Duane Allman / Hommage und Lebensline.

Duane Allman:
Ein herausragender Gitarrist, dieser bis heute immer in den Top Ten aufgeführt ist, wenn es um die besten Gitarristen aller Zeiten geht! Sein Slide-Gitarrenspiel galt Ende der 60iger, bis in die frühen 70iger als einzigartig und zum Besten, was es in der Blüte der Rockmusik zu hören gab. Wenn man sich die legendären Aufnahmen auf dem Live Album At Filmore East von 1971 mit der Allman Brothers Band anhört, versteht man all die Bewunderung, die dieser damals junger Kerl für sich in Anspruch nehmen konnte. Mit bereits 20 Jahren war er bereits so gut, dass er als Studiomusiker bekannte Grössen wie Aretha Franklin, Bob Scaggs, Wilson Pickett, Eric Clapton etc. mit seinen Gitarrenkünste, so ihre Songs veredelten konnte. Ob harter Rock, Soul, Country, Jazz oder Pop, alles ging in den Songs auf. Genau das machte es aus. „Sky Dog“ wie man ihn nannte, konnte durch sein Spiel alle Stilrichtungen bedienen. Als Top 3 Empfehlung, sollte man sich folgende Tracks gönnen:

. Loan Me A Dime (Boz Scaggs)

. In Memory Of Elizabeth Reed / ALB Live 1971

. Whipping Post / ALB Live 1971

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Zeitraffer:

  • 20. November 1946: Howard Duane Allman wird in Nashville, Tennessee, geboren. Sein jüngerer Bruder ist Gregg Allman. 
  • Ab ca. 1960/61: Duane und Gregg beginnen ernsthaft Gitarre zu spielen und treten in verschiedenen Bands in Florida auf. Blues und R&B prägen Duanes Stil. 
  • 1965–1966: Die Brüder spielen als Allman Joys; daraus entwickelt sich später Hour Glass. 
  • 1967–1968: Hour Glass nimmt zwei Alben auf. Duane ist zunehmend unzufrieden mit den Einschränkungen durch die Plattenfirma. 
  • 1968–1969: Duane arbeitet als gefragter Studio- und Sessiongitarrist, unter anderem mit Wilson Pickett, Aretha Franklin und King Curtis. 
  • 1969: In Jacksonville entsteht mit Gregg Allman, Dickey Betts, Berry Oakley, Butch Trucks und Jaimoe die Allman Brothers Band. 

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🎸 Warum war Duane Allman so gut?

Duane Allman war so besonders, weil bei ihm Technik, Gefühl und Zusammenspiel ungewöhnlich stark zusammenkamen. Bei ihm war alles im „Fluss“, man konnte es hören. Er konnte sich unaufdringlich auf die Songs einlassen. Aufdringlich war nur sein Feeling!

1. Er spielte nicht nur Noten – er „sprach“ mit der Gitarre.
Sein Spiel war sehr emotional. Gerade bei langsamen Blues-Passagen konnte er mit wenigen Tönen enorm viel ausdrücken. Oft ist weniger mehr! Keine extreme Geschwindigkeit, alles durchdacht und Live eine Spontanität die aufhorchen liess.

2. Seine Slide-Gitarre war außergewöhnlich.
Er benutzte einen Metall- oder Glas-Slide am Finger und konnte damit Stimmen imitieren, Töne ziehen und extrem geschmeidige Übergänge spielen. Sein Slide-Spiel wurde zu einem Markenzeichen. Nicht nur die Slide aber damit wurde er berühmt und ist aus heutiger Sicht die Zuordnung zu seinem Legenden Status.

3. Er hatte ein außergewöhnliches Gespür für Improvisation.
Duane konnte lange Soli spielen, ohne dass sie beliebig wirkten. Er entwickelte musikalische Ideen während des Spielens weiter – ähnlich wie ein Jazzmusiker. Er konnte sich in die Songs „einlesen“ und so seinen wichtigen Beitrag leisten. Er wurde sehr geschätzt, weil er es einfach konnte, ohne aufdringlich zu wirken.

