniger eine klassische Rock-‘n’-Roll-Erfolgsgeschichte als ein sehr ehrliches Bekenntnis. Gregg Allman beschönigt seine Fehler nicht und schreibt überraschend offen über seine Schwächen. Viele Leser empfinden besonders die Kapitel über seinen Bruder als die bewegendsten des gesamten Buches. Der Musiker ist bis heute sehr beliebt. Man konnte sich mit ihm einfach identifizieren. Nie „abgehoben“ und all den Versuchungen der Musikindustrie ausgeliefert! Seine Geschichte zeigt auf, dass Rockruhm in den 70iger eine gefährliche Lebenssituation darstellte. Drogen, Alkohol im Übermass, führten zu gesundheitlichen Belastungen. Dazu kamen toxische Beziehungen, diese mit all den Substanzen ein geregeltes Leben Abseits der Musik verunmöglichten! Leider ist dieses Buch nur in englischer Sprache erhältlich – schade.

Buch Bio, Unterstützung ChatGBT
Lynyrd Skynyrd / Edge Of Forever / 1999
Juni 17, 2026 CD-Rezension, In eigener Sache
Mit einer Top Besetzung erstellte die Band 1999 ein ziemlich „hartes“ Album! Der Opener Workin‘ gibt ein volles Brett ab. Nahe am Hard Rock ist dieser Track anzusiedeln. Mit Full Moon Night wird weiter nach vorne gerockt, da aber mit der berühmten Southern Rock Schlagseite! Bei Preacher Man drückt man dann das Gaspedal wieder voll an den Anschlag. Der Song drückt unwiderstehlich. Main Streets zeigt dann die alten 70er Tugenden der Band auf. Viel Charme und eine eloquente Melodieführung, zeichnen diesen Song auf. Mit Tomorrow‘s Goodbye geht es in die nächste Runde. Eine Ballade die zu gefallen weiss. Nicht kitschig, nein angehaucht von Country. Einfach gut gemacht der Song. Der Titeltrack Edge Of Forever ist dann wieder Rock der harten Sorte! Gitarren die die Wände erzittern lassen. Die Melodieführung ist nicht so einprägsam und flüssig, wie bei den vorausgegangen Songs.
Gone Fishing‘ ist dann ein Knaller! Southern Rock verbunden mit den typischen Swamp Rhythmen. Ein sehr atmosphärischer Song der sitzt. Der Song ruft nach einem Glas Bourbon in der Hand, verbunden mit einer Bootsfahrt in den Sümpfen von Lousiana! Trough It All geht eigentlich im ähnlichen Fahrwasser weiter – tolle Melodie. Die Gitarren sind einfach Klasse. Der Gesang von Johnny Van Zant ist grossartig – durch das ganze Album! Money Black Guarantee ist ein gute Laune Song. Ein bisschen simpel und durchaus geeignet eine Bar in Wallung zu bringen! Billy Powell glänzt an den Keys. Mit G.W.T.G.G. wird wieder gerockt, flüssig und ohne Kompromisse! Rough Around The Edges ist dann der„tiefsinnigste“ Song auf diesem Album. Eine schöne Melodie begleitet mit einer grandiosen Rhythmus Abteilung. Der Abschluss bildet dann FLA. Da lassen sich die Jungs den Butter nicht mehr von dem Brot nehmen. Ein richtiger Bar-Rocker für die späten Stunden, wo die Mädels immer schöner werden und die Fäuste nach Bewegung schreien. Die Songs verteilen sich auf dem Tonträger Compact Disc wie folgt:
CD
Workin‘, Full Moon Night, Preacher Man, Mean Streets, Tomorrow‘s Goodbye, Edge Of Forever, Gone Fishin‘, Trough It All, Money Back Guarantee, G.W.T.G.G. Rough Around The Edges, FLA
Es ist ein wuchtiges und insgesamt hartes Album. Die Themen: Liebe, Beziehungen, Freiheit und das Leben. Im Backkatalog ist es vom Härtegrad her klar ihre Nummer 1! Ich finde es ein tolles Album, dieses viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Wie oben schon erwähnt, die damalige Besetzung famos. Gary Rosdington (g), Rick Medlocke (g), Hughie Thomasson (g), Leon Wilkinson (b), Billy Powell (k), Kenny Arnoff (d), Johnny Van Zant (v), Michael Cartellone (per) Dale Krantz-Rossington & Carol Chase (back.v). Lynyrd Skynyrd sind natürlich Legenden. Die Abstände zu neuen Alben werden immer länger! Seit vielen Jahren und spätestens seit dem Tod von Garry Rossington, hat man sich auf das Verwalten ihres Backkatalogs konzentriert. Soll heissen, keine neue Songs und Alben. Man tourt durch die Staaten und zelebriert die alten Songs. Die Fans kommen und geniessen es, obwohl kein einziges Originalmitglied mehr in der Band ist. Na gut, Rick Medlocke und Johnny Vann Zant legitimieren schon den Bandnamen – Kenner wissen was ich meine! Und ja, Nostalgie tut eben schon gut,
Darum ist dieses 1999er Album schon wichtig und auch sehr gut, denn es war eine brillante Besetzung, die dieses Album einspielten. Spätere Alben in den 2000iger sind ebenfalls hörenswert und recht gut in der Nachbetrachtung. Wer Southern Rock mag, kommt an dieser Gruppe eh nicht vorbei. Edge Of Forever ist eine Empfehlung, denn es ging irgendwie in der damaligen Zeit ein bisschen unter – zu Unrecht!
