America / Eine Band im Vergleich!
Juli 21, 2026 Hinter den Kulissen, Künstler-Portrait
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a.staeuble
Es gibt Bands, diese in den 70/80er sehr bekannt waren aber heute nur noch den etwas älteren Musikfreunde/innen geläufig sind. Obwohl die Band America bei fast jedem spektakulären Landschafts US-Video bei TikTok oder Instagram mit ihrem Song A Horse With No Name betont sind, kennt man sehr wohl den Track aber die Band nicht! Die Band ist stilistisch in einer Art Überschneidungsbereich der Bands CSNY, Eagles und Poco. Also schöne Musik, die mit tollen Bildern und Erinnerungen in Verbindung gebracht werden.. Die Band hat aber auch durchaus auch rockigere Songs auszuweisen! Nur eben diese stehen im Schatten von A Horse Withe No Name, Sister Golden Hair oder Ventura Highway. Vergleiche zu anderen Bands drängen sich da auf. Das sieht dann wie folgt aus:
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- America bringt die sanften, harmonischen Gesangslinien und den akustischen Folk-Einschlag, den man auch von Crosby, Stills, Nash & Young kennt.
- Gleichzeitig haben sie die entspannte, melodische Westcoast-Ästhetik, die später auch Eagles auszeichnete.
- Und sie teilen mit Poco die Wurzeln im Country Rock, allerdings meist ohne dessen ausgeprägte Pedal-Steel- und Honky-Tonk-Elemente.
Man könnte die Gewichtung ungefähr so sehen:
- CSNY → die Vokalharmonien und das akustische Songwriting.
- Poco → die Country-Rock-Grundierung.
- Eagles → die polierte Produktion und der zugängige, radiotaugliche Westcoast-Sound.
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Was America von allen dreien unterscheidet, ist ihre fast traumhafte, schwebende Atmosphäre. Songs wie A Horse with No Name, Ventura Highway oder Tin Man wirken oft luftiger und minimalistischer als die meist erdigeren Eagles oder Poco. Auch der Einfluss britischer Folk-Traditionen (die Bandmitglieder wuchsen teilweise in England auf) verleiht America einen eigenen Klang.
Wenn man ein stilistisches Koordinatensystem zeichnen würde, sähe das ungefähr so aus:Ich würde sogar ergänzen, dass America die fehlende Verbindung zwischen dem eher folkigen Laurel-Canyon-Sound von CSNY und dem kommerzielleren California-Rock der Eagles bildet. Das macht sie zu einer der charakteristischsten Westcoast-Bands der 1970er – obwohl sie stilistisch oft etwas unterschätzt werden.
| Jahr | Album | Kurzcharakteristik |
| 1972 | America | Das Debut mit A Horse with No Name, I Need You; folkig und akustisch. |
| 1972 | Homecoming | Enthält Ventura Highway und weitere Perlen. Alles ist etwas rockiger. |
| 1973 | Hat Trick | Anspruchsvoller, weniger kommerziell, heute von vielen Fans geschätzt. |
| 1974 | Holiday | Beginn der Zusammenarbeit mit George Martin; Tin Man, Lonely People. |
| 1975 | Hearts | Mit Sister Golden Hair und Daisy Jane; für viele eines ihrer stärksten Alben. |
| 1976 | Hideaway | Weicher Westcoast-Sound mit einigen rockigeren Momenten. |
| 1977 | Harbor | Letztes Album mit Dan Peek. |
| 1979 | Silent Letter | Übergang zur Duo-Besetzung; reifer, ruhiger Klang. |
| 1980 | Alibi | AOR- und Softrock-Einflüsse nehmen zu. |
| 1982 | View from the Ground | Comeback mit dem Hit You Can Do Magic. |
| 1983 | Your Move | Stilistisch ähnlich dem Vorgänger; melodischer 80er-Rock. |
| 1984 | Perspective | Synthesizer prägen den Sound stärker. |
| 1994 | Hourglass | Erstes neues Studioalbum nach zehn Jahren. |
| 1998 | Human Nature | Rückkehr zu den akustischen Wurzeln. |
| 2002 | Holiday Harmony | Weihnachtsalbum. |
| 2007 | Here & Now | Gastauftritte u. a. von Gerry Beckley, Dewey Bunnell und prominenten Musikerkollegen; moderner, aber klassischer America-Sound. |
| 2011 | Back Pages | Coverversionen von Songs ihrer musikalischen Vorbilder (Bob Dylan, Simon & Garfunkel, CSN u. a.). |
| 2015 | Lost & Found | Sammlung bislang unveröffentlichter Studioaufnahmen aus verschiedenen Phasen. |
Wer die Band kennenlernen will, fängt am besten mit einer sogenannten Best Of an, denn da kann man sich mal in der Vielfalt ihre Schaffenskraft anhören und für sich beurteilen, ob man noch weitere Tonträger von Ihnen antesten soll!
Band: America
Gründung: 1970
Gründungsmitglieder: Gerry Beckley (g,v), Dewey Bunnell (g,v), Dean Peek (v,g)

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Tags: Classic Rock
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