4. Er konnte mit anderen tollen Gitarristen unglaublich gut zusammenspielen.
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Mit Dickey Betts entwickelte er bei der Allman Brothers Band einen Dialog zwischen zwei Gitarren. Sie spielten nicht einfach „Gitarre + Begleitung“, sondern ergänzten und beantworteten sich gegenseitig. Sein Zusammenspiel mit Dickey Betts war legendär. Ihr Spiel war wie Zahnräder die ineinandergreifen. So dicht verzahnten sich ihre Gitarren zu einem Zusammenspiel, wie es nur wenige Gitarren-Partner ebenfalls erspielten. Das Live Album At Filmore East gilt bis heute zu den 3 besten Live Alben aller Zeiten – ohne wenn und aber!

5. Er war ein hervorragender Zuhörer.
Duane hörte stark auf andere Musiker. Deshalb konnte er sich beispielsweise auch in die Aufnahmen von Eric Clapton bei Layla so gut einfügen. Seine Gitarre klingt dort teilweise wie ein zweiter Sänger. Ein Song der sein Können unaufdringlich schön aufzeigte.

6. Er verband Blues mit Rock und Improvisation.
Er nahm Einflüsse von Bluesmusikern wie B.B. King, Elmore James und T-Bone Walker auf und verband sie mit Rock, Jazz und längeren Improvisationen. Daraus entstand ein wichtiger Teil des späteren Southern Rock.

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Das faszinierende daran:

Duane war nicht deshalb legendär, weil er der technisch schnellste Gitarrist war. Er war vielmehr einer der Gitarristen, bei denen man nach wenigen Sekunden erkennt: Das ist er. Ein gutes Beispiel ist „Statesboro Blues“ – dort hört man sofort, warum sein Slide-Spiel so berühmt wurde. Und noch erstaunlicher: Er starb mit nur 24 Jahren. Seine eigentliche Spitzenphase dauerte nur wenige Jahre. Trotzdem beeinflusste er sehr viele Gitarristen über Jahrzehnte.

Backkatalog:

(Beginning Band Hourglass Alben: Liberty 1967, Power Of Love 1968)

  1. The Allman Brothers Band (1969) – Debüt, mit „Dreams“, „Whipping Post“ und „Don’t Want You No More“.
  2. Idlewild South (1970) – u. a. „Revival“, „Midnight Rider“, „In Memory of Elizabeth Reed“.
  3. At Fillmore East (1971) – das zentrale Live-Dokument von Duane und der Band.
  4. Layla and Other Assorted Love Songs (1970) – Derek and the Dominos mit Duane als Gastgitarrist; besonders wichtig für „Layla“ und „Why Does Love Got to Be So Sad“. 
  5. Eat a Peach (1972) – posthum erschienen; enthält sowohl Live-Aufnahmen als auch die letzten Studioaufnahmen mit Duane. 

Duane als Session-Gitarrist

Das ist der riesige Teil seines Backkatalogs. Er spielte u. a. für Wilson Pickett, Aretha Franklin, King Curtis, Boz Scaggs, Clarence Carter, Otis Rush, John Hammond, Johnny Jenkins und Delaney & Bonnie. 

Besonders hörenswert:

  • Wilson Pickett – „Hey Jude“
  • Boz Scaggs – „Loan Me a Dime“
  • Aretha Franklin – „The Weight“
  • King Curtis – „Games People Play“
  • Johnny Jenkins – „Rollin’ Stone“
  • Delaney & Bonnie – „Livin’ on the Open Road“
  • John Hammond – „Shake for Me“
  • An Anthology(1972) plus An Anthology Vol. II(1974)

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Es ist traurig, dass dieser junge Musiker so früh von uns gegangen ist. Sein Talent ist bis heute unbestritten, seine Musik bis heute unvergessen! Man sollte sich unbedingt mit dem Backkatalog von Duane Allman beschäftigen. Wer ihn noch nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Wer in für sich neu entdeckt – Gratulation!

Hommage, Unterstützung Chat GBT

Blackfoot / Tomcattin‘ / 1980

CD 10 Songs. Time: 40:08

3 Top Songs: One The Run, Gimme, Gimme, Gimme, Fox Chase

Bewertung:👍👍👍👍👍👍👍

Songs: Warped, On The Run, Dream On, Street Fighter, Gimme, Gimme, Gimme, Every Man Should Know (Queenie), In The Night, Reckless Abandoner, Spendin‘ Cabbage, Fox Chase

Einleitung:

Dieses Album ebnete der Southern Rock Band Blackfoot den ersten grossen Schritt, der dann mit dem Master Album Marauder noch zum grossen Erfolg kommen sollte. Tomcattin‘ ist ein richtig tolles Rockalbum, wo eine Affinität zum Genre Hard Rock festzustellen ist. Von allen bekannten Southern Rock Bands ist Blackfoot neben Molly Hatchet sicher die Band, die in den 70iger/80er dem traditionellen UK Hard Rock am nächsten zugewandt war. Es wurde aber immer der Southern Einfluss gewahrt und in ihrem Liedergut integriert. Rick Medlocke Gitarrist, Sänger und Leader innerhalb der Band, strahlte seine ganze indigene Persönlichkeit in den Live Auftritten wirkungsvoll aus. Auf der Bühne war die Band immer einen Tick härter als auf ihren Tonträger! So konnte man eine vielschichtiges Rock Publikum um sich scharen. Ein finales Konzertende mit ihrem Highway Song war immer ein Höhepunkt jeder Show. Natürlich ist dieser Song anverwandt an das legendäre Free Bird von Lynyrd Skynyrd. Wie die Geschichte zeigen sollte, wechselte Rick Medlocke nach Beendigung seiner Blackfoot Karriere „wieder zurück“ zur „alten Liebe“, wo er bereits anfangs der 70iger mal kurz ein Bandenmitglied war!

Album:

Der Beginner mit Warped zeigt auf, wo der Rock Hammer hängt! Ein schnell gespielter Rock mit schneidenden Gitarren. Eigentlich mehr Hard Rock als der typische Southern Sound. On The Run haut dann ebenfalls voll rein. Ein richtig „fetter“ Track, der da aus den Lautsprechern wummert. Da hätten auch ZZTop ihre Freude daran. Und auch der passende Refrain gefällt – toller Song. Dream On nimmt dann zum ersten Mal richtig Southern Einflüsse in sich auf. Die Geschwindigkeit wird gedrosselt, um dem Liedergut neue Akzente zu bescheren. Ein durchdachter Track. Street Fighter ist auch solide, mehr dann aber doch nicht, trotz tollen Gitarren. Gimme,Gimme, Gimme ist dann ein Song, dieser in ihren Live Darbietungen nie fehlen durfte. Einprägsam und knackig ist dieser Southern Rock Klassiker. Ein einfacher Refrain, unterstützt von einer guten Songstruktur mit „ziehenden“ Gitarren. Every Man Should Know (Queenie) fängt mit einem Gitarren Intro an, um dann in die Spur der harten Gangart einzubiegen. Der Mittelteil ist dann kurz ruhiger, um dann wieder gekonnt Fahrt aufzunehmen. Mit In The Night fährt Blackfoot die volle harte Southern Schiene. Ein kurzes Drumm Intro eröffnet den Song, wo auch der Einsatz einer Harp sich wiederfindet und Gitarren angriffslustig zu Werke gehen. Reckless Abandoner wird dann fast schon geschmeidig wiedergegeben. Einprägsam und gute Gitarren-Linien, prägen den Song. Spendin‘ Cabbage setzt den Reigen dieses starken Albums fort. Ein ruhiger Beginn ebnet den Weg zu diesem atmosphärischen Song. Ein Touch von Country macht diesen Song speziell gut. Es ist der ruhigste Song auf diesem Album. Der Abschluss bildet dann Fox Chase – herrlich! Der Beginn mit der Mundharmonika bis zum Übergang zur härteren Spielart ist gelungen.

So endet ein sehr gutes Album. Es ist insgesamt ein ziemlich hartes Album geworden. Tolle Gitarren und der fast schon „wilde“ Gesang von Rick Medlocke drücken bei allen Songs den Stempel auf. Es ist eine kontinuierliche Steigerung einer Band, die von Tonträger zu Tonträger immer stärker geworden ist, ohne ihre Southern Einflüsse fallen zu lassen. Blackfoot waren aber zweifelsohne die „härteste“ und untypischste Southern Rock Band. Immer mindestens einen Tick härter und „wilder“ als ihre Kollegen mit bekannteren Namen! Ihr„Husarenritt“ erfolgte dann mit dem Nachfolgealbum Marauder. Das war dann ihr musikalischer Höhepunkt. Besser geht’s nimmer! Auch in Sachen Gestaltung des Cover, darf man die Band loben. Einfach toll mit diesen Nahaufnahmen von wilden Tieren. Extrem wirkungsvoll bei dem Format Vinyl. Nach Marauder ging es dann kontinuierlich Berg🆎! Die musikalischen Zeiten änderten sich. Southern Rock wollte niemand mehr hören. Ziemlich alles war auf AOR ausgerichtet. Die Plattenbosse wollten einen signifikanten Stilwechsel von Blackfoot. So wurde dann der Ex Uriah Hepp Tastenspieler Ken Hensley für die Band verpflichtet! Das entstandene Album Siogo kann noch einigermassen gefallen, trotz O,O Southern Rock! Das zweite Album Vertical Smile, kann man getrost in die Tonne treten – grausam! Ken Hensley passte einfach nicht zur Band! Der Rest der Geschichte ist weniger Ruhmreich. Im ganzen Backkatalog von Blackfoot sind 3 Tonträger wirklich🔝. Ein ganz tolles Live Album bereichert ebenfalls ihren Backkatalog.