Album: Edge Of Forever
Music Expert:*****
Beste Songs: Workin‘, Moon Night, Preacher Man, Tomprrow’s Goodbye, Gone Fishing‘, Rough Around The Edges

Southern Rock
Pink Floyd / Atom Heart Mother / 1970
Juni 15, 2026 Rezension
Pink Floyd mit einem speziellen Album, wo alleine schon das Cover mit einer schön gefleckten schwarz/weiss Kuh ein Hingucker ist! So aussergewöhnlich das Cover ist, so einmalig und surreal ist die gebotene Musik. Als Zuhörer schwankt man bei der Einordnung zwischen genial und diffus! Es hat von allem etwas zu bieten! Mit Atom Heart Mother aus dem Jahr 1970 befanden sich Pink Floyd in einer kreativen Übergangsphase: Die psychedelischen Experimente der frühen Jahre waren noch präsent, gleichzeitig zeichnete sich bereits der Weg zu späteren Meisterwerken wie The Dark Side of the Moon ab. Das Album wurde zum ersten Nummer-eins-Erfolg der Band in Großbritannien und gilt bis heute als eines ihrer ungewöhnlichsten Werke. Der fast 24 Minuten lange Titelsong „Atom Heart Mother“ dominiert die erste Albumhälfte. Gemeinsam mit dem Komponisten Ron Geesin schuf die Band eine monumentale Suite aus Rock, Orchester und Chor. Die Komposition wirkt stellenweise chaotisch und sperrig, entwickelt aber eine faszinierende Atmosphäre zwischen Größenwahn und musikalischer Neugier. Was später auf Echoes oderShine On You Crazy Diamond perfektioniert wurde, erscheint hier noch als mutiger Entwurf.
Die zweite Seite des Albums präsentiert deutlich zugänglichere Stücke. Roger Waters’ „If“ überzeugt durch seine intime Folk-Stimmung, während Richard Wrights „Summer ’68“ mit markanten Bläserarrangements und eingängigen Melodien zu den Höhepunkten der Platte zählt. David Gilmours „Fat Old Sun“ zeigt bereits jene melodische Stärke, die später ein Markenzeichen seines Songwritings werden sollte. Den Abschluss bildet dann „Alan’s Psychedelic Breakfast“, ein eigenwilliges Klangexperiment aus Instrumentalpassagen und Alltagsgeräuschen. Für manche Hörer ist es charmant und humorvoll, für andere wirkt es wie eine überlange Skizze. Gerade diese Uneinheitlichkeit macht jedoch den Reiz des Albums aus. Interessanterweise gehört Atom Heart Mother zu den Pink-Floyd-Alben, die von den Bandmitgliedern selbst später kritisch betrachtet wurden. Roger Waters und David Gilmour bezeichneten das Werk rückblickend sogar als misslungen oder peinlich. Dennoch sehen viele Fans darin einen wichtigen Entwicklungsschritt und schätzen die kompromisslose Experimentierfreude.
Fazit:
Atom Heart Mother ist kein leicht zugängliches Album und erreicht nicht die Geschlossenheit späterer Pink-Floyd-Klassiker. Als dokumentierter Moment kreativer Suche besitzt es jedoch einen besonderen Reiz. Wer einzigartige progressive Rockmusik, orchestrale Experimente und die Entstehungsgeschichte des typischen Pink-Floyd-Sounds verstehen möchte, findet hier ein faszinierendes, wenn auch unausgegorenes Werk. Auf dem Tonträger Vinyl, lassen sich die Songs wie folgt abrufen:
Side One
Atom Hearth Mother
Side Two
If, Summer ’68, Fat Old Song, Alan‘s Psychedelic Breakfast
Es ist ein besonderes Album von der Band und steht irgendwie isoliert da, wenn man das Album in ihrem Backkatalog einordnen will! Die Band stand schon immer für ihren eigenwilligen Sound im Zentrum der progressiven Musiklandschaft. Ihre ganz grosse künstlerische Zeit, stand ihnen nach diesem Album noch bevor. Ihre kommende Musik wandelte sich zu einem massentauglichen Phänomen, ohne aber auf raffinierte Klangcollagen und Spielereien zu verzichten.
