Duane Allman / Hommage und Lebensline.
Okt. 8, 2026 Hinter den Kulissen
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a.staeuble

Duane Allman:
Ein herausragender Gitarrist, dieser bis heute immer in den Top Ten aufgeführt ist, wenn es um die besten Gitarristen aller Zeiten geht! Sein Slide-Gitarrenspiel galt Ende der 60iger, bis in die frühen 70iger als einzigartig und zum Besten, was es in der Blüte der Rockmusik zu hören gab. Wenn man sich die legendären Aufnahmen auf dem Live Album At Filmore East von 1971 mit der Allman Brothers Band anhört, versteht man all die Bewunderung, die dieser damals junger Kerl für sich in Anspruch nehmen konnte. Mit bereits 20 Jahren war er bereits so gut, dass er als Studiomusiker bekannte Grössen wie Aretha Franklin, Bob Scaggs, Wilson Pickett, Eric Clapton etc. mit seinen Gitarrenkünste, so ihre Songs veredelten konnte. Ob harter Rock, Soul, Country, Jazz oder Pop, alles ging in den Songs auf. Genau das machte es aus. „Sky Dog“ wie man ihn nannte, konnte durch sein Spiel alle Stilrichtungen bedienen. Als Top 3 Empfehlung, sollte man sich folgende Tracks gönnen:
. Loan Me A Dime (Boz Scaggs)
. In Memory Of Elizabeth Reed / ALB Live 1971
. Whipping Post / ALB Live 1971
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Zeitraffer:
- 20. November 1946: Howard Duane Allman wird in Nashville, Tennessee, geboren. Sein jüngerer Bruder ist Gregg Allman.
- Ab ca. 1960/61: Duane und Gregg beginnen ernsthaft Gitarre zu spielen und treten in verschiedenen Bands in Florida auf. Blues und R&B prägen Duanes Stil.
- 1965–1966: Die Brüder spielen als Allman Joys; daraus entwickelt sich später Hour Glass.
- 1967–1968: Hour Glass nimmt zwei Alben auf. Duane ist zunehmend unzufrieden mit den Einschränkungen durch die Plattenfirma.
- 1968–1969: Duane arbeitet als gefragter Studio- und Sessiongitarrist, unter anderem mit Wilson Pickett, Aretha Franklin und King Curtis.
- 1969: In Jacksonville entsteht mit Gregg Allman, Dickey Betts, Berry Oakley, Butch Trucks und Jaimoe die Allman Brothers Band.
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🎸 Warum war Duane Allman so gut?
Duane Allman war so besonders, weil bei ihm Technik, Gefühl und Zusammenspiel ungewöhnlich stark zusammenkamen. Bei ihm war alles im „Fluss“, man konnte es hören. Er konnte sich unaufdringlich auf die Songs einlassen. Aufdringlich war nur sein Feeling!
1. Er spielte nicht nur Noten – er „sprach“ mit der Gitarre.
Sein Spiel war sehr emotional. Gerade bei langsamen Blues-Passagen konnte er mit wenigen Tönen enorm viel ausdrücken. Oft ist weniger mehr! Keine extreme Geschwindigkeit, alles durchdacht und Live eine Spontanität die aufhorchen liess.
2. Seine Slide-Gitarre war außergewöhnlich.
Er benutzte einen Metall- oder Glas-Slide am Finger und konnte damit Stimmen imitieren, Töne ziehen und extrem geschmeidige Übergänge spielen. Sein Slide-Spiel wurde zu einem Markenzeichen. Nicht nur die Slide aber damit wurde er berühmt und ist aus heutiger Sicht die Zuordnung zu seinem Legenden Status.
3. Er hatte ein außergewöhnliches Gespür für Improvisation.
Duane konnte lange Soli spielen, ohne dass sie beliebig wirkten. Er entwickelte musikalische Ideen während des Spielens weiter – ähnlich wie ein Jazzmusiker. Er konnte sich in die Songs „einlesen“ und so seinen wichtigen Beitrag leisten. Er wurde sehr geschätzt, weil er es einfach konnte, ohne aufdringlich zu wirken.