Besetzung: Rick Medlocke Lead vocals, Lead guitar, Jackson Spires Drums & Vocals, Charlie Hargrett Lead Guitar, Gregg T.Walker Bass Guitar & vocals, Produced Al Nalli and Henry Weck

Rezensionen,, Southern Rock

Atlanta Rhythm Section / Die Geschichte einer unterschätzten Band aus Doraville Georgia

Einleitung:

Warum die Band Atlanta Rhythm Section so unterschätzt wurde, ist eine spannende Frage und kann nicht nur mit fehlendem Glück beantwortet werden. Natürlich verdienten sie in ihrer besten Phase in den Staaten richtig Geld – 2 Hits! Nur von dem Legendenstatus von Lynyrd Skynyrd oder den Allman Brothers waren sie so weit weg, wie der Eiffelturm von Alaska. Ihnen gelang es vorzüglich den typischen Southern Rock Sound mit geschmeidigen Passagen in ihre Songs einfliessen zu lassen. Das war ein wesentlicher Unterschied zu den anderen Southern Rock Bands zu dieser Zeit. Blackfoot und Molly Hatchet waren bisweilen in ihrer Ausrichtung rauer und nahe am Hard Rock abgesiedelt. Lynyrd Skynyrd und die Outlaws verkörperten den typischen Southern Stil. Die Allman Brothers Band war die universellste von allen. Nicht wenige Songs waren mit Jam Charakter ausgestattet, was sie zu den Avantgardisten des Southern Rock machte. So konnte man viele Southern Rock Bands an ihren Merkmalen zuordnen. Bei Atlanta Rhythm Section war das durch ihre breitere Vielfalt an Stilen schwieriger.

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1. Sie waren zu elegant für den Southern-Rock-Stempel

Bei Lynyrd Skynyrd, Blackfoot, Outlaws oder Molly Hatchet hörte man sofort: Southern Rock – Gitarren, Härte, Blues, Country. ARS waren wesentlich subtiler. Ihre Musik hatte Southern-Rock-Wurzeln, aber ebenso Soul, R&B, Pop, Funk und Westcoast-Einflüsse. Dadurch waren sie schwerer in eine Schublade zu stecken. Und genau das kann kommerziell ein Nachteil sein: Sie waren weder eindeutig Hard Rock, Southern Rock noch Country oder AOR/Pop.

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2. Ihre größte Stärke war ihr Zusammenspiel

ARS waren eine dieser Bands, bei denen einzelne Musiker gar nicht unbedingt im Vordergrund stehen mussten. Barry Bailey an der Gitarre war beispielsweise ein fantastischer, aber erstaunlich wenig gefeierter Gitarrist. Er spielte häufig geschmackvoller als spektakulär. Und Sänger Ronnie Hammond hatte diese unglaublich geschmeidige, leicht soulige Stimme. Das Ergebnis war oft eine fantastische Gesangsleistung, die Balladen-Songs zusätzlich aufwertete. Im Gesamtpaket punktete die Band genau durch ihre Vielfalt. Man konnte hart aber auch eben zart!