Album: Atom Heart Morher
Music Expert:***1/2
Beste Songs: Atom Heart Mother, If, Fat Old Son

Progessive Rock, Psychedelic Rock, Unterstützung ChatGBT
Southern Rock / Made In USA / Versus ZZ Top
Juni 14, 2026 Hinter den Kulissen
Einleitung:
Nicht alles was musikalisch aus dem Süden der 🇺🇸 kommt, lässt sich dem Genre Southern Rock zuordnen! Das Trio ZZ Top ist es per Definition nicht! Die bekannten Southern Rock Bands agieren nicht als Trio und haben neben dem Bassisten mindestens noch 2 Gitarristen in ihren Reihen. Die Southern Rock Bands verbindet noch was, nämlich mindestens ein Track, wo gegen 10 Minuten eine furiose „Gitarrenschlacht“ zum Besten gegeben wird. Bestes Beispiel dafür ist der epochale Song Free Bird von Lynyrd Skynyrd.
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Viele Hörer verbinden ZZ Top spontan mit Southern Rock, obwohl die Band oft eher als Blues Rock, Hard Rock oder Texas Rock eingeordnet wird. Der Hauptgrund liegt weniger im Klang als in der musikalischen Herkunft und Szene:
- Southern Rock entstand Anfang der 1970er vor allem in den Südstaaten der USA rund um Bands wie The Allman Brothers Band, Lynyrd Skynyrd oder The Marshall Tucker Band.
- Diese Bands kombinierten Blues, Country, Gospel und lange, oft jazzig beeinflusste Gitarrenimprovisationen.
- ZZ Top dagegen entwickelte einen deutlich kompakteren, rifforientierten Stil, der viel stärker auf elektrischen Texas-Blues und Boogie basiert.
Andererseits sprechen viele Dinge für Southern Rock:
- Die Band stammt aus dem amerikanischen Süden, genauer aus Texas.
- Themen wie ländliches Leben, Autos, Bars, Frauen und Südstaatenkultur sind typisch für Southern Rock.
- Songs wie „La Grange“, „Tush“ oder „Jesus Just Left Chicago“ passen stilistisch hervorragend neben vieles von Lynyrd Skynyrd.
- In den 1970ern traten ZZ Top häufig vor demselben Publikum auf wie klassische Southern-Rock-Bands
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Deshalb findet man in vielen Musiklexika eine Art Kompromiss: ZZ Top gelten primär als Blues-Rock- oder Boogie-Rock-Band, werden aber oft als Teil des erweiterten Southern-Rock-Universums betrachtet. Man könnte sogar argumentieren, dass die Unterscheidung historisch stärker von Musikkritikern getroffen wurde als von den Fans. Für viele Hörer sind ZZ Top, Lynyrd Skynyrd und die Allman Brothers einfach verschiedene Ausprägungen derselben Südstaaten-Rocktradition. Typische und bekannte Vertreter des Southern Rock sind folgende Bands:
👉Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers Band, Atlanta Rhytm Section, Marshall Tucker Band, Blackfoot, Charlie Daniels Band, Molly Hatchet, Black Oak Arkansas, Whiskey Meyers, Blackberry Smoke, Gov‘t Mule
Kurz gesagt: ZZ Top werden nicht als Southern Rock klassifiziert, weil ihr Kern stärker im Texas-Blues und Boogie liegt. Aber zu behaupten, sie hätten nichts mit Southern Rock zu tun, wäre historisch und musikalisch kaum haltbar!
Genre: Southern Rock
Jahr: Anfang der 70iger
Pflichtkauf: Lynyrd Skynyrd On More From The Road 1976, Allman Brothers At Filmore East 1971, Atlanta Rhythm Section Are You Ready! 1976, Blackfoot Marauder 1981

Southern Rock, Unterstützung ChatGBT
Songtext / Oh Arizona
Juni 13, 2026 In eigener Sache
Oh du schönes Arizona. Du hast mich verzaubert. Deine Weite, deine Landschaften, und deine spürbare Stille. Der Sonnenaufgang mit seinen Farben in Orange, berührte meine Seele nachhaltig. Man muss diese Magie erlebt haben. Es war ein erhabenes Gefühl. Man muss dieses Momentum aufsaugen und nie mehr loslassen. Es bewegt und macht glücklich.
Refrain
Oh Arizona, du hast mir so viel gegeben. Oh du schönes Arizona. Du hast meine Seele berührt. Arizona ich danke dir für deine Berührung. Arizona, Arizona du bist wunderschön.
