Pink Floyd / Atom Heart Mother / 1970
Juni 15, 2026 Rezension
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a.staeuble
Pink Floyd mit einem speziellen Album, wo alleine schon das Cover mit einer schön gefleckten schwarz/weiss Kuh ein Hingucker ist! So aussergewöhnlich das Cover ist, so einmalig und surreal ist die gebotene Musik. Als Zuhörer schwankt man bei der Einordnung zwischen genial und diffus! Es hat von allem etwas zu bieten! Mit Atom Heart Mother aus dem Jahr 1970 befanden sich Pink Floyd in einer kreativen Übergangsphase: Die psychedelischen Experimente der frühen Jahre waren noch präsent, gleichzeitig zeichnete sich bereits der Weg zu späteren Meisterwerken wie The Dark Side of the Moon ab. Das Album wurde zum ersten Nummer-eins-Erfolg der Band in Großbritannien und gilt bis heute als eines ihrer ungewöhnlichsten Werke. Der fast 24 Minuten lange Titelsong „Atom Heart Mother“ dominiert die erste Albumhälfte. Gemeinsam mit dem Komponisten Ron Geesin schuf die Band eine monumentale Suite aus Rock, Orchester und Chor. Die Komposition wirkt stellenweise chaotisch und sperrig, entwickelt aber eine faszinierende Atmosphäre zwischen Größenwahn und musikalischer Neugier. Was später auf Echoes oderShine On You Crazy Diamond perfektioniert wurde, erscheint hier noch als mutiger Entwurf.
Die zweite Seite des Albums präsentiert deutlich zugänglichere Stücke. Roger Waters’ „If“ überzeugt durch seine intime Folk-Stimmung, während Richard Wrights „Summer ’68“ mit markanten Bläserarrangements und eingängigen Melodien zu den Höhepunkten der Platte zählt. David Gilmours „Fat Old Sun“ zeigt bereits jene melodische Stärke, die später ein Markenzeichen seines Songwritings werden sollte. Den Abschluss bildet dann „Alan’s Psychedelic Breakfast“, ein eigenwilliges Klangexperiment aus Instrumentalpassagen und Alltagsgeräuschen. Für manche Hörer ist es charmant und humorvoll, für andere wirkt es wie eine überlange Skizze. Gerade diese Uneinheitlichkeit macht jedoch den Reiz des Albums aus. Interessanterweise gehört Atom Heart Mother zu den Pink-Floyd-Alben, die von den Bandmitgliedern selbst später kritisch betrachtet wurden. Roger Waters und David Gilmour bezeichneten das Werk rückblickend sogar als misslungen oder peinlich. Dennoch sehen viele Fans darin einen wichtigen Entwicklungsschritt und schätzen die kompromisslose Experimentierfreude.
Fazit:
Atom Heart Mother ist kein leicht zugängliches Album und erreicht nicht die Geschlossenheit späterer Pink-Floyd-Klassiker. Als dokumentierter Moment kreativer Suche besitzt es jedoch einen besonderen Reiz. Wer einzigartige progressive Rockmusik, orchestrale Experimente und die Entstehungsgeschichte des typischen Pink-Floyd-Sounds verstehen möchte, findet hier ein faszinierendes, wenn auch unausgegorenes Werk. Auf dem Tonträger Vinyl, lassen sich die Songs wie folgt abrufen:
Side One
Atom Hearth Mother
Side Two
If, Summer ’68, Fat Old Song, Alan‘s Psychedelic Breakfast
Es ist ein besonderes Album von der Band und steht irgendwie isoliert da, wenn man das Album in ihrem Backkatalog einordnen will! Die Band stand schon immer für ihren eigenwilligen Sound im Zentrum der progressiven Musiklandschaft. Ihre ganz grosse künstlerische Zeit, stand ihnen nach diesem Album noch bevor. Ihre kommende Musik wandelte sich zu einem massentauglichen Phänomen, ohne aber auf raffinierte Klangcollagen und Spielereien zu verzichten.
Album: Atom Heart Morher
Music Expert:***1/2
Beste Songs: Atom Heart Mother, If, Fat Old Son

Progessive Rock, Psychedelic Rock, Unterstützung ChatGBT
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