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3. „So in to You“ hat sie gleichzeitig berühmt und unterschätzt gemacht

Das ist vielleicht der größte Widerspruch ihrer Karriere.„So in to You“ wurde 1977 ein riesiger Hit. Damit wurden ARS aber für viele Hörer zur Soft-Rock-/Pop-Band.Dabei waren sie viel mehr. Wer nur So in to You kennt und danach etwa „Doraville“, „Back Up Against the Wall“, „Imaginary Lover“,„Champagne Jam“ oder „Large Time“ hört, entdeckt praktisch eine andere Band. Man dachte he, die können auch richtig rocken. Und dann kommt das eigentliche Problem: die Konkurrenz. ARS kamen aus einer musikalisch ganz starken Gegend. Atlanta und das Umfeld👉bis nach Florida hatte in dieser Zeit unter anderem:

  • The Allman Brothers Band
  • Lynyrd Skynyrd
  • The Marshall Tucker Band
  • 38 Special
  • The Outlaws
  • Blackfoot
  • Charlie Daniels Band

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Die öffentliche Erzählung über Southern Rock wurde vor allem von Lynyrd Skynyrd und den Allman Brothers geprägt. ARS passten nicht so schön in diese Geschichte . Was ich bei ihnen besonders bemerkenswert finde, ARS hatten etwas, das vielen Southern-Rock-Bands fehlt: Groove! Nicht nur „Gitarren spielen und Southern-Rock sein“, sondern richtiges rhythmisches Fundament. Hör dir beispielsweise „Spooky“ an. Das ist eigentlich eine fantastische Demonstration dafür, was ARS konnten: laid-back, funky, bluesig, unglaublich präzise und trotzdem vollkommen entspannt. Und „Doraville“ ist fast schon eine musikalische Visitenkarte. Dann gibt es noch „Imaginary Lover“ – wieder ein Hit, aber musikalisch deutlich raffinierter, als sein Pop-Label vermuten lässt. Es ist ein geschmeidiger Song mit viel Gefühl, der nie kitschig wirkt. Wenn man sich ihre offizielle Live LP anhört (unten abgebildet), ja dann hört und versteht man, was hier mit Worten versucht wird die Band zu erklären…!

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Tolle 10 Songs:

  1. Another Man’s Woman – 🔥 unbedingt live hören
  2. Doraville – Southern-Groove pur
  3. Angel (What in the World’s Come Over Us) – wunderschön und live sehr wirkungsvoll
  4. Back Up Against the Wall – deutlich rauer als viele ihrer Hits
  5. Spooky – perfekter Groove
  6. Champagne Jam – Instrumental und herrlich locker
  7. So Into You – der große Hit, live aber wesentlich kräftiger
  8. Imaginary Lover – Hammond glänzt hier
  9. Alien – zeigt die experimentellere Seite
  10. Large Time – richtig guter Abschluss

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Kassischen Besetzung Atlanta Rhythm Section von etwa 1972 bis 1979:

  • Ronnie Hammond – Gesang
  • Barry Bailey – Leadgitarre
  • J.R. Cobb – Rhythmusgitarre, Backgroundgesang
  • Dean Daughtry – Keyboards
  • Paul Goddard – Bass
  • Robert Nix – Schlagzeug

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Studioalben: Atlanta Rhythm Section veröffentlichte 12 Alben zwischen 1972 und 1989/2023.

Die Alben sind:

  1. Atlanta Rhythm Section (1972)
  2. Third Annal Pipe Dream (1974)
  3. Dog Days (1975)
  4. Red Tape (1976)
  5. A Rock and Roll Alternative (1976)
  6. Champagne Jam (1978)
  7. Underdog (1979)
  8. Quinella (1981)
  9. Longing for a Lick (1989)
  10. Truth in a Structured Form (1989)
  11. Partly Cloudy (1988)
  12. Time Machine 2023 (unveröffentlichte Tracks)

Live Album: Are You Ready (1979)

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Southern Rock ist eine grossartige Musikrichtung! Die Hochkonjuktur war in den 70er bis in die 80iger hinein. Heute hat die Wachablösung schon statt gefunden. Junge hungrige Bands tragen diesen Musikstil weiter. Aber so lange von vielen Classic Rock Radios in den Staaten Songs wie Freebird oder Jessica weiterhin unsere Autoradios beschallen, nehmen wir all die Herausforderungen dieser „verrückten“ Welt an. Es lebe der Southern Rock!

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Southern Rock, Unterstützung Chat GBT

Atlanta Rhythm Section / Red Tape / 1976.