Wir Erdenbürger sind so unbedeutend im Antlitz zu dieser Natur. Wir sollten daraus lernen, wie wichtig die Natur für uns ist. Es ist der Nährboden für unser Dasein. Die Stille und diese unbeschreibliche Erhabenheit, danke. Ich habe es in meiner Seele konserviert. Sie ist immer wieder abrufbar. Sie stärkt und vermittelt Verbundenheit. Die Tage kommen und gehen. Ich kann immer auf dieses Gefühl zurückgreifen.
Refrain
Oh Arizona, du hast mir so viel gegeben. Oh du schönes Arizona. Du hast meine Seele berührt. Arizona ich danke dir für deine Berührung. Arizona, Arizona du bist wunderschön.
Song: Arizona
Genre: Rock
Verfasser/Copyright: As

Songtext
Taste / One The Boards / 1970
Juni 2, 2026 In eigener Sache
Bevor Rory Gallagher unter seinem Namen weltbekannt wurde, erreichte der Ire mit dem Power Trio Taste einen Bekanntheitsgrad, der vor allem in UK ausgeprägt war. Viele attestierten damals der Band grosse Fähigkeiten, die dazu führte, dass sie bereits als zweite Supergroup neben Cream gehandelt worden sind. Ihr zweites Studiowerk On The Boards ist bis heute ein Juwel in Sachen Blues Rock. Die drei Jungs spielten auch auf den grossen Festivals in Europa und begeisterten als eingespielte Band mit einem damals noch eher unbekannten Rory Gallager. Leider war es dann mit dem zweiten Tonträger, denn Ihr Protagonist an der Gitarre, strebte eine Solokarriere an. Diese 1970er Aufnahmen, fühlen sich heute noch ziemlich „frisch“ an.
Der Eröffner mit Namen What’s Going On ist ein Klassiker und zeigt auf, wieso die Jungs sich auf dem Weg zu einer internationalen Karriere befanden. Der Song ist ein Kracher. Viel Blues und Rock hören wir da. Railway And Gun hat einen Folk Rock Start, bevor es dann wieder ziemlich rockig weiter geht. Mit It’s Happened Before, I’ll Happen Again geht es stilvoll in die nächste Runde. Auch da, feine Strukturen mit Jazz-Linien veredeln diesen Song. Auf anhieb geht der Song nicht unbedingt ins Ohr, denn er hört sich verschachtelt an. Das Saxophon Soli im Mittelteil unterstreicht die komplexe Struktur. Kaum zu glauben, Rory Gallagher spielt das Saxophon selbst! If The Day Was Any Longer ist dann wieder eingänglicher ausgerichtet. So eine Art von Folk-Rock Ballade hören wir da. Mit Morning Sun zelebriert die Band Blues Rock mit fetten Riffs. Bass und Lead Gitarre „drücken“ richtig durch. mit Eat My Words geht es gekonnt weiter – unglaublich diese Gitarre. Der Namensgeber des Album On The Boards fängt easy an, bis schnell die Gitarre aus dem kompakten Rhythmus ausbricht, um die Akzente zu setzen. Ein langer Track, wo atmosphärisch einiges geboten wird. Der Mittelteil wieder mit 🎷! Auch da kann man wieder Jazz Anleihen ausmachen. If I Don’t Sing I’ll Dry ist dann sehr zugänglich ausgerichtet. Es ist sicher der „modernste“ Song auf diesem Album – fast schon poppig! See Here hat dann wieder Folk-Rock Flair auszuweisen. Der Song ist sehr minimalistisch gehalten. Der gute Abschluss dieses Album bildet dann I‘ll Remember. Vorwärtstreibend zieht der Song rhythmisch bis zum Schluss durch. Verteilt auf dem Tonträger LP, listen sich die Songs wie folgt:
Side One
What’s Going On, Railway And Gun, It’s Happened Before, It’ll Happen Again, If The Day Was Any Longer, Morning Sun
Side Two
Eat My Words, On The Boards,If I Don’t Sting I’ll Cry, See Here, I’ll Remember
Wenn man bedenkt das die Jungs damals anfangs20ig waren, ist es um so erstaunlicher aus heutiger Sicht, solche zum Teil komplexe Musik zu anzuhören. Bei einigen Tracks sind die Stilelemente nicht immer auf anhieb zugänglich aber man erkannte das enorme Potential der Band. Rory Gallager war natürlich ein Ausnahmetalent und ein sehr beliebter Gitarrist. Seine Solokarriere außergewöhnlich, gespickt mit herausragenden Alben. Schlechte Alben gibt es von dem Iren schlicht weg nicht! Live war er eine Macht. Dort wuchs sein Folk-Rock-Blues mit seinen Fans zusammen. In der Nachbetrachtung des Iren, ist es unerlässlich, sich auch mit den 2 Alben von Taste auseinanderzusetzen.
Album: On The Boards
Music Expert:****
Beste Songs: What’s Going On, Railway And Gun, Morning Sun, One The Boards, See Here

Blues Rock