Atlanta Rhythm Section / Red Tape / 1976.

CD 8 Songs. Time: 31:55

3 Top Songs: Jukin/San Antonio Rose, Free Spirit, Another Man‘s Woman

Bewertung:👍👍👍👍👍👍👍👍

Songs: Jukin / San Antonio Rose, Mixed Emotions, Shanghied, Police! Police!, Beautiful Dreams, Oh What A Feeling, Free Spirit, Another Man‘s Woman

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Einleitung:

Atlanta Rhythm Section ist bis heute eine „grausam“ unterschätzte Band. Inzwischen aber noch mit einem Originalmitglied aktiv, wenn ich nicht daneben liege. Die Band aus Doraville/Georgia, erbrachte in den 70iger herausragende Alben, die dem Genre Southern Rock zugeordnet werden können. Wieso sie immer im grossen Schatten von Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers Band und anderen Grössen standen, ist für mich unerklärlich. Eine Erklärung könnte sein, dass auch Elemente aus Pop AOR (spätere Alben) Einzug in ihre Aufnahmen Einzug gehalten haben. Eine gewisse Rauheit, sprich die Ecken und Kanten fehlte ihnen im direkten Vergleich zu den besagten Bands. Aus rein technischer Sicht war die Band mit hervorragenden Könnern bestückt. Die musikalische Mischung, die den typischen Southern Rock in den 70iger ausmachte, hatten sie voll drauf. Ihr 76er Album Rede Tape gehört zu ihren 3 besten Alben. Es ist nahezu ein perfektes Album mit einem tollen Front Cover!

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Album:

Der Eröffner mit Jukin/San Antonio ist ein knackiger Dixie Rocker mit Gitarren, die einem „so richtig in den Arsch treten“ – toller Song und einer Melodie die in den Ohren haften bleibt. Mixed Emotions nimmt die Steilvorlage des ersten Song an. Rock mit knackigem Rhythmus und schneidenden Gitarren, veredeln diesen grossartigen Song. Nun folgt der Song Shanghied. He, es geht so toll weiter. Viel Groove und vorwärtstreibend mit einem gekonnten Rhythmuswechel – toll. Mit Police! Police! erspielen sie einen ebenfalls guten Song, der vor allem mit der Eröffnungssequenz der Police Sirenen überrascht und fast schon bedrohlich wirkt. Mit Beautiful Dreams kommen sie dann mit einer Ballade „um die Ecke“. Gekonnt, geschmeidig und ohne der Attitüde in den Kitsch abzugleiten. Oh Wat A Feeling ist dann wieder ein Abgeh-Rocker mit gutem Chorus und Gitarren die vorantreiben. Nächster Halt Free Spirit. Auch da ein gehaltvoller Rocksong mit viel Feeling. Ein Song total geeignet für einen Road Trip. Der Abschluss bildet dann der Song Another Man‘s Woman – ihr Live Klassiker! Schon der Einlauf mit dem Bass zeigt auf, wohin die Reise geht. Nun, der Übergang und die finale Umsetzung zum Basssolo ist grandios. Grosses Kino nennt man das wohl. Ein super Song hören wir da. Es ist ein unglaublich toller Abschluss eines grossartigen Albums. Gefühle, Beziehungen und das Musikerleben, ist der rote Faden im Themenbereich des Songwriting auf diesem Tonträger.

Ganz klar 8 von möglichen 10 Punkte, ohne wenn und aber! Bei diesem Album stimmt einfach alles. Im Genre Southern Rock ist dieses Album eine Perle. Dieses Album bietet einfach einen tollen Sound. Die Protagonisten spielen merklich auf dem höchstem Nivaeau, genau so wird das Hörerlebnis wahrgenommen. Die Spiellänge ist mit knapp 32 Minuten natürlich viel zu kurz. Dafür hören wir aber 8 „sackstarke“ Songs. Das Remastering ist gelungen. Keine unnötigen Beschneidungen von Höhen und Tiefen zu Gunsten der Lautstärke. Dieses Album ist bestens zu empfehlen. Ein Pflichtkauf für Freunde des Southern Rock. Im übrigen auf Tonträger Vinyl noch gut zu erwerben. Warum das Album nur knapp unter Platz 200 der Billboard kam, ist mir und ganz sicher auch anderen ein Rätsel…

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Besetzung: Ronnie Hammond lead vocals, Dean Daughtry keyboards, Barry Bailey guitar, Robert Nix drums, Paul Goddard bass, J.R Cobb guitar, Productor Buddy Buie.

Rezensionen, Southern Rock

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