CD 8 Songs. Time: 31:55

3 Top Songs: Jukin/San Antonio Rose, Free Spirit, Another Man‘s Woman

Bewertung:👍👍👍👍👍👍👍👍

Songs: Jukin / San Antonio Rose, Mixed Emotions, Shanghied, Police! Police!, Beautiful Dreams, Oh What A Feeling, Free Spirit, Another Man‘s Woman

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Einleitung:

Atlanta Rhythm Section ist bis heute eine „grausam“ unterschätzte Band. Inzwischen aber noch mit einem Originalmitglied aktiv, wenn ich nicht daneben liege. Die Band aus Doraville/Georgia, erbrachte in den 70iger herausragende Alben, die dem Genre Southern Rock zugeordnet werden können. Wieso sie immer im grossen Schatten von Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers Band und anderen Grössen standen, ist für mich unerklärlich. Eine Erklärung könnte sein, dass auch Elemente aus Pop AOR (spätere Alben) Einzug in ihre Aufnahmen Einzug gehalten haben. Eine gewisse Rauheit, sprich die Ecken und Kanten fehlte ihnen im direkten Vergleich zu den besagten Bands. Aus rein technischer Sicht war die Band mit hervorragenden Könnern bestückt. Die musikalische Mischung, die den typischen Southern Rock in den 70iger ausmachte, hatten sie voll drauf. Ihr 76er Album Rede Tape gehört zu ihren 3 besten Alben. Es ist nahezu ein perfektes Album mit einem tollen Front Cover!

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Album:

Der Eröffner mit Jukin/San Antonio ist ein knackiger Dixie Rocker mit Gitarren, die einem „so richtig in den Arsch treten“ – toller Song und einer Melodie die in den Ohren haften bleibt. Mixed Emotions nimmt die Steilvorlage des ersten Song an. Rock mit knackigem Rhythmus und schneidenden Gitarren, veredeln diesen grossartigen Song. Nun folgt der Song Shanghied. He, es geht so toll weiter. Viel Groove und vorwärtstreibend mit einem gekonnten Rhythmuswechel – toll. Mit Police! Police! erspielen sie einen ebenfalls guten Song, der vor allem mit der Eröffnungssequenz der Police Sirenen überrascht und fast schon bedrohlich wirkt. Mit Beautiful Dreams kommen sie dann mit einer Ballade „um die Ecke“. Gekonnt, geschmeidig und ohne der Attitüde in den Kitsch abzugleiten. Oh Wat A Feeling ist dann wieder ein Abgeh-Rocker mit gutem Chorus und Gitarren die vorantreiben. Nächster Halt Free Spirit. Auch da ein gehaltvoller Rocksong mit viel Feeling. Ein Song total geeignet für einen Road Trip. Der Abschluss bildet dann der Song Another Man‘s Woman – ihr Live Klassiker! Schon der Einlauf mit dem Bass zeigt auf, wohin die Reise geht. Nun, der Übergang und die finale Umsetzung zum Basssolo ist grandios. Grosses Kino nennt man das wohl. Ein super Song hören wir da. Es ist ein unglaublich toller Abschluss eines grossartigen Albums. Gefühle, Beziehungen und das Musikerleben, ist der rote Faden im Themenbereich des Songwriting auf diesem Tonträger.

Ganz klar 8 von möglichen 10 Punkte, ohne wenn und aber! Bei diesem Album stimmt einfach alles. Im Genre Southern Rock ist dieses Album eine Perle. Dieses Album bietet einfach einen tollen Sound. Die Protagonisten spielen merklich auf dem höchstem Nivaeau, genau so wird das Hörerlebnis wahrgenommen. Die Spiellänge ist mit knapp 32 Minuten natürlich viel zu kurz. Dafür hören wir aber 8 „sackstarke“ Songs. Das Remastering ist gelungen. Keine unnötigen Beschneidungen von Höhen und Tiefen zu Gunsten der Lautstärke. Dieses Album ist bestens zu empfehlen. Ein Pflichtkauf für Freunde des Southern Rock. Im übrigen auf Tonträger Vinyl noch gut zu erwerben. Warum das Album nur knapp unter Platz 200 der Billboard kam, ist mir und ganz sicher auch anderen ein Rätsel…

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Besetzung: Ronnie Hammond lead vocals, Dean Daughtry keyboards, Barry Bailey guitar, Robert Nix drums, Paul Goddard bass, J.R Cobb guitar, Productor Buddy Buie.

Rezensionen, Southern Rock

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