Blackfoot / Tomcattin‘ / 1980
Okt. 6, 2026 CD-Rezension
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a.staeuble

CD 10 Songs. Time: 40:08
3 Top Songs: One The Run, Gimme, Gimme, Gimme, Fox Chase
Bewertung:👍👍👍👍👍👍👍
Songs: Warped, On The Run, Dream On, Street Fighter, Gimme, Gimme, Gimme, Every Man Should Know (Queenie), In The Night, Reckless Abandoner, Spendin‘ Cabbage, Fox Chase
Einleitung:
Dieses Album ebnete der Southern Rock Band Blackfoot den ersten grossen Schritt, der dann mit dem Master Album Marauder noch zum grossen Erfolg kommen sollte. Tomcattin‘ ist ein richtig tolles Rockalbum, wo eine Affinität zum Genre Hard Rock festzustellen ist. Von allen bekannten Southern Rock Bands ist Blackfoot neben Molly Hatchet sicher die Band, die in den 70iger/80er dem traditionellen UK Hard Rock am nächsten zugewandt war. Es wurde aber immer der Southern Einfluss gewahrt und in ihrem Liedergut integriert. Rick Medlocke Gitarrist, Sänger und Leader innerhalb der Band, strahlte seine ganze indigene Persönlichkeit in den Live Auftritten wirkungsvoll aus. Auf der Bühne war die Band immer einen Tick härter als auf ihren Tonträger! So konnte man eine vielschichtiges Rock Publikum um sich scharen. Ein finales Konzertende mit ihrem Highway Song war immer ein Höhepunkt jeder Show. Natürlich ist dieser Song anverwandt an das legendäre Free Bird von Lynyrd Skynyrd. Wie die Geschichte zeigen sollte, wechselte Rick Medlocke nach Beendigung seiner Blackfoot Karriere „wieder zurück“ zur „alten Liebe“, wo er bereits anfangs der 70iger mal kurz ein Bandenmitglied war!
Album:
Der Beginner mit Warped zeigt auf, wo der Rock Hammer hängt! Ein schnell gespielter Rock mit schneidenden Gitarren. Eigentlich mehr Hard Rock als der typische Southern Sound. On The Run haut dann ebenfalls voll rein. Ein richtig „fetter“ Track, der da aus den Lautsprechern wummert. Da hätten auch ZZTop ihre Freude daran. Und auch der passende Refrain gefällt – toller Song. Dream On nimmt dann zum ersten Mal richtig Southern Einflüsse in sich auf. Die Geschwindigkeit wird gedrosselt, um dem Liedergut neue Akzente zu bescheren. Ein durchdachter Track. Street Fighter ist auch solide, mehr dann aber doch nicht, trotz tollen Gitarren. Gimme,Gimme, Gimme ist dann ein Song, dieser in ihren Live Darbietungen nie fehlen durfte. Einprägsam und knackig ist dieser Southern Rock Klassiker. Ein einfacher Refrain, unterstützt von einer guten Songstruktur mit „ziehenden“ Gitarren. Every Man Should Know (Queenie) fängt mit einem Gitarren Intro an, um dann in die Spur der harten Gangart einzubiegen. Der Mittelteil ist dann kurz ruhiger, um dann wieder gekonnt Fahrt aufzunehmen. Mit In The Night fährt Blackfoot die volle harte Southern Schiene. Ein kurzes Drumm Intro eröffnet den Song, wo auch der Einsatz einer Harp sich wiederfindet und Gitarren angriffslustig zu Werke gehen. Reckless Abandoner wird dann fast schon geschmeidig wiedergegeben. Einprägsam und gute Gitarren-Linien, prägen den Song. Spendin‘ Cabbage setzt den Reigen dieses starken Albums fort. Ein ruhiger Beginn ebnet den Weg zu diesem atmosphärischen Song. Ein Touch von Country macht diesen Song speziell gut. Es ist der ruhigste Song auf diesem Album. Der Abschluss bildet dann Fox Chase – herrlich! Der Beginn mit der Mundharmonika bis zum Übergang zur härteren Spielart ist gelungen.
So endet ein sehr gutes Album. Es ist insgesamt ein ziemlich hartes Album geworden. Tolle Gitarren und der fast schon „wilde“ Gesang von Rick Medlocke drücken bei allen Songs den Stempel auf. Es ist eine kontinuierliche Steigerung einer Band, die von Tonträger zu Tonträger immer stärker geworden ist, ohne ihre Southern Einflüsse fallen zu lassen. Blackfoot waren aber zweifelsohne die „härteste“ und untypischste Southern Rock Band. Immer mindestens einen Tick härter und „wilder“ als ihre Kollegen mit bekannteren Namen! Ihr„Husarenritt“ erfolgte dann mit dem Nachfolgealbum Marauder. Das war dann ihr musikalischer Höhepunkt. Besser geht’s nimmer! Auch in Sachen Gestaltung des Cover, darf man die Band loben. Einfach toll mit diesen Nahaufnahmen von wilden Tieren. Extrem wirkungsvoll bei dem Format Vinyl. Nach Marauder ging es dann kontinuierlich Berg🆎! Die musikalischen Zeiten änderten sich. Southern Rock wollte niemand mehr hören. Ziemlich alles war auf AOR ausgerichtet. Die Plattenbosse wollten einen signifikanten Stilwechsel von Blackfoot. So wurde dann der Ex Uriah Hepp Tastenspieler Ken Hensley für die Band verpflichtet! Das entstandene Album Siogo kann noch einigermassen gefallen, trotz O,O Southern Rock! Das zweite Album Vertical Smile, kann man getrost in die Tonne treten – grausam! Ken Hensley passte einfach nicht zur Band! Der Rest der Geschichte ist weniger Ruhmreich. Im ganzen Backkatalog von Blackfoot sind 3 Tonträger wirklich🔝. Ein ganz tolles Live Album bereichert ebenfalls ihren Backkatalog.
Besetzung: Rick Medlocke Lead vocals, Lead guitar, Jackson Spires Drums & Vocals, Charlie Hargrett Lead Guitar, Gregg T.Walker Bass Guitar & vocals, Produced Al Nalli and Henry Weck

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