4. Er konnte mit anderen tollen Gitarristen unglaublich gut zusammenspielen.
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Mit Dickey Betts entwickelte er bei der Allman Brothers Band einen Dialog zwischen zwei Gitarren. Sie spielten nicht einfach „Gitarre + Begleitung“, sondern ergänzten und beantworteten sich gegenseitig. Sein Zusammenspiel mit Dickey Betts war legendär. Ihr Spiel war wie Zahnräder die ineinandergreifen. So dicht verzahnten sich ihre Gitarren zu einem Zusammenspiel, wie es nur wenige Gitarren-Partner ebenfalls erspielten. Das Live Album At Filmore East gilt bis heute zu den 3 besten Live Alben aller Zeiten – ohne wenn und aber!
5. Er war ein hervorragender Zuhörer.
Duane hörte stark auf andere Musiker. Deshalb konnte er sich beispielsweise auch in die Aufnahmen von Eric Clapton bei Layla so gut einfügen. Seine Gitarre klingt dort teilweise wie ein zweiter Sänger. Ein Song der sein Können unaufdringlich schön aufzeigte.
6. Er verband Blues mit Rock und Improvisation.
Er nahm Einflüsse von Bluesmusikern wie B.B. King, Elmore James und T-Bone Walker auf und verband sie mit Rock, Jazz und längeren Improvisationen. Daraus entstand ein wichtiger Teil des späteren Southern Rock.
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Das faszinierende daran:
Duane war nicht deshalb legendär, weil er der technisch schnellste Gitarrist war. Er war vielmehr einer der Gitarristen, bei denen man nach wenigen Sekunden erkennt: Das ist er. Ein gutes Beispiel ist „Statesboro Blues“ – dort hört man sofort, warum sein Slide-Spiel so berühmt wurde. Und noch erstaunlicher: Er starb mit nur 24 Jahren. Seine eigentliche Spitzenphase dauerte nur wenige Jahre. Trotzdem beeinflusste er sehr viele Gitarristen über Jahrzehnte.
Backkatalog:
(Beginning Band Hourglass Alben: Liberty 1967, Power Of Love 1968)
- The Allman Brothers Band (1969) – Debüt, mit „Dreams“, „Whipping Post“ und „Don’t Want You No More“.
- Idlewild South (1970) – u. a. „Revival“, „Midnight Rider“, „In Memory of Elizabeth Reed“.
- At Fillmore East (1971) – das zentrale Live-Dokument von Duane und der Band.
- Layla and Other Assorted Love Songs (1970) – Derek and the Dominos mit Duane als Gastgitarrist; besonders wichtig für „Layla“ und „Why Does Love Got to Be So Sad“.
- Eat a Peach (1972) – posthum erschienen; enthält sowohl Live-Aufnahmen als auch die letzten Studioaufnahmen mit Duane.
Duane als Session-Gitarrist
Das ist der riesige Teil seines Backkatalogs. Er spielte u. a. für Wilson Pickett, Aretha Franklin, King Curtis, Boz Scaggs, Clarence Carter, Otis Rush, John Hammond, Johnny Jenkins und Delaney & Bonnie.
Besonders hörenswert:
- Wilson Pickett – „Hey Jude“
- Boz Scaggs – „Loan Me a Dime“
- Aretha Franklin – „The Weight“
- King Curtis – „Games People Play“
- Johnny Jenkins – „Rollin’ Stone“
- Delaney & Bonnie – „Livin’ on the Open Road“
- John Hammond – „Shake for Me“
- An Anthology(1972) plus An Anthology Vol. II(1974)
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Es ist traurig, dass dieser junge Musiker so früh von uns gegangen ist. Sein Talent ist bis heute unbestritten, seine Musik bis heute unvergessen! Man sollte sich unbedingt mit dem Backkatalog von Duane Allman beschäftigen. Wer ihn noch nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Wer in für sich neu entdeckt – Gratulation!

Hommage, Unterstützung Chat GBT
Tags: Classic Rock
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